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Compliance und Integrität gehen Hand in Hand

Die Siemens-Maxime lautet: Keinerlei Toleranz gegenüber Korruption und Wettbewerbsverstößen sowie bei anderen Verstößen gegen anwendbares Recht – und wo es doch dazu kommt, konsequentes Reagieren. Aber Compliance bedeutet sehr viel mehr als nur das Einhalten von Gesetzen und internen Regelungen mit den Siemens Business Conduct Guidelines als Herzstück. Compliance bildet die Basis all unserer Entscheidungen und Aktivitäten und den Schlüssel zu Integrität im geschäftlichen Verhalten. Unsere Prämisse ist: Nur sauberes Geschäft ist Siemens-Geschäft. Das gilt weltweit und auf allen Organisationsebenen.

 

Die Verantwortung der Compliance-Organisation umfasst neben der Bekämpfung von Korruption und Wettbewerbsverstößen auch den Schutz unseres Unternehmens gegen den Missbrauch für Geldwäsche sowie für den Schutz personenbezogener Daten.

 

Wir engagieren uns auch in internationalen Organisationen für die Stärkung verantwortungsvoller Geschäftspraktiken: So wurde unser Chief Compliance Officer Ende 2013 zum Vorsitzenden der Antikorruptions-Arbeitsgruppe des Business and Industry Advisory Committee der OECD gewählt.

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Was ist das Siemens-Compliance-System?

Im Siemens-Compliance-System bündeln wir ein umfassendes System von Maßnahmen, mit denen wir sicherstellen wollen, dass unser Geschäft stets im vollen Umfang mit Recht und Gesetz sowie unseren internen Prinzipien und Regeln in Einklang steht. Zugleich wollen wir so verantwortungsvolles Verhalten dauerhaft im Denken und Handeln aller Siemens-Mitarbeiter verankern. 

 

Unser Compliance-System gliedert sich in drei Handlungsebenen: Vorbeugen, Erkennen und Reagieren. Zu den Präventionsmaßnahmen zählen etwa das Compliance-Risikomanagement, Richtlinien und Verfahren sowie die umfassende Schulung und Beratung und Training unserer Mitarbeiter. Meldewege für Hinweise auf Compliance-Verstöße wie das Hinweisgebersystem „Tell Us“ und der Ombudsmann sowie professionelle und faire Untersuchungen sind unerlässlich für das Erkennen und die lückenlose Aufklärung von Fehlverhalten. Klare Reaktionen und eindeutige Konsequenzen dienen dazu, Fehlverhalten zu ahnden und Schwachstellen zu beheben. Über diese drei Ebenen bildet die Verantwortung aller Manager für Compliance das übergreifende Element unseres Compliance-Systems.

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Die gelebte Eigentümerkultur unseres Unternehmens macht den Unterschied. Die Menschen verbinden mit Siemens neben Ingenieurskunst zu Recht auch Zuverlässigkeit, Fairness und Integrität.

Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG
Grundlegende Handlungsprinzipien
Siemens Business Conduct Guidelines

„Null Toleranz“ bei Verstößen

Kodex für unsere Geschäftspartner

Siemens-Lieferanten und Geschäftspartner mit Mittlerfunktion verpflichten wir vertraglich zur Einhaltung eines einheitlichen Verhaltenskodex. Dieser Verhaltenskodex lehnt sich an die zehn Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen an. Er umfasst die Beachtung von Recht und Gesetz im Allgemeinen und unserer Antikorruptions-Grundsätze im Besonderen, zusätzlich enthält er Bestimmungen zum Verbot von Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht und zur Vermeidung von Interessenkonflikten.

 

Audits helfen uns, systematisch potenzielle Risiken in unserer Lieferkette und in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern zu identifizieren und zu prüfen, ob sie den Siemens-Verhaltenskodex einhalten.

 

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Auswahl und Monitoring unserer Geschäftspartner

Unter bestimmten Umständen kann Siemens für Handlungen seiner Geschäftspartner rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Wir begegnen diesem Risiko mit einem umfassenden Ansatz für die Auswahl unserer Geschäftspartner, der vertraglichen Verpflichtung auf die Einhaltung unserer Verhaltensgrundsätze und die Überwachung der laufenden Zusammenarbeit. Damit decken wir den gesamten Lebenszyklus der Geschäftspartnerbeziehung ab. Unser unternehmensweit verpflichtendes „Business Partner Compliance Tool“ unterstützt die Durchführung dieses Verfahrens und sichert die Dokumentation relevanter Informationen und Aktivitäten. Und wir nutzen konsequent die Potenziale von „Big Data“: Dashboards und die zugehörige Analytik helfen uns, das Risikomanagement und das Monitoring unserer Geschäftspartnerbeziehungen weiter zu verbessern.

Integration von Compliance in unsere Geschäftsprozesse

Eine Schlüsselrolle für die Wirksamkeit unseres Compliance-Systems spielt die Integration von Compliance in unsere Geschäftsprozesse. Dazu gehört auch, dass wir unsere Kunden über unsere Compliance-Grundsätze informieren. Ein Praxisbeispiel: Auf der weltweit wichtigsten Industriemesse, der Hannover Messe, veranschaulichten die Divisionen Digital Factory und Process Industries and Drives 2017 ihren Kunden mit dem Spiel „Compliance included…“, worauf es Siemens beim Thema Compliance ankommt: Saubere Geschäfte – immer und überall!

Grundsätze und Anforderungen für Siemens Lieferanten
Code of Conduct

„Tell Us“und Siemens-Ombudsmann

Meldewege für Hinweisgeber

Zuverlässige Meldewege für interne und externe Stakeholder und der Schutz interner Hinweisgeber vor Sanktionen tragen dazu bei, dass mögliches Fehlverhalten gemeldet wird, umfassend untersucht und aufgeklärt werden kann. Um Kenntnis von etwaigen Compliance-Verstößen zu erlangen, stellt Siemens internen und externen Hinweisgebern verschiedene Meldewege zur Verfügung.

 

Das Compliance-Hinweisgebersystem „Tell Us“ bietet einen gesicherteren Meldeweg, über den rund um die Uhr Hinweise gegeben werden können, online oder telefonisch, auf Wunsch auch anonym – und in vielen Sprachen.

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Compliance 2016 in Zahlen

Im Geschäftsjahr 2016 betrug die Gesamtzahl der mitgeteilten Compliance-Fälle, die weitere Sachverhaltsermittlungen oder Untersuchungen zur Klärung der gemeldeten Vorwürfe erforderten, 675. Die Gesamtzahl der Disziplinarmaßnahmen wegen Compliance-Verstößen im Unternehmen belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 233. Siemens-interne Hinweisgeber sind durch eine spezielle Richtlinie geschützt, die es allen Mitarbeitern des Unternehmens verbietet, Meldungen, die im guten Glauben nach bestem Wissen abgegeben wurden, unsererseits zu sanktionieren.

Der Siemens-Ombudsmann

Neben „Tell Us“ stellt Siemens einen weiteren Kanal zur Meldung inkorrekter Geschäftspraktiken zur Verfügung: Der Rechtsanwalt Andreas von Máriássy von der Münchner Kanzlei „von Máriássy Dr. von Stetten Rechtsanwälte“ wurde zum externen Ombudsmann des Unternehmens berufen. An diese neutrale Stelle können sich Mitarbeiter und Dritte vertrauensvoll und anonym wenden, wenn sie unkorrekte Geschäftspraktiken im Unternehmen beobachten.

Kontakt via „Tell Us“ und Ombudsmann
Siemens Meldewege

Gemeinsames Handeln

Siemens-Integritäts-Initiative

Die Siemens-Integritäts-Initiative unterstützt Organisationen und Projekte, die mit Collective Action sowie Aus- und Weiterbildung gegen Korruption und Betrug kämpfen und sich damit für saubere Märkte und fairen Wettbewerb einsetzen.

Als Bestandteil eines umfassenden Vergleichs zwischen der Weltbank Gruppe und der Siemens AG im Juli 2009, sowie der Europäischen Investment Bank und der Siemens AG im März 2013, konzentriert sich die Siemens-Integritäts-Initiative auf Projekte, die einen Bezug zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben und auf objektive und messbare Ergebnisse mit Ausbaupotential ausgelegt sind.

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3 Förderrunden über 15 Jahre hinweg

Siemens hat sich verpflichtet über einen Zeitraum von 15 Jahren Organisationen und Projekte in drei Runden mit Fördermitteln zu unterstützen, die sich im Kampf gegen Korruption und Betrug durch Collective Action Initiativen sowie Aus- und Weiterbildung engagieren. Für die ersten beiden Runden wurden nach sorgfältiger Prüfung 55 Projekte mit Projektlaufzeiten von 3 bis 5 Jahren aus einem internationalen  Bewerberpool ausgewählt und mit über 70 Mio. US$ an Fördermitteln ausgestattet.

Darunter etwa die neu gegründete International Anti-Corruption Academy mit Sitz in Wien, die einen neuen und holistischen Ansatz bei Forschung und Lehre im Bereich der Korruptionsbekämpfung verfolgt und eine Vielzahl von Schulungen und technische Unterstützung anbietet.