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Wohnkomplex Dennlerstraße

Nachhaltiges Heizen in bestehenden Gebäuden

Die Wohnanlage, die der Pensionskasse der Siemens-Unternehmen in der Schweiz gehört und sich an der Dennlerstrasse in Zürich befindet, beschreitet neue Wege: Die Anlage wurde kürzlich auf CO₂-neutrale Heizung umgestellt.

In den frühen 2000er Jahren wurde die Wohnanlage Dennlerstrasse in Zürich-Albisrieden auf dem Gelände einer ehemaligen Kleingartenanlage errichtet. Der Komplex, der gehört Siemens-Pensionskasse und wurde vom renommierten Zürcher Architekten Theo Hotz entworfen, besteht aus zwei Reihenhäusern und fünf Einzelgebäuden. Selbst nach etwa 20 Jahren erfüllt der Komplex in der Regel die aktuellen Effizienzstandards.

Als Eigentümer identifizierte die Siemens-Pensionskasse jedoch Optimierungspotenzial im Bereich der Energieversorgung. Eine Machbarkeitsstudie zeigte, dass das Flachdach des längeren Reihengebäudes gut für eine Solaranlage geeignet war. Folglich wurden bereits 2024 352 Photovoltaikmodule installiert. Ein etwas größeres Renovierungsprojekt wurde im Bereich der Wärmeversorgung der Anlage durchgeführt.

Unsere Untersuchung ergab, dass das städtische Netzwerk in den kommenden Jahren nicht in der Lage sein wird, das Viertel Dennlerstraße zu versorgen. Wir mussten daher eine eigenständige Lösung für das Gebiet entwickeln.
Steffen Ringlau, Energieingenieur und Projektmanager, Siemens Schweiz

Erneuerbare Alternative

Da die Immobilienstrategie der Siemens-Pensionskasse vorsieht, Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen in bestehenden Immobilien am Ende ihres Lebenszyklus durch emissionsfreie Lösungen zu ersetzen, kam ein Eins-zu-Eins-Austausch der Gaskessel nicht in Frage. Die Siemens-Pensionskasse beauftragte Siemens mit der Identifizierung, Planung und Umsetzung einer erneuerbare Alternative. Die naheliegendste Option wurde zuerst geprüft: Anschluss an ein Fernwärmenetz.

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Fortschrittliches Heizsystem mit maximaler Versorgungssicherheit

Die Siemens-Experten von Sustainability intelligenter Infrastrukturen hat ein fortschrittliches Heizkonzept entwickelt, das eine intelligente Erweiterung vorhandener Systeme und maximale Versorgungssicherheit bietet. Angesichts der städtischen Lage mussten verschiedene Anforderungen — einschließlich Vorschriften zur Schaffung von Rudergebieten — berücksichtigt werden. Das Ziel war es, eine praktische und nachhaltige Lösung für die Erzeugung erneuerbarer Wärme zu entwickeln.

Die 164 Wohnungen, die zuvor mit einer Grundlast-Wärmepumpe und Gaskesseln beheizt wurden, profitieren jetzt von zwei leistungsstarken Grundwasserwärmepumpen mit einer Gesamtheizleistung von fast 600 kW. Dieses System-Upgrade wurde durch die Installation von 18 neuen Erdsonden ergänzt, die zusammen mit den vorhandenen 17 Sonden für eine zuverlässige Wärmeversorgung sorgen. Ein technischer Lagertank wurde installiert, um die Wasserkreisläufe zwischen den Wärmequellen und der Wärmepumpe hydraulisch zu trennen und so Druck-, Temperatur- und Durchflussschwankungen auszugleichen.

Eine zentrale Komponente des Projekts ist der Luftwärmetauscher auf dem Dach der Dennlerstraße, der sowohl als zusätzliche Wärmequelle für die Wärmepumpen dient als auch zur Regeneration des Bodens beiträgt. Das gewährleistet die langfristige Effizienz der Wärmepumpen. Die erzeugte Wärme fließt in ein neues Nahwärmenetz, das alle sieben Gebäude der Anlage effizient und gleichmäßig versorgt.

So funktioniert Dekarbonisierung

Dieses zukunftsorientierte Projekt ist sowohl aus ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht überzeugend: Mit jährlichen Betriebskosteneinsparungen von rund 25.000 Schweizer Franken werden sowohl die Siemens-Pensionskasse als auch die Anwohner davon profitieren. Das Projekt zeigt, wie das Heizsystem in einem bestehenden Gebäude — das, abgesehen von der Energieversorgung, nicht renoviert werden muss — modernisiert werden kann und dass es tatsächlich machbare Optionen für die herausfordernde Aufgabe gibt Dekarbonisierung. Zur Überwachung der Effizienz und des Energieverbrauchs wurde im Rahmen des Projekts ein modernes Energieüberwachungssystem von Siemens installiert. Dadurch kann die Leistung des Systems überwacht und sichergestellt werden.

Mit dieser Modernisierung sendet die Siemens-Pensionskasse ein klares Signal für Nachhaltigkeit und zeigt, wie technologische Innovationen zu einer umweltfreundlicheren und wirtschaftlich stabileren Zukunft beitragen können.

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Kontakt

Für weitere Informationen oder Anfragen wenden Sie sich bitte an Steffen Ringlau.