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Politisches Engagement bei Siemens

Wir arbeiten weltweit mit politischen Entscheidungsträgern zusammen, um digitale und nachhaltige Transformation zu fördern. Als unparteiisches Technologieunternehmen bringen wir unsere Expertise ein, fördern den transparenten Dialog und unterstützen Lösungen, die Menschen, Geschäft und Umwelt zugutekommen.

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Verantwortungsvolles politisches Engagement

Siemens politisches Engagement ist unparteiisch. Als ein führendes Technologieunternehmen arbeiten wir mit unseren Kunden an innovativen Lösungen für drängende globale Herausforderungen. Politische Leitlinien und Vorschriften wirken sich direkt auf unsere Produkte und Lösungen aus. Der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern ist deshalb außerordentlich wichtig, als Teil unserer sozialen Verantwortung und für unseren geschäftlichen Erfolg. Wir werden regelmäßig von Regierungen, internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und der Zivilgesellschaft um fachlichen Rat gebeten. Unser politisches Engagement unterliegt den hier dargestellten Richtlinien und erfolgt im Konsens mit dem Bekenntnis unseres Unternehmens zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Geschäftsführung.

Prioritäten für unser politisches Engagement

Wir priorisieren unsere politischen Aktivitäten auf der Grundlage unserer Geschäftsstrategien, unserer Innovationsfelder und unserer DEGREE Ziele , die eine digitale und nachhaltige Zukunft unterstützen. Dabei wollen wir politische Leitlinien oder Vorschriften fördern, die den Menschen, dem Planeten und der Wirtschaft zugutekommen, und gleichzeitig politisches Engagement vermeiden, das unseren Verpflichtungen widerspricht, beispielsweise für mehr Nachhaltigkeit wie in den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UNSDG) und dem Pariser Klimaschutzabkommen formuliert.

Wie in unserem auditierten Nachhaltigkeitsbericht (CSRD) für das vergangene Geschäftsjahr aufgeführt, beteiligte sich Siemens aktiv an der Gestaltung von politischen Leitlinien und Vorschriften, die die Digitalisierung und die nachhaltige Transformation vorantreiben. Wir unterstützten die Nutzung des Potenzials von Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit. So setzten wir uns in unseren Hauptmärkten beispielsweise für Vorgaben zur Dekarbonisierung der Industrie durch den Einsatz digitaler Technologien ein, die die Effizienz der Energie- und Ressourcennutzung sowie Kosteneffizienz steigern. Mit unserer Lobbyarbeit unterstützten wir auch Investitionen in eine saubere und effiziente Infrastruktur für Energie, Wasser, Gebäude und Verkehr. Ebenso sorgten wir für Verbesserungen im Bereich der Gesundheitsversorgung sowie resiliente Gesundheitssysteme, indem wir vor allem die Bedeutung innovativer Medizintechnik hervorhoben. Wir förderten auch Innovationen in Bereichen wie KI und Cybersicherheit, warnten jedoch vor einer übermäßigen Regulierung von Innovationen. Zudem setzten wir uns für industriepolitische Maßnahmen ein, die die Wettbewerbsfähigkeit verbessern, und begrüßten Initiativen zur Verringerung des Verwaltungsaufwands. Nicht zuletzt förderten wir auch einen fairen, offenen und berechenbaren Welthandel.

Nicht zuletzt förderten wir auch einen fairen, offenen und berechenbaren Welthandel, mit dem Ziel, Handelsvolatilität, die Fragmentierung von Lieferketten, geopolitische Konflikte sowie den technologischen Wettbewerb ausgewogen und nachhaltig zu adressieren. Seit 2020 verfügt Government Affairs über ein spezialisiertes Team für Geopolitik und internationale Beziehungen, das in einer Studie des World Economic Forum als Vorreiter in der unternehmerischen geopolitischen Beratung und Interessenvertretung gewürdigt wurde.

Bundestag, Berlin, Germany

Industrie der Zukunft

Deutschland braucht einen industriepolitischen Neustart, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Dr. Roland Busch, CEO der Siemens AG, präsentiert mit dem 10-Punkte-Plan eine wirtschaftspolitische Agenda für die Legislaturperiode 2025–2029. Im Fokus stehen Innovationsförderung, Investitionen in Zukunftstechnologien und der Abbau struktureller Hürden.

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Fünf Hebel für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige EU


Wir sind ein führendes Technologieunternehmen mit tiefen Wurzeln in Europa und setzen uns hier für die digitale und nachhaltige Transformation ein, denn diese wird auch die Wettbewerbsfähigkeit der EU stärken. Die aktuelle Europäische Legislaturperiode 2024-2029 braucht eine Neuausrichtung der Industriepolitik: Fünf Hebel sollen die politische Arbeit der EU ausrichten. (PDF in englischer Sprache)

Unsere Richtlinien für politisches Engagement


Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für Siemens‘ Dialog mit politischen Stakeholdern und delegiert die unternehmensweite Koordination und Governance an die Funktion für Regierungsangelegenheiten (Government Affairs). Innerhalb unserer Geschäfte und Landesgesellschaften ist der jeweilige Geschäfts- oder Landes-CEO für die Gewährleistung eines koordinierten Dialogs mit politischen Stakeholdern verantwortlich.

Die Funktion für Government Affairs gestaltet und koordiniert auch die Zusammenarbeit von Siemens mit externen Lobbyisten sowie die Mitgliedschaft in ausgewählten zwischengeschalteten Organisationen, wie Industrie- und Handelsverbänden oder Think Tanks. Aktivitäten im Zusammenhang mit dem politischen Engagement und den Lobbytätigkeiten des Unternehmens werden im Allgemeinen von Siemens-Mitarbeitenden durchgeführt, in erster Linie von Mitarbeitenden der Funktion für Government Affairs. In einigen Ländern sind Mitarbeitende aus verwandten Funktionen wie der Kommunikations- oder Rechtsabteilung zusätzlich für unsere Aktivitäten im Bereich Government Affairs verantwortlich.

Die Siemens Business Conduct Guidelines, spezielle Compliance-Richtlinien sowie die „Grundsätze für Sponsoring-Aktivitäten, Spenden, wohltätige Zuwendungen und Mitgliedschaften“ adressieren unser politisches Engagement und unsere Lobbytätigkeiten:

Insbesondere die Business Conduct Guidelines sichern Siemens‘ Null-Toleranz-Ansatz gegenüber Korruption, auch im politischen Umfeld, und sie verlangen, dass politische Aktivitäten überparteilich sind sowie ausschließlich der Unterstützung der Geschäftsziele von Siemens dienen.

Die Compliance-Richtlinien regeln den Genehmigungsprozess für Verträge mit externen Lieferanten über ein spezielles IT-Tool. Dies schließt auch externe Lobbyisten mit ein.

Die Richtlinien fordern die Vermeidung von Interessenkonflikten, wie sie sich beispielsweise aus Jobwechseln zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor ergeben können („Drehtür-Effekte“). Wie in unserem auditierten Nachhaltigkeitsbericht (CSRD) für das vergangene Geschäftsjahr aufgeführt, hatte „keines der im aktuellen Berichtszeitraum ernannten Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder von Siemens in den zwei Jahren vor seiner Ernennung eine vergleichbare Position in der öffentlichen Verwaltung inne.“

Die Compliance-Richtlinien schreiben zudem die Einhaltung geltender nationaler Transparenzanforderungen vor, wie die Eintragung in Transparenzregister.

Mit den unten aufgeführten Links [KB4] , können Sie die relevantesten Einträge von Siemens in Transparenz- und Lobbyregistern finden. Hier sind auch Mitgliedschaften in Verbänden aufgeführt, mit denen wir auf der jeweiligen nationalen, regionalen oder internationalen Ebene kooperieren:

Die „Grundsätze für Sponsoring-Aktivitäten, Spenden, wohltätige Zuwendungen und Mitgliedschaften“ regeln die Mitgliedschaft in zwischengeschalteten Organisationen. Dies beinhaltet auch die Genehmigungsprozesse für Mitgliedschaften mit Jahresbeiträgen von mehr als 5.000 € über ein spezielles IT-Tool. Sie verbieten ausdrücklich eine Mitgliedschaft des Unternehmens in politischen Parteien sowie direkte finanzielle Zuwendungen oder Sachleistungen, die „einen parteipolitischen Zweck oder eine parteipolitische Interessenvertretung unterstützen, etwa Wahlkampf-Veranstaltungen“.

Wie in unserem auditierten Nachhaltigkeitsbericht (CSRD) für das vergangene Geschäftsjahr aufgeführt: „Direkte politische Zuwendungen sind verboten. Potenzielle indirekte Zuwendungen, die „über zwischengeschaltete Organisationen geleistet werden, die mit bestimmten politischen Parteien oder Anliegen verbunden sind oder diese unterstützen“, werden von Siemens überwacht. Dieses Monitoring beinhaltet auch eine Durchsicht aller beauftragten externen Lobbyisten sowie Mitgliedschaften in zwischengeschalteten lobbyierenden Organisationen, deren jährlicher Mitgliedsbeitrag die Wesentlichkeitsschwelle von 5.000 € überschreitet. Im aktuellen Berichtszeitraum hat Siemens keine direkten oder indirekten finanziellen Zuwendungen oder Sachleistungen an politische Parteien, gewählte Vertreter oder Personen, die ein politisches Amt anstreben, getätigt.“

Allerdings können Siemens-Mitarbeiter im Rahmen der US-Gesetzgebung in den USA persönliche Spenden an das Siemens Corporation Political Action Committee (SCPAC) leisten. Dies sind keine Spenden der Siemens Corporation. Siemens darf entsprechend dem geltenden US-Bundeswahlgesetz administrative Unterstützung an SCPAC leisten, die die Kosten für den Betrieb der PAC einschließlich Lieferungen und anderer Betriebskosten (zum Beispiel Rechtskosten und Bankgebühren) umfasst, und tut dies auch. Weitere Informationen zum geltenden US-Bundeswahlgesetz finden Sie unter: www.fec.gov und www.fec.gov/rad/pacs/FederalElectionCommission-RAD-PACs.shtml (nur auf Englisch).

Politisches Engagement von Siemens Mitarbeitenden als Mandatsträger

Politisches Engagement ist für ein funktionierendes Gemeinwohl notwendig. Deshalb ermutigt und unterstützt Siemens Mitarbeitende, die die Gesellschaftsordnung mitgestalten und mitverantworten wollen, indem sie außerdienstlich ein politisches Mandat ausüben oder ehrenamtliche Aufgaben übernehmen. Wir sehen dies als Teil unserer gesellschaftspolitischen Verantwortung. Siemens hat eine interne Richtlinie veröffentlicht, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte regionaloffice.munich.de@siemens.com

Kontakte

Das globale Government Affairs-Team von Siemens steht unter der Leitung von Torsten Ende.

Bei allgemeinen Anfragen wenden Sie sich bitte an:
government-affairs.de@siemens.com

Bedenken hinsichtlich der Verletzung von Gesetzen und Regelungen (Compliance) können bei Siemens auf verschiedene Weisen gemeldet werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.