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Solid Siemens deep blue background color.

Politisches Engagement bei Siemens

Professional businessman presenting data on large screen during corporate presentation

Siemens ist parteipolitisch neutral. Wir arbeiten mit unseren Partnern in Unternehmen und Betrieben, um gemeinsam für drängende globale Herausforderungen innovative Lösungen zu finden. Daher ist der Dialog mit Politik und Wissenschaft im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung und für den Erfolg von Siemens außerordentlich wichtig. Wir werden regelmäßig von Regierungen, internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und der Zivilgesellschaft um fachlichen Rat gebeten. Unser politisches und externes Engagement unterliegt den hier dargestellten Richtlinien und erfolgt im Konsens mit dem Bekenntnis des Unternehmens zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Geschäftsführung.

Industrie der Zukunft

Deutschland braucht einen industriepolitischen Neustart, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Dr. Roland Busch, CEO von Siemens AG, präsentiert mit dem 10-Punkte-Plan eine wirtschaftspolitische Agenda für die Legislaturperiode 2025–2029. Im Fokus stehen Innovationsförderung, Investitionen in Zukunftstechnologien und der Abbau struktureller Hürden.

Bundestag, Berlin, Germany

Themen

Die Prioritäten unseres politischen Engagements legen wir in Einklang mit unserer Geschäftsstrategie und unseren Innovationsfeldern fest. Unsere Aktivitäten zur Interessensvertretung konzentrieren sich daher auf die Stärkung der digitalen und nachhaltigen Transformation.

Digitale Transformation

Siemens arbeitet mit politischen Entscheidungsträgern weltweit zusammen, um lösungsorientierte Entscheidungen zu fördern, die die digitale Transformation von Industrien, Infrastrukturen und ganzen Volkswirtschaften beschleunigt. Dabei steht die Realisierung von Chancen im Mittelpunkt, die Innovationen wie das „Internet der Dinge“ oder „künstliche Intelligenz“ bieten. Zudem unterstützt Siemens die Verbesserung der Sicherheit und des Schutzes von Daten, insbesondere von Unternehmen, Industrieanlagen und Infrastrukturen. Wir wollen das Vertrauen in die vernetzte und digitale Welt stärken.Zu den aktuellen Aktivitäten zählen:

  • Künstliche Intelligenz:
    Siemens engagiert sich bei der EU für die Förderung von Innovationen in KI-Exzellenzzentren sowie für mehr Vertrauen in KI. Dazu begleiten wir den öffentlichen Diskurs zur Anwendung von KI, z.B. in der deutschen KI-Strategie.
  • Cyber Security: Die Initiative Charter of Trust, vorgestellt im Februar 2018 auf der Münchner Sicherheitskonferenz, beschreibt den Rahmen für eine sichere digitale Welt. Siemens nimmt hier eine Vorreiterstellung als Thought Leader ein.
  • Daten: Im Rahmen der Europäischen Daten- und Cloudstrategie setzt Siemens sich für eine Vereinfachung der Datenübertragung innerhalb der EU ein. Wir steuern Expertise zu den Bestrebungen der EU bei, Europäische Datenräume zu schaffen, vor allem in den vertikalen Industriesektoren.
  • Digital Twins / Building Twins zeigen virtuelle 3D Modelle von Gebäuden bevor sie tatsächlich gebaut werden. So können bereits während der Planung Effizienz und Nachhaltigkeit bewertet und optimiert werden. Siemens setzt sich deswegen einerseits dafür ein, dass öffentliche Ausschreibungen der EU für Neubauten und Renovierungen Gebäudemodellierungen als Prämisse setzen. Andererseits hält Siemens eine Anreizsetzung der Politik für sinnvoll, damit sich die Anwendung von Building Twins schneller verbreitet und so Ressourcen geschont werden können.
Factory and robotics
Father and son charging e-vehicle

Nachhaltige Transformation

Wir sind davon überzeugt, dass digitale Technologien die stärksten Beschleuniger und Wegbereiter für eine nachhaltige Zukunft sind. Auf Kundenseite ermöglichen bereits über 90 Prozent des Siemens-Geschäfts positive Auswirkungen auf Nachhaltigkeit: Mithilfe der im Geschäftsjahr 2023 verkauften Siemens-Technologien werden Kunden rund 190 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermeiden – eine Tatsache, die extern auditiert und im Siemens Nachhaltigkeitsbericht ausgewiesen wird.

Darüber hinaus ist Siemens selbst Vorreiter bei Nachhaltigkeit und treibt sein Engagement voran. Bereits 2015 hatte Siemens als eines der ersten globalen Industrieunternehmen angekündigt, sein operatives Geschäft bis 2030 klimaneutral zu gestalten. Zudem unterstützt Siemens öffentlich die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UNSDG) und das Pariser Klimaschutzabkommen.

Mit unserem DEGREE-Rahmenwerk verfolgen wir zudem für unser Unternehmen selbst einen ganzheitlichen Ansatz für Nachhaltigkeit in all unseren Geschäften weltweit. Wir setzen dabei klare Ziele (KPI), deren Erreichen wir jährlich messen, auditieren und veröffentlichen.

Das Siemens-Team für Government Affairs arbeitet mit politischen Entscheidungsträgern weltweit zusammen, um eine Politik der Nachhaltigkeit zu stärken und die Chancen zu realisieren, die innovative Technologien dafür bieten. Insbesondere unterstützen wir Politikvorhaben, die Dekarbonisierung, Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft forcieren. Zudem bringen wir lösungsorientierte Erfahrungen in den politischen Diskurs ein, die Siemens selbst mit Nachhaltigkeits-Hebeln sammelt wie Energieeffizienz, dezentralen Energiesystemen, Fahrzeugflotten-Optimierung oder erneuerbaren Energien.

A Sustainable and Competitive EU

Hier finden Sie weitere Beispiele der Themen unseres politischen Engagements:

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„Als weltweit agierendes Unternehmen ist der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern von großer Bedeutung für den Erfolg unseres Unternehmens. Hierbei verhalten wir uns stets politisch neutral und beachten die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie unsere internen Compliance- Vorgaben.“
- Siemens Business Conduct Guidelines (SBCG), Abschnitt G.1. Fairer Wettbewerb: Integres Verhalten ist für uns selbstverständlich.

Leitprinzipien

Siemens ist in fast allen Ländern der Welt tätig – wobei unsere Kunden sowohl dem privaten als auch dem öffentlichen Sektor angehören und die unterschiedlichsten Industriezweige abdecken.

Damit ist Siemens von der Ausgestaltung politischer Programme und Inhalte, von Regulierungen und Gesetzgebung direkt betroffen. Deshalb ist der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern für den Erfolg unseres Unternehmens von großer Bedeutung und Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung.

Siemens definiert politische Aktivitäten als jede Kommunikation, inhaltliche Interessenvertretung und gezielte Beeinflussung („Lobbying“) gegenüber politischen Entscheidern, Institutionen und Behörden (zusammenfassend „politische Entscheidungsträger“). Dies ist unabhängig davon, ob die politische Aktivität direkt durch Siemens-Mitarbeiter oder indirekt über unsere Mitgliedschaften in Verbänden und die Nutzung von externen Dienstleistern erfolgt. Diese Aktivitäten sind an den Zielen und Positionen unseres Unternehmens ausgerichtet und werden auf koordinierte und konsistente Weise durchgeführt, entsprechend den nachfolgenden Grundsätzen und Richtlinien.

Governance und Verantwortlichkeit

„Wir sind offen und ehrlich. Wir stehen zu unserer Verantwortung, sind zuverlässig und machen nur Zusagen, die wir einhalten können.“
- SBCG, Abschnitt C. Wir schaffen Vertrauen

Die Gesamtverantwortung für den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern liegt beim Vorstand der Siemens AG, der die dafür erforderlichen unternehmensweiten Koordinierungsaufgaben sowie die notwendige Richtlinienkompetenz einer eigenen Abteilung „Government Affairs" (GA) übertragen hat. Die Abteilung GA ist Teil des „CEO Office“, welches direkt an den Siemens Vorstandsvorsitzenden Dr. Roland Busch berichtet.

Die zentrale GA Abteilung – sowie die lokalen Einheiten in unseren Regionalgesellschaften – ist für die Entwicklung von Strategien zur Vertretung von Siemens-Interessen im politischen Raum verantwortlich. Des Weiteren berät und unterstützt GA das Management bei der Kommunikation und Interessenvertretung gegenüber politischen Entscheidungsträgern. Eine weitere GA Aufgabe ist das Steuern und Koordinieren unserer Mitgliedschaften in einschlägigen Branchenverbänden.

Siemens verfolgt einen integrierten Ansatz zur Steuerung politischer Aktivitäten in Übereinstimmung mit unseren unternehmensweiten Compliance-Vorgaben. Unsere Mitarbeiter müssen stets die Gesetze und Vorschriften der Rechtssysteme einhalten, in denen sie tätig sind. Compliance ist zudem durch unsere obligatorischen Siemens Business Conduct Guidelines (BCG) in unserem gesamten Unternehmen fest verankert. Die BCG enthalten die Grundsätze und Regeln für die Art und Weise wie wir in unserem Unternehmen und in Beziehung zu unseren Partnern und der Öffentlichkeit handeln. Weitere Details sind auf unserer Compliance Internetseite, in unserem DEGREE-Rahmenwerk für Nachhaltigkeit und im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht beschrieben.

Leitlinien für den Wechsel von Mitarbeitern in und aus dem öffentlichen Dienst – sogenannter „Drehtür“-Effekt

Siemens hat interne Leitlinien rund um den so genannten „Drehtür“-Effekt zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor eingeführt, um beispielsweise Interessenkonflikte zu vermeiden. In Bezug auf diese Leitlinien gelten unter anderem folgende Grundsätze:

  • Prüfung und Wahrung rechtlicher Anforderungen
  • Gründliche Themen- und Sachprüfung (bisherige Tätigkeit vs. angestrebte Position), zur Vermeidung von Interessenkonflikten – die Abteilungen Government Affairs und Legal & Compliance werden in jede Entscheidung einbezogen
  • Transparenter und dokumentierter Auswahlprozess
  • Siemens Business Conduct Guidelines müssen stets beachtet werden
  • Im Zusammenhang geforderter „Karenzzeiten“ halten wir uns bei Siemens an die jeweiligen lokalen Bestimmungen

Politisches Engagement von Siemens Mitarbeitenden als Mandatsträger

Politisches Engagement ist für ein funktionierendes Gemeinwohl notwendig. Deshalb ermutigt und unterstützt Siemens Mitarbeitende, die die Gesellschaftsordnung mitgestalten und mitverantworten wollen, indem sie außerdienstlich ein politisches Mandat ausüben oder ehrenamtliche Aufgaben übernehmen. Wir sehen dies als Teil unserer gesellschaftspolitischen Verantwortung. Siemens hat eine interne Richtlinie veröffentlicht, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte unser Regionalbüro München regionaloffice.munich.de@siemens.com

Kontakte

Das globale Government Affairs-Team steht unter der Leitung von Torsten Ende.

Bei Anfragen wenden Sie sich bitte an: government-affairs.de@siemens.com

Bedenken hinsichtlich der Verletzung von Gesetzen und Regelungen (Compliance) können auf verschiedene Weisen gemeldet werden. Mehr Informationen hier.

Das globale Government Affairs-Team von Siemens steht unter der Leitung von Torsten Ende.

Bei allgemeinen Anfragen wenden Sie sich bitte an:
government-affairs.de@siemens.com

Bedenken hinsichtlich der Verletzung von Gesetzen und Regelungen (Compliance) können bei Siemens auf verschiedene Weisen gemeldet werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.