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Salzburg | Juli und August 2026

Siemens Festspiel Nächte

Programm 15.8.-21.8.2026

Samstag 15. August, 10:00 Uhr

ORCHESTERKONZERT

Wiener Philharmoniker/Tugan Sokhiev (Salzburger Festspiele 2026, Großes Festspielhaus). Eine Produktion von ORF und UNITEL.

SIEMENS FRÜHSTÜCKS KONZERT

Programm

MAURICE RAVEL Konzert für Klavier und Orchester G-Dur
CLAUDE DEBUSSY La Mer – Trois esquisses symphoniques
SERGEJ PROKOFJEW Suite aus dem Ballett Romeo und Julia op. 64

Dirigent: Tugan Sokhiev
Orchester: Wiener Philharmoniker
Mit: Lang Lang (Klavier)
Dauer: 90 Minuten

Siemens Festspiel Nächte ORCHESTERKONZERT 2026
Samstag 15. August, 20:00 Uhr

CARMEN

Opéra-comique in vier Akten von Georges Bizet (Salzburger Festspiele 2026, Großes Festspielhaus – in französischer Sprache). Eine Produktion von ORF, BR/ARTE und UNITEL.

LIVE
In Carmen treffen wir auf eine Außenseiterin, die kompromisslos nach Freiheit im Leben und Lieben sucht – bis zum gewalttätigen Tod durch ihren verlassenen früheren Geliebten Don José. José spürt sofort die Macht, die Carmen auf ihn ausübt. Er wird ihr mit jeder Faser verfallen, zum Deserteur und Kriminellen werden, um ihr nah zu sein. Und als sie sich von ihm abwendet und ein Verhältnis mit dem Stierkämpfer Escamillo eingeht, wird er sie töten … Die Regisseurin und Choreografin Gabriela Carrizo macht sich auf die Suche nach der Identität und den Motiven dieser zum Mythos gewordenen Frau und nimmt in ihrer Inszenierung Carmens Perspektive ebenso in den Fokus wie diejenige Josés. Wie in den Arbeiten für ihre Tanztheater-Kompanie Peeping Tom zoomt sie dabei tief in die Psyche und das Unbewusste der Figuren hinein. Über die Darstellung einer fatalen Zweierbeziehung hinaus geht es Carrizo darum, spürbar zu machen, welchen Anteil das Umfeld an der Dynamik der Geschichte und deren tragischem Ausgang hat.

Besetzung
Dirigent: Teodor Currentzis | Regie: Gabriela Carrizo (Peeping Tom) | Orchester: Utopia | Dauer: 165 Minuten | Mit: Asmik Grigorian (Carmen), Jonathan Tetelman (Don José), Kristina Mkhitaryan (Micaëla), Davide Luciano (Escamillo), Iveta Simonyan (Frasquita), Anita Monserrat (Mercédès), Matthias Winckhler (Zuniga), Liviu Holender (Moralès), Michael Arivony (Le Dancaïre), Mingjie Lei (Le Remendado)

Siemens Festspiel Nächte CARMEN 2026

Jonathan Tetelman als Don José.

Sonntag 16. August, 20:00 Uhr

ARIADNE AUF NAXOS

Oper in einem Aufzuge nebst einem Vorspiel von Richard Strauss (Salzburger Festspiele 2026, Haus für Mozart – in deutscher Sprache). Eine Produktion von ORF, 3sat, NHK und UNITEL.

Ariadne auf Naxos in einem Mars-Theater, die reiche Wiener Dekadenz verloren im Weltall. Für sein Regie-Debüt bei den Salzburger Festspielen verlegt Ersan Mondtag die Oper von Richard Strauss in die Traumwelt heutiger Milliardäre. In einem luftdichten Palast auf dem roten Planeten ergeben das satirische Vorspiel um maßlose Eitelkeiten und die folgende Liebesoper nach einem mythologischen Stoff ein stimmiges Porträt der Gegenwart. Hofmannsthal hat sich in dieser Doppel-Oper aus Gesellschaftssatire (im Vorspiel) und tragödienhaftem Musiktheater (im folgenden Einakter) textlich sehr pointiert mit Menschen befasst, die glauben, dass mit Geld alles zu kaufen sei. – Und Strauss komponiert nach dem heiter beschwingten Parlando des Vorspiels die festliche „Opernaufführung“ in einem klassischen Stil, der unterschiedliche Genres und Vorgänger zitiert und darin den Sieg der Hochkultur feiert. In diesem Übergang von Parodie zu Persönlichkeit lässt sich intensiv fühlen, warum Geldvermehrung und Geist zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.

Besetzung
Dirigent: Manfred Honeck | Regie: Ersan Mondtag | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 135 Minuten | Mit: Kate Lindsey (Der Komponist), Christina Nilsson (Primadonna/Ariadne), Eric Cutler (Der Tenor/Bacchus), Ziyi Dai (Zerbinetta), Johannes Silberschneider (Der Haushofmeister), Christoph Pohl (Ein Musiklehrer), Jonas Hacker (Ein Tanzmeister) u.a.

Siemens Festspiel Nächte ARIADNE AUF NAXOS

Unter der musikalischen Leitung von Manfred Honeck.

Montag 17. August, 20:00 Uhr

KÁŤA KABANOVÁ

Eine Oper von Leoš Janáček (Salzburger Festspiele 2022, Felsenreitschule – in tschechischer Sprache). Eine Produktion von ORF, 3sat und UNITEL.

Eine junge Frau in einer Atmosphäre der Repression und Erstarrung: Seit ihrer Heirat mit Tichon lebt Káťa in einer klaustrophobischen Umgebung, die von ihrer despotischen Schwiegermutter Kabanicha und der Enge des kleinstädtischen Milieus bestimmt wird. Als sie sich auf eine Affäre mit Boris einlässt, brechen Bedürfnisse auf, die über die Sehnsucht nach erfüllter Liebe weit hinausgehen. Zu leben, das scheint Káťa nun unmöglicher denn je. Leoš Janáček widmete sich der Protagonistin seiner Oper Káťa Kabanová (1921) mit dem feinen Sensorium, das er für alle seine großen Frauenfiguren aufbrachte. Seine unverwechselbare musikdramatische Sprache vermittelt Charaktere, Psychologie und Atmosphäre in konzentriertester Form und geht in ihrer nackten Direktheit und Kraft unmittelbar unter die Haut.

Besetzung
Dirigent: Jakub Hrůša | Regie: Barrie Kosky | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 165 Minuten | Mit: Jens Larsen (Dikoj), David Butt Philip (Boris), Evelyn Herlitzius (Kabanicha), Jaroslav Březina (Tichon), Corinne Winters (Káťa), Benjamin Hulett (Kudrjas), Jarmila Balážová (Varvara)

Siemens Festspiel Nächte KÁŤA KABANOVÁ

Die Sopranistin und Schauspielerin Corinne Winters als Káťa.

Dienstag 18. August, 20:00 Uhr

DIE ZAUBERFLÖTE

Eine deutsche Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart (Salzburger Festspiele 2006, Großes Festspielhaus). Eine Produktion von BFMI, ORF und UNITEL.

Als sich am 4. August 2006 der Vorhang für Pierre Audis Neuinszenierung der Zauberflöte hob, bedeutete dies ein weiteres Jubiläum mitten im Mozartjahr: Es wurde damit die 200. Aufführung dieses Klassikers im Rahmen der Salzburger Festspiele gefeiert. Die Erfolgsgeschichte der Zauberflöte begann schon mit der Wiener Uraufführung 1791 in Schikaneders Freihaustheater, die Mozart selbst dirigierte. Im Großen Festspielhaus dirigierte Maestro Riccardo Muti das Märchenspiel vom Triumph der Vernunft und des Humanismus. Paul Groves singt den edlen Prinz Tamino, Genia Kühmeier ist als Pamina zu erleben. Die Königin der Nacht verkörpert Diana Damrau, und ihren Gegenspieler, den vermeintlich bösen Sarastro, der sich als Hüter der wahren Menschlichkeit entpuppt, singt der großartige René Pape.

Besetzung
Dirigent: Riccardo Muti | Regie: Pierre Audi | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 180 Minuten | Mit: Paul Groves (Tamino), Genia Kühmeier (Pamina), René Pape (Sarastro), Christian Gerhaher (Papageno), Irena Bespalovaite (Papagena), Diana Damrau (Königin der Nacht)

Siemens Festspiel Nächte DIE ZAUBERFLÖTE

Genia Kühmeier als Pamina mit Christian Gerhaher als Papageno.

Mittwoch 19. August, 20:00 Uhr

LA CLEMENZA DI TITO

Opera seria in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart (Salzburger Festspiele 2017, Felsenreitschule – in italienischer Sprache). Eine Produktion von ORF, 3sat und UNITEL.

Bei seinem Regie-Comeback mit Mozarts letzter Oper La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen 2017 hat Peter Sellars zusammen mit dem „jungen Wilden“ Teodor Currentzis am Pult eine packende, kluge und vielschichtige Aktualisierung des Stoffs vom altrömischen Kaiser Titus vorgelegt, die ihn neu und dicht an unserer gesellschaftlichen Realität erzählt. Der Regisseur zeigt Servilia und Sesto als zwei Figuren aus einem Flüchtlingstreck, an denen Titus Gefallen findet. Doch das Vertrauen wird missbraucht und führt zum Anschlag gegen den Herrscher. Auch musikalisch wurde die Oper mit Ausschnitten aus der c-Moll-Messe und der Maurerischen Trauermusik erweitert. Das Resultat wurde bei der Premiere mit frenetischem Beifall belohnt. Die Kritik schrieb von einem „aufwühlenden“ Opernabend: „Mozart sorgt in Salzburg wieder für Gänsehaut.“

Besetzung
Dirigent: Teodor Currentzis | Regie: Peter Sellars | Orchester: musicAeterna | Dauer: 167 Minuten | Mit: Russell Thomas (Tito), Golda Schultz (Vitellia), Christina Gansch (Servilia), Marianne Crebassa (Sesto), Jeanine De Bique (Annio), Willard White (Publio)

Siemens Festspiel Nächte LA CLEMENZA DI TITO

Russell Thomas als Tito Vespasiano und Marianne Crebassa als Sesto.

Donnerstag 20. August, 17:30 Uhr

JEDERMANN

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal (Salzburger Festspiele 2013, Domplatz – in deutscher Sprache). Eine Produktion von ORF und UNITEL.

Es war das heiß diskutierte Ereignis der Salzburger Festspiele 2013: die vom britisch-amerikanischen Regieduo Julian Crouch und Brian Mertes verantwortete Neuinszenierung von Hofmannsthals Jedermann. Sie beginnt faszinierend als Einzug einer Gauklertruppe mit Live-Musik und allerhand Gruselmasken, die dann das „Spiel vom Sterben des reichen Mannes” zeigt. Mit Cornelius Obonya als neuen Jedermann und Brigitte Hobmeier als betörende Buhlschaft. Sie rauscht mit einem vergoldeten Fahrrad auf den Domplatz – eine sexy Wildkatze für den reichen Prasser. Die weitere Besetzung trumpft mit einer Reihe von Filmstars auf wie Peter Lohmeyer als Tod, Simon Schwarz als Teufel, Jürgen Tarrach als Mammon und Johannes Silberschneider als Armer Nachbar. Gott ist diesmal eine Frau, gespielt von Florentina Rucker.

Besetzung
Regie: Julian Crouch/Brian Mertes | Dauer: 124 Minuten | Mit: Cornelius Obonya (Jedermann), Brigitte Hobmeier (Buhlschaft), Florentina Rucker (Gott), Peter Lohmeyer (Tod), Simon Schwarz (Teufel), Sarah Viktoria Frick (Werke)

Siemens Festspiel Nächte JEDERMANN 2013

Cornelius Obonya und Brigitte Hobmeier auf dem Domplatz.

Freitag 21. August, 10:00 Uhr

BASTIEN & BASTIENNE

Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart (Salzburger Festspiele 2006). Eine Produktion von BFMI und UNITEL in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Marionettentheater.

SIEMENS KINDER PROGRAMM
Bereits mit zwölf Jahren schrieb Mozart in Wien das Singspiel Bastien und Bastienne: Das Liebesglück der jungen Schäferin Bastienne und des jungen Schäfers Bastien ist getrübt, seit ein reiches Edelfräulein aus der Stadt die Aufmerksamkeit Bastiens zu fesseln versteht. Doch der Rat des weisen Zauberers Colas und ganz besonders die nie erlöschende Liebe des Schäferpaares lassen die Geschichte schlussendlich doch noch gut ausgehen.

Besetzung
Dirigentin: Elisabeth Fuchs
Regie: Thomas Reichert
Dauer: 108 Minuten

Siemens Festspiel Nächte BASTIEN & BASTIENNE

Das Puppenspiel unter der Regie von Thomas Reichert.

Freitag 21. August, 20:00 Uhr

MARIA STUARDA

Tragedia lirica in zwei Akten von Gaetano Donizetti (Salzburger Festspiele 2025, Großes Festspielhaus – in italienischer Sprache). Eine Produktion von ORF, NHK und UNITEL.

Gaetano Donizettis Belcanto-Oper Maria Stuarda (1835) erzählt vom Machtkampf zwischen zwei historischen Königinnen des 16. Jahrhunderts: Maria Stuart von Schottland und Elisabeth I. von England. Was diese beiden Frauen auf ewig aneinander bindet, ist ein schrecklicher Fakt: Eine von ihnen muss sterben. Die tödliche Feindschaft entzündet sich an dieser einen Frage: Wem gehört der englische Thron? Donizettis Belcanto-Oper basiert auf Schillers Tragödie Maria Stuart, konzentriert sich aber noch stärker auf das Gefühlsleben der beiden Gegenspielerinnen, zusammengedrängt auf die letzten 24 Stunden vor der Unterzeichnung des Todesurteils und der Hinrichtung Marias. In dieser kurzen Zeitspanne erleben sie alle nur denkbaren emotionalen Extreme: das Glücksgefühl des Triumphs, den depressiven Zusammenbruch, peinigende Selbstbefragung, lockende Aussicht auf Befreiung und lähmende Todesangst. In der von radikalem Formbewusstsein geprägten Neuinszenierung von Ulrich Rasche sind zwei Königinnen des Gesangs – Kate Lindsey und Lisette Oropesa – in den Glanzrollen von Maria Stuart und Elisabeth I. zu erleben.

Besetzung
Dirigent: Antonello Manacorda | Regie: Ulrich Rasche | Orchester: Wiener Philharmoniker | Chor: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor | Dauer: 138 Minuten | Mit: Kate Lindsey (Elisabetta), Lisette Oropesa (Maria Stuarda), Bekhzod Davronov (Roberto, Graf von Leicester), Aleksei Kulagin (Giorgio Talbot), Thomas Lehman (Lord Guglielmo Cecil)

Siemens Festspiel Nächte MARIA STUARDA 2

Elisabetta (Kate Lindsey) and Maria Stuarda (Lisette Oropesa).

Programmübersicht

Hier finden Sie die Programmübersicht und alle weiteren Informationen rund um die Veranstaltung.