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Salzburg | Juli und August 2026

Siemens Festspiel Nächte

Programm 8.8.-14.8.2026

Samstag 8. August, 10:00 Uhr

ORCHESTERKONZERT

c-Moll Messe, Les Musiciens du Prince – Monaco/Gianluca Capuano (Salzburger Festspiele 2025, Stiftskirche St. Peter). Eine Koproduktion von SWR/ARTE, ORF und UNITEL.

SIEMENS FRÜHSTÜCKS KONZERT

Programm
WOLFGANG AMADEUS MOZART Litaniae Lauretanae B.M.V. für Soli, gemischten Chor, Orchester und Orgel KV 109 Missa c-Moll KV 427 (Fragment)

Dirigent: Gianluca Capuano
Orchester: Les Musiciens du Prince – Monaco
Dauer: 76 Minuten
Mit: Mélissa Petit (Sopran I), Patricia Nolz (Sopran II), Anthony León (Tenor), José Coca Loza (Bass) und Il Canto di Orfeo

Siemens Festspiel Nächte ORCHESTERKONZERT 8. August
Samstag 8. August, 20:00 Uhr

CARMEN

Opéra-comique in vier Akten von Georges Bizet (Salzburger Festspiele 2026, Großes Festspielhaus – in französischer Sprache). Eine Produktion von ORF, BR/ARTE und UNITEL.

LIVE
In Carmen treffen wir auf eine Außenseiterin, die kompromisslos nach Freiheit im Leben und Lieben sucht – bis zum gewalttätigen Tod durch ihren verlassenen früheren Geliebten Don José. José spürt sofort die Macht, die Carmen auf ihn ausübt. Er wird ihr mit jeder Faser verfallen, zum Deserteur und Kriminellen werden, um ihr nah zu sein. Und als sie sich von ihm abwendet und ein Verhältnis mit dem Stierkämpfer Escamillo eingeht, wird er sie töten … Die Regisseurin und Choreografin Gabriela Carrizo macht sich auf die Suche nach der Identität und den Motiven dieser zum Mythos gewordenen Frau und nimmt in ihrer Inszenierung Carmens Perspektive ebenso in den Fokus wie diejenige Josés. Wie in den Arbeiten für ihre Tanztheater-Kompanie Peeping Tom zoomt sie dabei tief in die Psyche und das Unbewusste der Figuren hinein. Über die Darstellung einer fatalen Zweierbeziehung hinaus geht es Carrizo darum, spürbar zu machen, welchen Anteil das Umfeld an der Dynamik der Geschichte und deren tragischem Ausgang hat.

Besetzung
Dirigent: Teodor Currentzis | Regie: Gabriela Carrizo (Peeping Tom) | Orchester: Utopia | Dauer: 165 Minuten | Mit: Asmik Grigorian (Carmen), Jonathan Tetelman (Don José), Kristina Mkhitaryan (Micaëla), Davide Luciano (Escamillo), Iveta Simonyan (Frasquita), Anita Monserrat (Mercédès), Matthias Winckhler (Zuniga), Liviu Holender (Moralès), Michael Arivony (Le Dancaïre), Mingjie Lei (Le Remendado)

Siemens Festival Nights Carmen 2

Asmik Grigorian als Carmen.

Sonntag 9. August, 20:00 Uhr

DIE ZAUBERFLÖTE

Deutsche Oper in zwei Aufzügen von W. A. Mozart (Salzburger Festspiele 1997, Felsenreitschule – in deutscher Sprache). Eine Produktion des ORF.

In einer unwirtlichen Felsengegend fällt der edle Prinz Tamino angesichts einer monströsen, ihm nach dem Leben trachtenden Schlange in Ohnmacht. Als er wieder aufwacht, ist er mit einem wundersamen Kerl im Federkleid namens Papageno, drei ebenso seltsamen Damen und einer grandios singenden Königin der Nacht konfrontiert, die ihm die „Mission Impossible“ erteilt, ihre Tochter aus den Klauen eines Schurken namens Sarastro, dem Chef des Sonnentempels, zu befreien. – Das ist der Beginn einer musikalischen Abenteuerreise, an deren Ende sich der vermeintliche Schurke Sarastro als Hüter von Vernunft und Humanität entpuppt. In der bildmächtigen Inszenierung von Achim Freyer werden die Zuschauer im Gegensatz zu vielen anderen Versionen tatsächlich in ein phantastisches Zauberland geführt, in dem ein furioser Kampf zwischen Gut und Böse tobt.

Besetzung
Dirigent: Christoph von Dohnányi | Regie: Achim Freyer | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 168 Minuten | Mit: René Pape (Sarastro), Michael Schade (Tamino), Natalie Dessay (Königin der Nacht), Sylvia McNair (Pamina), Matthias Goerne (Papageno), Olga Schalaewa (Papagena)

Siemens Festspiel Nächte DIE ZAUBERFLÖTE 1997

Sylvia McNair als Pamina und Michael Schade als Tamino.

Montag 10. August, 17:30 Uhr

JEDERMANN

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal (Salzburger Festspiele 2010, Domplatz – in deutscher Sprache). Eine Produktion des ORF.

Die spektakuläre Umbesetzung in Christian Stückls erfolgreicher Neudeutung des Jedermann aus dem Jahre 2002 hat voll eingeschlagen: Die Burgtheater-Stars Nicholas Ofczarek als reicher Prasser Jedermann und Birgit Minichmayr als elektrisierende Buhlschaft bildeten ein glamouröses, von der Presse bejubeltes Traumpaar der Salzburger Festspiele. Der Medienrummel um die beiden Spitzen-Schauspieler kannte keine Grenzen. Was nichts daran ändert, dass Stückls Inszenierung konsequent mit einigen Gepflogenheiten der Salzburger Aufführungstradition gebrochen hat und den christlichen Grundgedanken des Mysterienspiels prägnant herausarbeitet: Was ist der Mensch im Angesicht des Todes? Gott erscheint hier selbst – als armer Nachbar, ein Penner mit Plastiktüten.

Besetzung
Regie: Christian Stückl | Dauer: 120 Minuten | Mit: Nicholas Ofczarek (Jedermann), Birgit Minichmayr (Buhlschaft), Martin Reinke (Gott), Ben Becker (Tod), Peter Jordan (Guter Gesell/Teufel), Angelika Richter (Gute Werke)

Siemens Festspiel Nächte JEDERMANN 2010

Birgit Minichmayr & Nicholas Ofczarek.

Dienstag 11. August, 21:00 Uhr

ORPHÉE AUX ENFERS

Opéra-bouffon in zwei Akten und vier Bildern von Jacques Offenbach (Salzburger Festspiele 2019, Haus für Mozart – in französischer und deutscher Sprache). Eine Produktion von ORF, ZDF/ARTE und UNITEL.

Barrie Kosky, ehemaliger Intendant der Komischen Oper Berlin und einer der erfolgreichsten Opernmacher der Zeit, hat sich 2019 bei den Salzburger Festspielen furios mit Orphée aux enfers, dem Prototyp der „Offenbachiade“, also der Ur-Operette schlechthin, vorgestellt. Die „toll-dreiste Mythenparodie“, von Émile Zola einst als „Feuer der Respektlosigkeit“ gegeißelt, verspricht Spaß auf der ganzen Linie. Denn Eurydike, die zentrale Figur, hasst die durch ihren Gemahl personifizierte Musik. Und Orpheus selbst ist nicht mehr als ein kleiner, fader Musiklehrer aus Theben; Aristaeus, der göttliche Verführer, ist ein schauspielernder Honighändler, und Jupiter, der „Vater der Götter“, ein geiler Bock und unablässig auf der Pirsch. Offenbachs beißender Hohn auf bürgerliche Ideale und die Institution der Ehe wird glänzend ins Licht gerückt.

Besetzung
Dirigent: Enrique Mazzola | Regie: Barrie Kosky | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 140 Minuten | Mit: Marcel Beekman (Aristée/ Pluton), Martin Winkler (Jupiter), Joel Prieto (Orphée), Kathryn Lewek (Eurydice), Max Hopp (John Styx), Anne Sofie von Otter (L’Opinion publique)

Siemens Festspiel Nächte ORPHÉE AUX ENFERS

Kathryn Lewek als Eurydice und Max Hopp als John Styx in Aktion.

Mittwoch 12. August

KEINE VORSTELLUNG

Aufgrund des UEFA Supercups entfällt die Veranstaltung.

Siemens Festival>Nights - Impressions
Donnerstag 13. August, 20:00 Uhr

DON GIOVANNI

Dramma giocoso in zwei Akten von W. A. Mozart (Salzburger Festspiele 2021, Großes Festspielhaus – in italienischer Sprache). Eine Produktion von ORF, ZDF/ARTE, NHK und UNITEL.

Don Giovanni zählt ‒ wie die beiden anderen Werke des Mozart‘schen Da Ponte-Zyklus und der Jedermann – zum zentralen Bestandteil der DNA der Salzburger Festspiele. 1922 stand Don Juan (damals in deutscher Sprache) als erste Oper überhaupt auf dem Programm der Salzburger Festspiele: eine Aufführung der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Richard Strauss. 2021 erwartet uns eine neue Lesart dieses Meisterwerks, das zu jeder Zeit immer neue aktuelle Deutungen provozierte: Regisseur Romeo Castellucci und Dirigent Teodor Currentzis fordern ein neues Sehen und ein neues Hören der „Oper aller Opern“ heraus. Sich Don Giovanni anzunähern bedeutet für sie, sich der Mehrdeutigkeit und Komplexität sowie dem inneren Ungleichgewicht zu stellen, die Mozart dem Protagonisten seiner Oper verleiht. Vitalität und Zerstörung: In dieser Ambivalenz sehen sie die Faszination der Figur. Die Protagonisten rund um Don Giovanni versuchen sie in ihren scharf voneinander abgesetzten Charakteren und musikalischen Physiognomien sowie ihrem jeweiligen Verhältnis zum Titelhelden zu fassen, ohne dabei das komische Element des „dramma giocoso“ zu verleugnen.

Besetzung
Dirigent: Teodor Currentzis | Regie: Romeo Castellucci | Orchester: MusicAeterna | Dauer: 211 Minuten Mit: Davide Luciano (Don Giovanni), Mika Kares (Il Commendatore), Nadezhda Pavlova (Donna Anna), Michael Spyres (Don Ottavio), Federica Lombardi (Donna Elvira), Vito Priante (Leporello), David Steffens (Masetto), Anna Lucia Richter (Zerlina)

Siemens Festspiel Nächte DON GIOVANNI

Regie: Romeo Castellucci.

Freitag 14. August, 10:00 Uhr

DIE KLUGE

Oper für Kinder von Carl Orff in einer Textbearbeitung von Armela Madreiter und in einer reduzierten Fassung von Wilfried Hiller und Paul Leonhard Schäffer (Festspiele 2024, Schauspielhaus Salzburg – in deutscher Sprache). Eine Produktion der Salzburger Festspiele.

SIEMENS KINDER PROGRAMM
„Oh hätt‘ ich meiner Tochter nur geglaubt!“, klagt der Vater. Sie hat ihn vor dem Misstrauen des Königs gewarnt … Nachdem der Vater einen wertvollen Fund gemacht hat, beschuldigt ihn der König, einen Teil behalten zu haben. Nun sitzt er im Kerker. Der König hört das Wehklagen des Mannes und lässt dessen Tochter kommen. Drei Rätsel stellt er ihr, die sie mühelos löst. Beeindruckt von ihrer Klugheit nimmt er sie zur Frau. Als sie ein erneutes Fehlurteil des Königs offenlegt, wird sie verstoßen. Nur „das, woran ihr Herz am meisten hängt“, darf sie mitnehmen … Neun Darsteller:innen und ein 15-köpfiges Orchester gehen den drängenden Fragen nach Recht und Unrecht, Macht und Ohnmacht für ein junges Publikum nach. Und der Frage aller Fragen: Was nimmt die Kluge mit?

Besetzung
Dirigentin: Anna Handler
Regie: Giulia Giammona
Dauer: 90 Minuten

Siemens Festspiel Nächte DIE KLUGE

Giulia Giammona führt die Regie.

Freitag 14. August, 20:00 Uhr

HOTEL METAMORPHOSIS

Ein Pasticcio mit Musik von Antonio Vivaldi in zwei Akten (Salzburger Festspiele 2025, Haus für Mozart – in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln). Eine Produktion von BR/ARTE und UNITEL.

Seit über 2000 Jahren prägen die Metamorphosen des Ovid unsere Kultur und sind eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für unzählige künstlerische Bearbeitungen. Wie die Figuren der einzelnen Geschichten verwandeln sich auch die Geschichten selbst, deren Fantasie und Ungeheuerlichkeit bis heute faszinieren. Die Grenzen zwischen Mensch und Natur, Göttern und Tieren verschwimmen. Aus der einzigartigen Vielfalt von Vivaldis Arien, Ensembles und Chören entstand für Hotel Metamorphosis ein Pasticcio unserer Zeit, das einzelne Episoden aus Ovids Metamorphosen mit Antonio Vivaldis virtuoser und abwechslungsreicher Musik verbindet. In Ovids komplexen Gefühlswelten werden Menschen von heute erkennbar, und Vivaldis Musik lässt sie zwischen Melancholie und Freude, zwischen Licht und Dunkelheit wandeln. Cecilia Bartoli und ihre KünstlerfreundInnen verkörpern auf der Bühne unterschiedliche Figuren, die ihre eigenen Metamorphosen und die anderer erleben. Als durch die Welten wandelnde Orpheus-Figur agiert Angela Winkler.

Besetzung
Dirigent: Gianluca Capuano | Regie: Barrie Kosky | Orchester: Les Musiciens du Prince – Monaco | Chor: Il Canto di Orfeo | Dauer: 206 Minuten | Mit: Cecilia Bartoli (Eurydice/Arachne), Lea Desandre (Statua/Myrrha/Echo), Nadezhda Karyazina (Minerva/Nutrice /Juno), Philippe Jaroussky (Pygmalion/ Narcissus), Angela Winkler (Orpheus) u.a.

Siemens Festspiel Nächte HOTEL METAMORPHOSIS

Philippe Jaroussky als Pygmalion / Narcissus.

Programmübersicht

Hier finden Sie die Programmübersicht und alle weiteren Informationen rund um die Veranstaltung.