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Salzburg | Juli und August 2026

Siemens Festspiel Nächte

Programm 1.8.-7.8.2026

Samstag 1. August, 10:00 Uhr

ORCHESTERKONZERT

Wiener Philharmoniker/Esa-Pekka Salonen (Salzburger Festspiele 2025, Großes Festspielhaus). Eine Produktion von ORF und UNITEL.

SIEMENS FRÜHSTÜCKS KONZERT

Programm

IGOR STRAWINSKY Oedipus Rex – Opern-Oratorium in zwei Akten
HECTOR BERLIOZ Symphonie fantastique op. 14 – Épisode de la vie d’un artiste en cinq parties

Dirigent: Esa-Pekka Salonen
Mit: Christoph Waltz (Sprecher), Allan Clayton (Oedipus), Marina Viotti (Jokaste), Michael Volle (Kreon/Bote), Albert Dohmen (Teiresias), Antonin Rondepierre (Hirte) und dem Wiener Singverein
Orchester: Wiener Philharmoniker
Dauer: 113 Minuten

Siemens Festspiel Nächte ORCHESTERKONZERT - August 1
Samstag 1. August, 20:00 Uhr

HOTEL METAMORPHOSIS

Ein Pasticcio mit Musik von Antonio Vivaldi in zwei Akten (Salzburger Festspiele 2025, Haus für Mozart – in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln). Eine Produktion von BR/ARTE und UNITEL.

Seit über 2000 Jahren prägen die Metamorphosen des Ovid unsere Kultur und sind eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für unzählige künstlerische Bearbeitungen. Wie die Figuren der einzelnen Geschichten verwandeln sich auch die Geschichten selbst, deren Fantasie und Ungeheuerlichkeit bis heute faszinieren. Die Grenzen zwischen Mensch und Natur, Göttern und Tieren verschwimmen. Aus der einzigartigen Vielfalt von Vivaldis Arien, Ensembles und Chören entstand für Hotel Metamorphosis ein Pasticcio unserer Zeit, das einzelne Episoden aus Ovids Metamorphosen mit Antonio Vivaldis virtuoser und abwechslungsreicher Musik verbindet. In Ovids komplexen Gefühlswelten werden Menschen von heute erkennbar, und Vivaldis Musik lässt sie zwischen Melancholie und Freude, zwischen Licht und Dunkelheit wandeln. Cecilia Bartoli und ihre KünstlerfreundInnen verkörpern auf der Bühne unterschiedliche Figuren, die ihre eigenen Metamorphosen und die anderer erleben. Als durch die Welten wandelnde Orpheus-Figur agiert Angela Winkler.

Besetzung
Dirigent: Gianluca Capuano | Regie: Barrie Kosky | Orchester: Les Musiciens du Prince – Monaco | Chor: Il Canto di Orfeo | Dauer: 206 Minuten | Mit: Cecilia Bartoli (Eurydice/Arachne), Lea Desandre (Statua/Myrrha/Echo), Nadezhda Karyazina (Minerva/Nutrice /Juno), Philippe Jaroussky (Pygmalion/ Narcissus), Angela Winkler (Orpheus) u.a.

Siemens Festspiel Nächte HOTEL METAMORPHOSIS

Lea Desandre als Echo, Angela Winkler als Orpheus und Il Canto di Orfeo.

Sonntag 2. August, 17:30 Uhr

JEDERMANN

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal (Salzburger Festspiele 2024, Domplatz – in deutscher Sprache). Eine Produktion von ORF und UNITEL.

816 Aufführungen. Die Zugkraft des Jedermann-Spiels ist ungebrochen, zumal in der Saison 2024 Philipp Hochmair, der bereits 2018 als Einspringer in der Titelrolle reüssierte, als Jedermann auf den Domplatz zurückkehrt. Regie führt Robert Carsen, der dem Hofmannsthal’schen Text ungehörte Nuancen ablauschen will. „Max Reinhardts Idee, den Jedermann im Herzen der Stadt, auf dem Domplatz, aufzuführen, ist erfüllt von Resonanz, aber auch von Freude. Wir dürfen nicht vergessen, dass sich das Stück zwar mit Inhalten beschäftigt, die uns heilig sind, dass es selbst aber kein Heiligtum ist – und weder Hofmannsthal noch Reinhardt hätten wohl gewünscht, dass man es als solches behandelt. Es feiert das Leben, indem es den Tod annimmt, als wäre es Tauffest und Trauerfeier in einem. Jedermann ist eine Zusammenfassung, eine Metapher und eine Allegorie des Lebens“, erläutert Robert Carsen seinen Zugang zum „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“.

Besetzung
Regie, Bühne und Licht: Robert Carsen | Dauer: 110 Minuten Mit: Dominik Dos-Reis (Tod), Philipp Hochmair (Jedermann),Christoph Luser (Jedermanns guter Gesell/ Teufel), Dörte Lyssewski (Armer Nachbar/Werke), Nicole Beutler (Des Schuldknechts Weib), Deleila Piasko (Buhlschaft), Lukas Vogelsang (Dicker Vetter), Daniel Lommatzsch (Dünner Vetter), Kristof Van Boven (Mammon), Regine Zimmermann (Glaube), Andrea Jonasson (Jedermanns Mutter), Arthur Klemt (Schuldknecht)

Siemens Festspiel Nächte Jedermann 2024

Regie: Robert Carsen.

Montag 3. August, 20:00 Uhr

L'HISTOIRE DU SOLDAT

Musiktheater-Werk in zwei Teilen von Igor Strawinsky (Salzburger Festspiele 2025, Salzburger Marionettentheater – in deutscher Sprache). Eine Produktion von NHK und UNITEL.

Igor Strawinskys L’Histoire du Soldat (Geschichte vom Soldaten) ist ein Werk sui generis, keine Oper, sondern ein Stück „zu lesen, zu spielen und zu tanzen“ für einen Sprecher und Instrumentalensemble, das vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs entstand und auf einem russischen Märchen um einen desertierten Soldaten, den Teufel, eine Geige und eine Königstochter basiert. Wenn der Teufel im Spiel ist, nimmt das Märchen selten einen guten Ausgang – so auch hier. Die ursprüngliche szenische Grundidee, welche sowohl ästhetisch als auch praktisch von Jahrmarkt und Wandertheater inspiriert war, lässt an Moritaten- und Bänkelsänger denken. Die Uraufführung der Histoire du soldat 1918 in Lausanne markierte nicht nur einen wichtigen Moment in der Schweizer Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts, sondern machte sie zu einem Schlüsselwerk der musikalischen Moderne.

Besetzung
Regie: Matthias Bundschuh | Marionetten und Ausstattung: Georg Baselitz | Dauer: 75 Minuten | Mit: Dominique Horwitz (Sprecher), Isabelle Faust (Violine), Pascal Moraguès (Klarinette), Giorgio Mandolesi (Fagott), Reinhold Friedrich (Kornett), Ian Bousfield (Posaune), Burak Marlali (Kontrabass), Raymond Curfs (Schlagwerk) und dem Ensemble des Salzburger Marionettentheaters

Siemens Festspiel Nächte L'HISTOIRE DU SOLDAT

Ausstattung: Georg Baselitz.

Dienstag 4. August, 17:30 Uhr

JEDERMANN

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal (Salzburger Festspiele 1983, Domplatz – in deutscher Sprache). Eine Produktion des ORF.

Zur Erinnerung an den im Juni 2015 verstorbenen großen Schauspielkünstler Helmuth Lohner zeigen die Siemens Festspiel Nächte die Jedermann-Inszenierung von Ernst Haeusserman aus dem Jahr 1983, in der Lohner so unvergleichlich als Teufel glänzt. In der Titelrolle ist ein anderes Kaliber der Schauspielkunst österreichischer Prägung zu sehen: Klaus Maria Brandauer spielt den reichen Prasser, der von Gott vor seinen Thron geholt wird, um Rechenschaft abzulegen. Rund um die beiden Ausnahmekönner agiert eine erlesene Riege von Schauspiel-Stars: Marthe Keller als Buhlschaft, Will Quadflieg als Stimme des Herrn, Susi Nicoletti ist Jedermanns Mutter, Romuald Pekny macht als Tod seine Aufwartung, Karlheinz Hackl erscheint als Guter Gesell, und Alfred Böhm ist ein herrlicher Dicker Vetter.

Besetzung
Regie: Ernst Haeusserman | Dauer: 103 Minuten | Mit: Klaus Maria Brandauer (Jedermann), Marthe Keller (Buhlschaft), Will Quadflieg (Gott der Herr), Romuald Pekny (Tod), Karlheinz Hackl (Guter Gesell), Helmuth Lohner (Teufel)

Siemens Festspiel Nächte JEDERMANN 1983

Helmuth Lohner glänzt als Teufel.

Mittwoch 5. August, 20:00 Uhr

FIDELIO

Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven (Salzburger Festspiele 2015, Großes Festspielhaus – in deutscher Sprache). Eine Produktion von ORF, 3sat und UNITEL.

In den Jahren 1803 und 1804 bewohnte Beethoven eine Dienstwohnung im Theater an der Wien, sollte er doch im Auftrag der Direktion Vestas Feuer, eine Oper nach einem Libretto von Emanuel Schikaneder, komponieren, an der er aber bald das Interesse verlor und sich stattdessen dem Fidelio-Stoff widmete, von dessen Handlung er als Mensch ebenso betroffen wie als Komponist begeistert war, enthielt er doch das „Sittliche, Erhebende“, das er sich von einem Opernstoff erwartete. Von der kleinbürgerlichen Welt des Kerkermeisters Rocco im ersten Akt über den vom tyrannischen Gouverneur des Staatsgefängnisses beherrschten zweiten Akt steigert sich der dritte Akt zur Feier der ehelichen Liebe als Sieg gegen Willkürherrschaft – ein einzigartiges Plädoyer für Menschlichkeit und Gerechtigkeit im Gewand einer Rettungs- und Befreiungsoper.

Besetzung
Dirigent: Franz Welser-Möst | Regie: Claus Guth | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 136 Minuten Mit: Jonas Kaufmann (Florestan), Adrianne Pieczonka (Leonore), Tomasz Konieczny (Don Pizarro), Hans-Peter König (Rocco)

Siemens Festspiel Nächte FIDELIO

Jonas Kaufmann als Florestan.

Donnerstag 6. August, 20:00 Uhr

MACBETH

Melodramma in vier Akten von Giuseppe Verdi (Salzburger Festspiele 2023, Großes Festspielhaus – in italienischer Sprache). Eine Produktion von ORF, NHK, SWR/ARTE und UNITEL.

Macbeth ist Verdis erste Oper nach einem Drama des von ihm bewunderten Shakespeare: eine psychologisch bezwingende Studie der skrupellosen Macht, der Einsamkeit und (Selbst-)Zerstörung. Am Beginn stehen die Prophezeiungen der Hexen an den aus der Schlacht zurückkehrenden General Macbeth: Er werde eines Tages König sein … Für den Regisseur Krzysztof Warlikowski ist der zweifelnde, von der Unsicherheit der Gegenwart gequälte Macbeth letztlich ein Opfer des Verlangens, sein künftiges Schicksal zu erfahren. Keine andere seiner Opern hat Verdi in eine so gespenstische musikalische Atmosphäre getaucht wie diese dunkle Thriller-Tragödie. Unter dem Dirigat von Phillipe Jordan verkörpern Vladislav Sulimsky und Asmik Grigorian mit Macbeth und seiner Frau eines der faszinierendsten und furchterregendsten Paare der Opernliteratur.

Besetzung
Dirigent: Phillipe Jordan| Regie: Krzysztof Warlikowski | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 180 Minuten | Mit: Vladislav Sulimsky (Macbeth), Tareq Nazmi (Banco), Asmik Grigorian (Lady Macbeth), Caterina Piva (Kammerfrau der Lady Macbeth), Jonathan Tetelman (Macduff), Evan LeRoy Johnson (Malcom), Aleksei Kulagin (Arzt), Grisha Martirosyan (Diener Macbeths), Hovhannes Karapetyan (Mörder/Herold)

Siemens Festspiel Nächte MACBETH

Vladislav Sulimsky als Macbeth und Asmik Grigorian als Lady Macbeth.

Freitag 7. August, 10:00 Uhr

MUSKETIERE!

Oper für Kinder von Sebastian Schwab mit einem Libretto von David Bösch (Salzburger Festspiele 2025, Schauspielhaus Salzburg – in deutscher Sprache). Salzburger Festspiele in Koproduktion mit der Wiener Staatsoper.

SIEMENS KINDER PROGRAMM
In einer abgelegenen Ecke Frankreichs lebt D‘Artagnan, ein furchtloses Mädchen mit einem Kopf voll Phantasie und einem starken Gerechtigkeitssinn. Der selbstverliebte König und seine machthungrige Beraterin, die Kardinälin, haben das Land fest im Griff. Der Schlüssel zu ihrer Macht ist das geheimnisvolle goldene Croissant, das die Menschen selbstsüchtig und rücksichtslos werden lässt. D’Artagnan schmiedet einen kühnen Plan: Sie muss Musketierin werden und dem Spuk ein Ende bereiten! Gemeinsam mit dem vorwitzigen Pferd Holgär und dem etwas tollpatschigen, aber mutigen Portos macht sie sich auf den Weg. In epischen Abenteuern und turbulenten Auseinandersetzungen beweisen die drei selbsternannten Musketiere, dass es sich lohnt, an etwas zu glauben, dafür zu kämpfen und füreinander einzustehen: Eine(r) für alle, alle für eine(n)!

Besetzung
Dirigent: Yura Yang
Regie: David Bösch
Dauer: 70 Minuten

Siemens Festspiel Nächte MUSKETIERE!

Marlene Metzger als D‘Artagnan.

Freitag 7. August, 17:30 Uhr

JEDERMANN

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal (Salzburger Festspiele 2004, Domplatz – in deutscher Sprache). Eine Produktion des ORF.

Hofmannsthals „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ vor der prachtvollen Kulisse des Salzburger Doms war und ist die alljährliche Publikumsattraktion der Salzburger Festspiele, in der Weltstars von Curd Jürgens bis Klaus Maria Brandauer sich ein Stelldichein gegeben haben. In Christian Stückls Erfolgsinszenierung glänzt Peter Simonischek als todgeweihter Prasser, der vor Gottes Thron geholt wird, um Rechenschaft über sein ruchloses Leben abzulegen. Christian Stückls gepriesene Neudeutung des Jedermann brach mit einigen Gepflogenheiten der langjährigen Salzburger Aufführungstradition und arbeitet den christlichen Grundgedanken des Mysterienspiels prägnant heraus: Was ist der Mensch im Angesicht des Todes? Gott der Herr erscheint hier selbst – als armer Nachbar, ein Penner mit Plastiktüten, der Geringste unserer Brüder. Den Tod holt Stückl aus der Sphäre einer fernen Allegorie und lässt ihn als realen, ja vitalen Widersacher Jedermanns auftreten. Als Buhlschaft ist Filmstar Veronica Ferres zu erleben, und Tobias Moretti als spektakulärer Teufel tritt auch als Guter Gesell auf: Freund und Verführer in einer Person.

Besetzung
Regie: Christian Stückl | Dauer: 100 Minuten | Mit: Peter Simonischek (Jedermann), Veronica Ferres (Buhlschaft), Jens Harzer (Tod), Tobias Moretti (Guter Gesell/Teufel), Rudolf Wessely (Gott der Herr/Ein armer Nachbar), Elisabeth Rath (Werke)

Siemens Festspiel Nächte JEDERMANN 2004

Peter Simonischek und Jens Harzer.

Programmübersicht

Hier finden Sie die Programmübersicht und alle weiteren Informationen rund um die Veranstaltung.