816 Aufführungen. Die Zugkraft des Jedermann-Spiels ist ungebrochen, zumal in der Saison 2024 Philipp Hochmair, der bereits 2018 als Einspringer in der Titelrolle reüssierte, als Jedermann auf den Domplatz zurückkehrt. Regie führt Robert Carsen, der dem Hofmannsthal’schen Text ungehörte Nuancen ablauschen will. „Max Reinhardts Idee, den Jedermann im Herzen der Stadt, auf dem Domplatz, aufzuführen, ist erfüllt von Resonanz, aber auch von Freude. Wir dürfen nicht vergessen, dass sich das Stück zwar mit Inhalten beschäftigt, die uns heilig sind, dass es selbst aber kein Heiligtum ist – und weder Hofmannsthal noch Reinhardt hätten wohl gewünscht, dass man es als solches behandelt. Es feiert das Leben, indem es den Tod annimmt, als wäre es Tauffest und Trauerfeier in einem. Jedermann ist eine Zusammenfassung, eine Metapher und eine Allegorie des Lebens“, erläutert Robert Carsen seinen Zugang zum „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“.
Besetzung
Regie, Bühne und Licht: Robert Carsen | Dauer: 110 Minuten Mit: Dominik Dos-Reis (Tod), Philipp Hochmair (Jedermann),Christoph Luser (Jedermanns guter Gesell/ Teufel), Dörte Lyssewski (Armer Nachbar/Werke), Nicole Beutler (Des Schuldknechts Weib), Deleila Piasko (Buhlschaft), Lukas Vogelsang (Dicker Vetter), Daniel Lommatzsch (Dünner Vetter), Kristof Van Boven (Mammon), Regine Zimmermann (Glaube), Andrea Jonasson (Jedermanns Mutter), Arthur Klemt (Schuldknecht)