Gaetano Donizettis Belcanto-Oper Maria Stuarda (1835) erzählt vom Machtkampf zwischen zwei historischen Königinnen des 16. Jahrhunderts: Maria Stuart von Schottland und Elisabeth I. von England. Was diese beiden Frauen auf ewig aneinander bindet, ist ein schrecklicher Fakt: Eine von ihnen muss sterben. Die tödliche Feindschaft entzündet sich an dieser einen Frage: Wem gehört der englische Thron? Donizettis Belcanto-Oper basiert auf Schillers Tragödie Maria Stuart, konzentriert sich aber noch stärker auf das Gefühlsleben der beiden Gegenspielerinnen, zusammengedrängt auf die letzten 24 Stunden vor der Unterzeichnung des Todesurteils und der Hinrichtung Marias. In dieser kurzen Zeitspanne erleben sie alle nur denkbaren emotionalen Extreme: das Glücksgefühl des Triumphs, den depressiven Zusammenbruch, peinigende Selbstbefragung, lockende Aussicht auf Befreiung und lähmende Todesangst. In der von radikalem Formbewusstsein geprägten Neuinszenierung von Ulrich Rasche sind zwei Königinnen des Gesangs – Kate Lindsey und Lisette Oropesa – in den Glanzrollen von Maria Stuart und Elisabeth I. zu erleben.
Besetzung
Dirigent: Antonello Manacorda | Regie: Ulrich Rasche | Orchester: Wiener Philharmoniker | Chor: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor | Dauer: 138 Minuten | Mit: Kate Lindsey (Elisabetta), Lisette Oropesa (Maria Stuarda), Bekhzod Davronov (Roberto, Graf von Leicester), Aleksei Kulagin (Giorgio Talbot), Thomas Lehman (Lord Guglielmo Cecil)

Lisette Oropesa als Maria Stuarda.








