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Einblicke

Greentech verwendet die neueste Automatisierungstechnologie

Mit der neuesten Automatisierungstechnologie liefert die mobile vertikale GreenBox-Lösung überall und unter allen klimatischen Bedingungen das ganze Jahr über ökologische, frische und lokale Produkte - mit weniger Wasser und Dünger und weniger CO₂-Emissionen als bei der konventionellen Feldbewirtschaftung.

Die Idee für GreenTech wurde geboren

Eine Person zieht eine Basilikumpflanze aus dem Pflanzkasten, um ihr Wurzelwerk zu zeigen.

Als Dmitrij Lipovskij neue Möglichkeiten für sein Unternehmen erkunden wollte, wurde die Idee für Greentech geboren.

„Ich war im Geschäftsbereich für technische Container tätig und hatte die Idee, den Lösungen, die wir anbieten, einen zusätzlichen Wert zu verleihen: Welche Möglichkeiten gibt es noch, um etwas in einen Container unterzubringen?“, sagt Lipovskij, jetzt CEO von GreenTech. "Und dann bin ich fast zufällig auf die vertikale Landwirtschaft gestoßen und dachte: ‚Das ist interessant‘.“

Er besprach diese Idee mit einem ehemaligen Kollegen, Milan Souček, und gemeinsam beschlossen sie, das Projekt in die Tat umzusetzen. Beide kommen aus dem Maschinenbau und der Elektrotechnik und sahen das Potenzial der Idee, brauchten aber zusätzliches Fachwissen aus dem Bereich der Landwirtschaft.

Ein weiterer glücklicher Zufall war, dass Lipovskij mit Karolína Pumprlová in Kontakt kam, die die erste urbane Farm in Prag aufgebaut hat und eine Pionierin der vertikalen Landwirtschaft und Hydrokultur in der Tschechischen Republik ist.

Gemeinsam gründeten die drei Expert*innen GreenTech mit dem Ziel, hochwertige, voll funktionsfähige mobile Hydrokulturfarmen anzubieten. Nur ein Jahr später wurde der erste Farmcontainer auf dem Manifesto-Markt in Prag aufgestellt.

Unsere Kund*innen sind keine in der Landwirtschaft Beschäftigte, sondern Hotels, Restaurants und Supermärkte, die lokal angebaute Frischprodukte anbieten möchten.
Dmitrij Lipovskij, CEO, GreenTech

Die richtige Technologie für Wachstum

Ein grün-weißes Bild eines Produkts mit weißem Hintergrund und grünem Rand.

Hydroponik wird schon seit vielen Jahren als Anbaumethode in kommerziellen Farmen und Gewächshäusern eingesetzt. Aber es gab eine große Lücke in Bezug auf Technologie und Nutzbarkeit zwischen diesen kommerziellen Anlagen und dem, was im Bereich der mobilen Landwirtschaft verfügbar war.

GreenTech wollte diese Lücke mit einer industrietauglichen Lösung schließen, die dasselbe Maß an Qualität, Diensten und Möglichkeiten bietet wie hochmoderne industrielle Systeme, einschließlich eines hochwertigen Automatisierungssystems, sagt Souček, jetzt CTO von GreenTech.

Die Pflanzen werden in Hydrokulturbeeten ohne Erde angebaut, was den Pflanzen hilft, die Nährstoffe optimal zu nutzen und den Wasserverbrauch im Vergleich zum Feldanbau um bis zu 90 % zu reduzieren.

„Wir haben mit Siemens zusammengearbeitet, um die optimale Lösung für die Verbindung mit den verschiedenen Sensoren, der Beleuchtungssteuerung und den Wasserkreislaufsystemen zu finden“, fügt Souček hinzu.

„Außerdem wollten wir in der Lage sein, aus der Ferne auf die Automatisierungssysteme zuzugreifen. Und schließlich brauchten wir eine benutzerfreundliche und intuitive Lösung für den Betrieb der Farm.“ „Wir bieten zusammen mit der vertikalen Farm auch ein Servicepaket an, bei dem wir uns um den gesamten Betrieb der Farm kümmern, und zwar über eine Fernverbindung zum Automatisierungssystem.“

„Dieses datenbasierte Geschäft erhöht den Wert unserer Anbaulösungen in zweierlei Hinsicht: Wir können unsere Kund*innen dabei unterstützen, sicherzustellen, dass ihre Pflanzen gesund sind und gut gedeihen, und wir können unsere Lösung im Hinblick auf ihren Energie- und Ressourcenverbrauch optimieren.“

Eine integrierte Lösung für Automatisierung und Betrieb

Person, die einen intelligenten Lichtschalter an der Wand mit einem Smartphone in der Nähe einstellt

Derzeit bietet GreenTech zwei Arten von vertikalen Farmen an:

• Die GreenBox ist in einem Standard 40HC-Container untergebracht und kann bis zu 3.200 Salatköpfe pro Monat produzieren.

• Der Urbinio wurde für den Innenbereich entwickelt und ist im Grunde eine kleinere Version der GreenBox, aber ohne den Behälter.

Beide nutzen dieselbe Automatisierungslösung: eine kompakte SIMATIC S7-1200 SPS steuert das Hydrokultursystem, einschließlich Belüftung, Temperatur, Beleuchtung sowie pH-Wert und Leitfähigkeit der Nährlösung.

Über ein 10-Zoll SIMATIC HMI Unified Comfort Panel kann der*die Nutzer*in den Betrieb überwachen, einzelne Parameter einstellen und die passenden Programme für die angebauten Pflanzen auswählen.

Der Betrieb ist an eine Fernüberwachungs- und -steuerungslösung auf der Basis von SIMATIC WinCC Unified angeschlossen, die sowohl die Bedienung durch GreenTech als auch die Überwachung und Steuerung über ein beliebiges mobiles Gerät mit einem Webbrowser ermöglicht.

Das hohe Maß an Integration, das die Siemens-Lösung bietet, machte die Implementierung des Automatisierungs- und Steuerungssystems einfach, sagt Souček. „Mit TIA Portal konnten wir auf alle Systeme und Funktionen in einer Software zugreifen, was sehr bequem und einfach zu bedienen ist“, fügt er hinzu. „Was mir besonders gefiel, war die ausgezeichnete Dokumentation und der Support, den man mit den Siemens-Systemen erhält – für jede Herausforderung, die wir hatten, gab es eine Lösung im Online-Support.“

Von lokalen Produkten zum Gesamtbild

Das Bild zeigt einen grünen Siemens-Behälter mit einem Logo darauf.

Nach der erfolgreichen Markteinführung der GreenBox in Prag betrat GreenTech die Weltbühne und präsentierte seine Lösung auf der Weltausstellung 2022, die in Dubai stattfand.

Ihre Wirkung war weitreichend. Das Urbinio-System, das auf der Expo vorgestellt wurde, wird in Dubai bleiben, wo es frisches lokales Gemüse für Hotelgäste anbauen wird.

Entwicklungen wie diese helfen zu zeigen, wo sich der Luxus einer Indoor-Farm mit globalen Herausforderungen überschneidet, sagt Pumprlová, CGO von Greentech. Pumprlová ist verantwortlich für die Grow Division, die sich mit dem landwirtschaftlichen Aspekt der vertikalen Farmen befasst. „Die Leute schauen sich die Feldwirtschaft an und denken, dass dies die beste Art ist, Lebensmittel zu produzieren“, sagt sie. „Aber das stimmt nicht immer.“

Weltweit sind viele Regionen nicht für die Landwirtschaft geeignet, und der Klimawandel und die Bodenverschlechterung werden diese Realität noch verschärfen. Bewässerungspraktiken sind oft nicht nachhaltig, und verderbliche Lebensmittel werden über weite Strecken transportiert, was zu einer schlechteren Kohlenstoffbilanz führt, und zu mehr Abfall. Hydropone Farmen können mehr pro Hektar produzieren und dabei bis zu 90 % weniger Wasser und 70 % weniger Dünger verwenden als Feldfarmen. Zudem haben ihre Produkte haben oft auch einen höheren Nährstoffgehalt.

All das ist dringend erforderlich. Die Prognosen der Vereinten Nationen warnen davor, dass die Lebensmittelproduktion bis 2050 um 70 % steigen muss, um die Welt zu ernähren.

„GreenTech-Container bieten eine Lösung, mit der Pflanzen jederzeit und überall angebaut werden können, in der Stadt oder in der Wüste“, sagt Pumprlová. „Auch wenn unsere Lösung eine kleine Lösung ist, ist sie immer noch Teil dieses sehr großen Ganzen, um die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung in Bezug auf verantwortungsvollen Konsum und Produktion, Gesundheit und Wohlbefinden sowie Bekämpfung des Hungers zu erreichen.“

So funktioniert es: Die GreenTech-Lösung für mobile Landwirtschaft

Ein Mann verwendet eine Touchscreen-Oberfläche auf dem Siemens GreenTech HMI Unified Comfort Panel.

Die mobilen GreenTech-Anbausysteme verwenden vertikale hydropone Anbausysteme. Die Beete sind in vertikal gestapelten Ebenen angeordnet, in denen die Pflanzen ohne Erde in einer Nährlösung kultiviert werden, die kontinuierlich durch die Wurzeln zirkuliert.

Da die Pflanzen in einer kontrollierten Umgebung mit optimaler Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtung und Nährstoffen nachwachsen, wachsen die Pflanzen viel schneller, was eine wiederholte Ernte das ganze Jahr über ermöglicht. Außerdem sind die Pflanzen in der Regel gesünder, weil sie nicht mit Herbiziden oder Pestiziden behandelt werden müssen.