The Siemens Business Conduct Guidelines
Unsere Business Conduct Guidelines legen eindeutig unser Engagement zur Achtung der Menschenrechte dar. Sie enthalten die grundlegenden Prinzipien und Regeln für unser Handeln und unsere Geschäftstätigkeiten.

Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Wir setzen uns uneingeschränkt dafür ein, Menschrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu wahren und zu achten. Das betrachten wir als elementar für ein integres Handeln und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Unsere Menschenrechtsverantwortung verfolgen wir ganzheitlich: Sie umfasst nicht nur unsere eigenen Standorte, sondern auch unsere Lieferkette sowie die Geschäftsaktivitäten unserer Kunden. Wir wollen etwaige Menschenrechtsverletzungen so früh wie möglich identifizieren und bewerten und verantwortungsvoll mitigieren.
Unsere Business Conduct Guidelines legen eindeutig unser Engagement zur Achtung der Menschenrechte dar. Sie enthalten die grundlegenden Prinzipien und Regeln für unser Handeln und unsere Geschäftstätigkeiten.

Unser Verhaltenskodex für Siemens-Lieferanten und Geschäftspartner mit Mittlerfunktion beruht unter anderem auf den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen und den Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Wir bekennen uns zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette. Um die Herkunft bestimmter Mineralien in unserer Lieferkette festzustellen, haben wir einen einheitlichen unternehmensweiten Prozess eingeführt.

Im Rahmen der Umsetzung der menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflicht unterliegt Siemens den Anforderungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG). Mit unserer Grundsatzerklärung legen wir die Strategie des Unternehmens zum Schutz der Menschenrechte und zur Erfüllung seiner umweltbezogenen Verpflichtungen dar. Im BAFA Bericht finden Sie weitere, detaillierte Informationen zur Umsetzung des Gesetzes im Unternehmen.

Die Menschenrechte zu respektieren, spielt bei Siemens eine bedeutende Rolle. Dafür setzen wir uns bei unseren weltweiten Geschäftsaktivitäten mit verantwortungsvollen Geschäftspraktiken täglich ein.
Wir sind jedoch mit Problembereichen konfrontiert, die sich aus unserem Portfolio und den Geschäftsbereichen ergeben, in denen wir tätig sind, sowie aus unserer globalen Präsenz in fast 200 Ländern auf der ganzen Welt. Siemens verfolgt daher einen ganzheitlichen Ansatz: Wir antizipieren die daraus resultierenden ökologischen und sozialen Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette. So können wir sie in der Risikobetrachtung und dem Geschäftsentscheidungsprozess berücksichtigen.



Unsere Stakeholder hinterfragen zunehmend unsere gesellschaftliche Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, insbesondere bei den Geschäftsaktivitäten unserer Kunden. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, folgen wir einem fortlaufenden menschenrechtlichen Risikomanagementprozess. Wir identifizieren gegenwärtige und potenzielle menschenrechtliche Auswirkungen, ergreifen Präventions- und Mitigationsmaßnahmen und streben nach einer transparenten Berichterstattung zu den Ergebnissen und Fortschritten. Unsere Risiko-Due-Diligence-Verfahren entwickeln wir dabei kontinuierlich weiter, um etwaige menschenrechtliche Auswirkungen noch umfassender und frühzeitiger zu bewerten.
Die Aufrechterhaltung nachhaltiger Lieferketten ist eines unserer Leitprinzipien. Die Siemens-Lieferanten verpflichten sich zur Einhaltung des Siemens Group Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner mit Mittlerfunktion. Im Hinblick auf die Menschenrechte bekräftigt er die grundlegenden Menschenrechte der Mitarbeiter unserer Lieferanten. Insbesondere achten wir darauf, dass die Achtung der Menschenrechte von besonders schutzbedürftigen Rechteinhabern oder Gruppen von Rechteinhabern wie Frauen, Kindern, Wanderarbeitern oder (indigenen) Gemeinschaften gewährleistet ist.

Unsere menschenrechtliche Due Diligence ist durch etablierte Managementsysteme und -prozesse organisiert. Besonderes Augenmerkt liegt auf der Vermeidung von Diskriminierung, sexueller Belästigung oder anderen persönlichen Angriffen auf Einzelpersonen oder Gruppen. Zudem werden die Prinzipien der Chancengleichheit und Gleichbehandlung ungeachtet von Hautfarbe, ethnischer oder sozialer Herkunft, Religion, Alter, Behinderung, sexueller Identität, Weltanschauung oder Geschlecht gelebt.In den vergangenen Jahren haben wir unser Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmanagement mit den unternehmensweiten Programmen Healthy@Siemens und Zero Harm Culture@Siemens weiterentwickelt.

Um unsere seit 2017 etablierte ESG-Bewertung zu optimieren, führten wir auf Basis der oben genannten Risikothemen bis zum Geschäftsjahresende 2020 ein neues digitales Due Diligence Risk Tool ein, das ESG-Radar. Es soll Siemens bei kundenseitigen Geschäftsentscheidungen unterstützen, indem Risiken noch umfassender und frühzeitiger erkannt werden. Das heißt, es soll dabei helfen, etwaige Auswirkungen auf Umwelt und Soziales zu bewerten sowie die damit verbundenen menschenrechtlichen und Reputationsrisiken. Das Tool kann mehr als 60 verschiedene Risikoindikatoren für einzelne Geschäftsaktivitäten prüfen. Gemeinsam mit externen Menschenrechtsexperten werden gemäß Ausprägung des Risikoprofils und unter Berücksichtigung des Siemens-Einflussbereichs zielgerichtete Mitigationsmaßnahmen definiert.

Wir stellen verschiedene geschützte Meldewege für interne und externe Hinweisgeber bereit. So tragen wir dazu bei, dass etwaige Compliance-Verstöße frühzeitig identifiziert und entsprechend Abhilfemaßnahmen implementiert werden.
Beschwerden im Sinn § 8 LkSG wegen eingetretener oder drohender menschenrechtlicher oder umweltbezogener Vorfälle im Zusammenhang mit der eigenen betrieblichen Tätigkeit von Siemens oder Lieferanten von Siemens können über die bereitgestellten geschützten Meldewege „Tell Us“ und die Siemens-Ombudsperson mitgeteilt werden: Siemens Beschwerde-verfahrensordnung

Der Kompetenzaufbau im Bereich Menschenrechte ist unerlässlich. Er schafft eine Unternehmenskultur, die Werte, Überzeugungen und Einstellungen fördert und alle Menschen ermutigt, ihre eigenen Rechte und die Rechte anderer zu wahren.
Darüber hinaus trägt diese dazu bei, das Bewusstsein für Problembereiche zu schärfen, in denen Menschenrechte gefährdet sein könnten. Auf Basis unserer bestehenden Schulungen und Trainings, entwickeln wir mit Unterstützung externer Menschenrechtsexperten zielgerichtete und funktionsspezifische Schulungskonzepte.
Die Einhaltung der Menschenrechte über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erfordert es, laufend Maßnahmen in den Bereichen Risiko-Due-Diligence, Kompetenzaufbau und Stakeholder-Dialoge zu ergreifen. Wir sind entschlossen, unsere Fortschritte in Bezug auf unsere menschenrechtlichen Aktivitäten transparent darzulegen. In unserem Nachhaltigkeitsbericht 2023 berichten wir ausführlich über das Management und die Verantwortlichkeiten in Bezug auf Menschenrechtsthemen. Wir legen unsere Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung offen und berichten über unsere menschenrechtliche Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Auch unser Bekenntnis zu Menschenrechten und internationalen Standards, unsere Beschwerdemechanismen sowie Netzwerke und Partnerschaften erläutern wir. Ganzjährig stehen wir im ständigen Dialog mit wichtigen Stakeholdern wie Investoren, Aktionären, Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Nichtregierungsorganisationen, um einen effektiven Austausch über menschenrechtsbezogene Themen zu gewährleisten.
Ein regelmäßiger Dialog mit Peergroup-Unternehmen schafft eine vertrauensvolle Plattform für einen tiefergehenden inhaltlichen Austausch zum Thema Menschenrechte. Bei den gemeinsamen Dialogen gilt es, gleichermaßen Herausforderungen und Lösungen zu erörtern, Zielkonflikte zu adressieren und Möglichkeiten für ein potenziell gemeinsames Handeln zu identifizieren. Wir sind davon überzeugt, dass wir durch gemeinsame und gleichgerichtete Aktionen schnellere Fortschritte erzielen können als im Alleingang.
Eine globale Wirtschaftsinitiative zur Förderung der Einhaltung von Menschenrechten durch Peer-Learning und durch die Intensivierung der Geschäftspraktiken.
Der Beitritt zum UN Global Compact ist für uns ein bedeutender Schritt, um unsere Welt durch prinzipientreue Geschäftspolitik zu verändern. Durch die Teilnahme tragen wir zum langfristigen gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Erfolg bei.
econsense verbindet international tätige Unternehmen mit einem gemeinsamen Ziel: Sie wollen den Wandel zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und Gesellschaft aktiv gestalten.
Das National Center for Civil and Human Rights bündelt das US-amerikanische Bürgerrechtserbe, um die weltweite Menschenrechtsbewegung zu stärken, indem es einen Ort der Reflexion über die Vergangenheit, der Transformation der Gegenwart und der Inspiration für die Zukunft bietet.