Das KRITIS-Dachgesetz schafft den rechtlichen Rahmen für den Schutz kritischer Infrastrukturen in Deutschland. Der Fokus liegt hierbei auf physischer Sicherheit und betrachtet alle denkbaren Risiken, die durch technische Ausfälle oder gezielte Angriffe entstehen können.
Das Gesetz legt zunächst fest, welche Sektoren und Branchen als kritische Infrastrukturen gelten, wie etwa die Bereiche Energie, Wasser, Verkehr, Gesundheit, Informationstechnik und Telekommunikation. Für diese Bereiche definiert das KRITIS-Dachgesetz Mindeststandards und Schutzanforderungen, die Betreiber erfüllen müssen, um die Funktionsfähigkeit im Krisenfall sicherzustellen.
Zudem regelt das Gesetz Meldepflichten: Betreiber kritischer Infrastrukturen sind verpflichtet, Störungen und Ausfälle, die zu erheblichen Versorgungsengpässen führen können, an zuständige Behörden zu melden.
Nicht zuletzt sieht das Gesetz auch Sanktionen bei Verstößen gegen die Schutzanforderungen vor, etwa in Form von Bußgeldern. Insgesamt zielt das KRITIS-Dachgesetz darauf ab, die lebenswichtigen Infrastrukturen Deutschlands besser vor Ausfällen, Störungen und Angriffen zu schützen und so die Versorgungssicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.