DDMRP wurde entwickelt, um Überbestände und Engpässe in der Fertigungslieferkette zu reduzieren. Der Hauptzweck der nachfrageorientierten Materialbedarfsplanung zielt darauf ab, die Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten herkömmlicher Planungsansätze für moderne, komplexe Lieferketten zu überwinden.
DDMRP weicht vom traditionellen ab Planung des Materialbedarfs (MRP 1) und Make-to-Stock (MTS) Planung, weil sie sich weniger auf Prognosen stützt. Es hilft auch, die Herausforderung der langen Vorlaufzeiten zu bewältigen, die mit Auftragsfertigung (MTO) Planung. DDMRP bestimmt, wo in der Lieferkette strategische Inventarpuffer platziert werden müssen und wie groß diese Puffer sein sollten.
Die Bestandspuffer, die bei der bedarfsgesteuerten Materialbedarfsplanung verwendet werden, werden auch als „Entkopplungspunkte“ bezeichnet. Das liegt daran, dass jeder Lagerpuffer dazu beiträgt, aufeinanderfolgende Lieferzeiten zu trennen, die sich sonst ansammeln, und die Lieferzeit auf ein inakzeptables Maß verlängern. Wenn zum Beispiel ein Lagerpuffer zwischen einer komplexen Zwischenkomponente und dem Montageschritt geschaffen wird, der diese Komponente in das fertige Produkt einbaut, dann ist die Lieferzeit für das fertige Produkt von der Vorlaufzeit für das komplexe Bauteil entkoppelt.
Die verkürzten Durchlaufzeiten, die eine bedarfsorientierte Materialbedarfsplanung bietet, tragen dazu bei, einen der kritischen Nachteile von Einzelanfertigungen und anderen Zugvorgängen zu mildern. Da Kundenaufträge konventionelle MTO-Operationen auslösen, finden alle Produktionsvorgänge zwischen dem Zeitpunkt der Bestellung und dem Zeitpunkt der Lieferung statt. Indem einige Produktionsvorgänge effektiv in den Zeitraum vor Eingang der Bestellung verschoben werden, reduziert DDMRP die Zeit bis zur Lieferung.
Die bedarfsorientierte Materialbedarfsplanung stützt sich auf einige Aspekte von MRP 1 und kombiniert sie mit Elementen aus anderen Produktionspraktiken. Insbesondere beschäftigt DDMRP eine Schlanke Fertigung Pull-Methode, um die Warteschlangen bei jedem Vorgang zu begrenzen, und ein Schwerpunkt auf der Reduzierung der Variabilität gegenüber Six Sigma in der Fertigung.
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