Energiekosten nachhaltig kappen
Bei VARTA steht effiziente Energienutzung im Fokus. Der Hersteller sieht sich steigenden Netz- und Energiekosten gegenüber. Für das Werk in Dischingen wurde daher eine wirtschaftliche Lösung gesucht, die Industriespeicher optimal nutzt und per Energie- und Lastmanagement die Kosten senkt.
Siemens EM + Varta Speicher = wirtschaftliche Lösung
Siemens erstellte gemeinsam mit VARTA ein umfassendes Konzept, um die Energieerzeugung zu modernisieren. Zugleich sollte die bewährte Technologie des Batterieherstellers integriert werden, um im Zusammenspiel eine innovative Lösung zu erhalten. Dazu wurde ein übergeordnetes Energie- und Lastmanagement aufgebaut. Es regelt die Anlagen prognosebasiert, damit die intensive Netznutzung gewährleistet ist. Installiert wurde ein Blockheizkraftwerk, das für den Kunden 236 Kilowatt elektrisch leistet. Der neue Batteriespeicher aus VARTA-Produktion hat eine Kapazität von 225 Kilowattstunden und erzeugt 125 Kilowatt elektrisch. Ein intelligentes Lastmanagement steuert die Aggregate an und sorgt zum Beispiel bei nicht ausreichender Stromerzeugung dafür, dass Lüftungsanlagen abgeschaltet werden. Sämtliche elektro- und regelungstechnischen Anlagen wurden in ein ganzheitliches Konzept integriert.
Neben der selbst erzeugten Energie können künftig die flexiblen Erzeuger genutzt werden, um auf dem volatilen Energiemarkt günstige Strompreise zu sichern und die Netze zu entlasten. Siemens installierte das Energiemanagementsystem Navigator, das Gebäudemanagementsystem Desigo CC sowie die Gebäudeautomation Desigo PX, um die Anlagen optimal zu steuern, zu dokumentieren und ihre Potenziale zu nutzen.

Batteriespeicher
Abdeckung der ersten Minuten
120 kW/225 kWh
PEAK-Shaving

BHKW
Lastübernahme
250 kWel
PEAK-Shaving; stromgeführter Betrieb

Lastabwurf
Abschalten von definierten Verbrauchen
Klimageräte 2* 165 kW
Lüftungsanlag 3* 63 kW
Zügige Amortation der Investitionen
Bereits nach vier Jahren wird sich die Investition von VARTA in das innovative Energieerzeugungs- und -speicherkonzept bezahlt gemacht haben. Energiekosten in Höhe von 210.000 Euro werden pro Jahr eingespart, auch weil ein Teil des Bedarfs durch das neue Blockheizkraftwerk gedeckt wird. VARTA hat jetzt mehr Transparenz über den Energieverbrauch und den Anlagenbetrieb. Ein Zehn-Jahres-Vertrag mit Siemens sichert die notwendigen Serviceleistungen und Optimierungen des vollautomatisierten Systems. Ein Performance Assurance Manager sorgt dafür, dass Strom aus dem Netz bestmöglich genutzt wird. So wird das Netz entlastet, gleichzeitig werden erneuerbare Energien mit flexiblen Anlagen optimal eingebunden.
Eine absolute Win-win-Situation: Mit unserem eigenen Batteriespeicher und dem Lastmanagement von Siemens reduzieren wir unsere Netzentgelte um 210.000 Euro pro Jahr.

210.000 Euro
weniger Energiekosten pro Jahr

Speicherlösung
des Herstellers in das Konzept integriert

Netzentgeltoptimierung
durch intensive Netznutzung
Diese partnerschaftlichen Ansätze sind gute Beispiele für Ökosysteme, die wir zukünftig für die Transformation zur Dekarbonisierung brauchen.
