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Worker at Excella-GmbH with WinCC-V8-and-PM-ANALYZE software running on screen and mobile device

Flexible Betriebsdatenerfassung für die Pharmaindustrie

Die Excella GmbH bei Nürnberg benötigte mehr Transparenz in der anspruchsvollen pharmazeutischen Produktion: ein System, das sich Prozessen flexibel anpasst und auf jeder Ebene die richtigen Informationen liefert. Automatische Betriebsdatenerfassung mit SIMATIC WinCC V8 erfüllt diese Anforderungen.

Warum ein SCADA-System für die Betriebsdatenerfassung?

Pharmazeutische Produktion bedeutet hohe Vielfalt und Flexibilität: unterschiedliche Produkte, verschiedene Prozesse und fünf Linien mit Maschinen verschiedener Hersteller. Um Betriebsdaten und Produktivität in dieser komplexen Umgebung kontinuierlich zu erfassen, brauchte Excella eine Lösung, mit der Teams von der Fertigung bis zum Controlling und Management Verbesserungen auf Basis klarer Daten planen, umsetzen und messen können.

Pharmaceutical production worker standing with tablet in prodction hall at Excella GmbH

Wichtige Vorteile

Transparenz auf allen Ebenen

Schichtleitung und Produktion sehen jederzeit live, welche Linie welchen Status hat und wo Probleme auftreten. Auftragszeiten werden automatisch erfasst, ohne manuelle Eingabe, wodurch pro Auftrag 5 bis 10 Minuten eingespart werden.

Flexibilität von Anfang an integriert

Das System passt sich den Prozessen von Excella an, nicht umgekehrt. Maximale Flexibilität bei Datenvisualisierung und Integration: SIMATIC WinCC V8 und PM-ANALYZE erfüllen die Anforderungen von Maschinen unterschiedlicher Hersteller.

Details ermöglichen gezielte Optimierung

Vom Gesamtstatus der Linie bis hin zu einzelnen Maschinen und Prozessschritten: Mikrostillstände, die früher unbemerkt blieben, werden sichtbar und lassen sich einfach beheben. Wie ein Blick unter die Lupe im Prozess.

Tablet with WINCC V8 content, held by pharmaworker

Transparenz für die pharmazeutische Verpackung

Die besondere Herausforderung bei Excella liegt in der enormen Vielfalt und Flexibilität der Prozesse. Allein in der Verpackung kann das Unternehmen auf insgesamt fünf Linien unterschiedlichste Produkte herstellen: Einzelblister, Mehrfachblister, Flaschen, Faltschachteln, „praktisch alles ist möglich“, erklärt Viktoria Megner, Abteilungsleiterin pharmazeutische Verpackung bei Excella GmbH & Co. KG. Um in diesem anspruchsvollen Umfeld wichtige Betriebsdaten und die Produktivität der Linien kontinuierlich zu erfassen, suchte das Unternehmen nach einer entsprechend vielseitigen Lösung, „damit wir Verbesserungen anhand konkreter Zahlen planen, umsetzen und messen können“, so die Expertin weiter.

Eine Lösung, die perfekt zu den Prozessen und Linien passt

Ein zentrales Kriterium für die Betriebsdatenerfassung (BDE) war, dass sich das System an die vielfältigen Prozesse und Anforderungen bei Excella anpasst, nicht umgekehrt, so Megner weiter: „Dabei haben wir auch darauf geachtet, dass wir die Mitarbeitenden in der Verpackung mitnehmen und sie bei ihrer Arbeit optimal unterstützen. Ziel war es, dass wir das System möglichst fließend einführen konnten, ohne dass unsere Teams viel Neues lernen mussten.“ Daher war ein Maximum an Flexibilität sowohl bei der Darstellung der erfassten Daten als auch bei der Datenintegration gefragt – zwei Anforderungen, die Siemens mit SIMATIC WinCC V8 und dem Add-On PM-ANALYZE problemlos erfüllen konnte.

3 pharmaceutical workers stand in front of a screen with WinCC data diagrams
Wir können jetzt die Produktivität einzelner Maschinen oder Prozessschritte gezielt optimieren und zum Beispiel Mikrostopps erkennen. Dadurch lassen sich oft schon mit einfachen Maßnahmen Prozesse deutlich verbessern.
Sebastian Eibner, Meister im Bereich pharmazeutische Verpackung, Excella GmbH & Co. KG

Schritt für Schritt zur transparenten Produktion

Von Anfang an war dabei für die Verantwortlichen bei Excella eines klar: „Die Anbindung an die bestehenden Maschinen wird nicht ganz trivial“, so Sebastian Eibner, Meister im Bereich pharmazeutische Verpackung bei Excella GmbH & Co. KG. Fünf Linien mit Maschinen unterschiedlicher Hersteller in eine gemeinsame Architektur zu integrieren, verlangte von System und Projektteam einiges an Know-how. Dabei half es sehr, dass SIMATIC WinCC V8 umfangreiche Mechanismen bietet, um mit unterschiedlichen Maschinen und Herstellern einfach kommunizieren zu können – ein Grund, warum sich Excella für Siemens und SIMATIC WinCC V8 entschieden hat.

Pharma worker with tablet in hands standing in production hall
Auftragszeiten werden jetzt automatisch erfasst. Das allein spart unseren Teams in der Verpackung 5 bis 10 Minuten pro Auftrag. Bei den vielen Aufträgen, die wir bearbeiten, sind das sicher 3 bis 4 Stunden pro Woche.
Manuel Eckert, Meister im Bereich pharmazeutische Verpackung, Excella GmbH & Co. KG

Transparenz steigert Effizienz und spart Stunden an Arbeitszeit

Zunächst startete Excella mit nur einer Linie, um so zunächst grundsätzliche Überlegungen anzustellen und Entscheidungen zu treffen. Anschließend wurde das ausgereifte System in den anderen Linien implementiert. Welche Linie hat welchen Status, wo gibt es Probleme – all das sehen die Meister und Produktionsteams jederzeit live. Auch das Controlling profitiert: Auftragszeiten werden jetzt automatisch erfasst, ohne dass die Mitarbeitenden Daten händisch eintragen müssen: „Das allein spart 5 bis 10 Minuten pro Auftrag. Bei den vielen Aufträgen, die wir bearbeiten, sind das sicher 3 bis 4 Stunden pro Woche. Das entlastet unsere Teams spürbar“, bestätigt Manuel Eckert, Meister im Bereich pharmazeutische Verpackung bei Excella GmbH & Co. KG.

Worker sitting at his desk in front of a screen with WinCC V8 and PM ANALYZE diagrams
zoom on hand holding a tablet inside a production hall

Wie eine Lupe im Prozess

Ein Aspekt, den Sebastian Eibner besonders hervorhebt, ist die hohe Auflösung der erfassten Daten. „Wir haben nicht nur einen ausgezeichneten Überblick über die gesamte Verpackung, sondern können auch die Produktivität einzelner Maschinen oder Prozessschritte gezielt optimieren.“ Als Beispiel nennt er sogenannte Mikrostopps, bei denen die Maschine nur wenige Takte verliert – „früher fiel das praktisch nie auf, da die Maschine eigentlich durchgelaufen ist. Jetzt konnten wir genau sehen, dass zum Beispiel an einer Linie einzelne Aggregate immer wieder in Wartestellung gingen, weil die Taktung nicht optimal war. Wir haben dann einfach einen Sensor um wenige Zentimeter versetzt, und das Problem war gelöst.“

Dank der Betriebsdatenerfassung können wir Verbesserungen anhand konkreter Daten planen, umsetzen und messen: Zahlen statt gefühlter Wahrheit.
Viktoria Megner, Abteilungsleitung pharmazeutische Verpackung, Excella GmbH & Co. KG
Three pharma workers standing in front of a big screen with software diagrams at production hall

Excella and Siemens: gemeinsam wachsen

Die Zusammenarbeit zwischen Excella und Siemens endet nicht mit der Implementierung. Gemeinsam wird das System kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Der nächste Schritt ist die automatische Übernahme von Auftragsdaten aus dem ERP-System. Die langfristige Verfügbarkeit und hohe Detailtiefe der Daten eröffnen neue Möglichkeiten zur Prozessoptimierung bei Excella und machen die pharmazeutische Produktion Tag für Tag transparenter, effizienter und zukunftsfähiger.

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