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Gasum Götene Biogasanlage

Stabilität und datengesteuerte Kontrolle bilden die Grundlage für die Energiesysteme der Zukunft.

Biogas wird zunehmend als Schlüsselfaktor für den Übergang zu einem Energiesystem ohne fossile Brennstoffe hervorgehoben. In Götene betreibt Gasum eines der größten und fortschrittlichsten Biogasprojekte Schwedens – eine Initiative, die nicht nur dem lokalen Klima zugute kommt, sondern auch als eindrucksvolles Beispiel dafür dient, wie Digitalisierung, Automatisierung und Kreislaufwirtschaft die gesamte Branche voranbringen können.

Ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Die neu eröffnete Großanlage von Gasum in Götene produziert jährlich 120 GWh flüssiges Biogas und ist damit eine der größten ihrer Art in Schweden. Die Anlage basiert auf einem Kreislaufsystem, bei dem 400.000 Tonnen Gülle und landwirtschaftliche Abfälle von nahegelegenen Bauernhöfen in erneuerbare Energie und Biodünger umgewandelt werden, die dann in die Landwirtschaft zurückgeführt werden. Dies bedeutet nicht nur geringere Emissionen für Transport und Industrie – über 30.000 Tonnen Kohlendioxid jährlich – sondern auch erhebliche Umweltvorteile in der Landwirtschaft, wo der Biodünger die Effizienz der Pflanzennährstoffe verbessert.

Langzeitvision und strategische Entscheidungen

Auf dem Weg zum Bau einer hochmodernen Biogasanlage standen von Anfang an die Themen Digitalisierung und Automatisierung im Mittelpunkt des gesamten Prozesses. Mit den richtigen digitalen Tools können Anlagen wie Götene nicht nur ihre Produktion maximieren, sondern auch eine flexible Grundlage für zukünftige Erweiterungen und technologische Entwicklungen schaffen.

Mit den Steuerungssystemen von Siemens ist es möglich, den gesamten Produktionsprozess zu vernetzen - von den Rohstoffströmen bis hin zum Gasaustausch und der Energieverteilung - und so eine hohe Betriebssicherheit, Ressourceneffizienz und minimale Unterbrechungen zu gewährleisten. Mit dem Real Digital Twin von AFRY konnte die Anlage auch getestet und ihre Funktionalität und Qualität überprüft werden, noch bevor sie in Betrieb genommen wurde. Dies ermöglicht eine hohe Lieferpräzision und eine effiziente Inbetriebnahme, während gleichzeitig der Bedarf an Arbeiten vor Ort reduziert wird.

'„Wir verwenden Siemens-Steuerungssysteme in allen unseren Anlagen und sind sowohl mit der Funktionalität als auch mit der Zuverlässigkeit sehr zufrieden. Das System bietet gute Möglichkeiten, Einheiten nach Bedarf zu ersetzen und aufzurüsten, auch wenn Komponenten auslaufen.

Die modernen Tools, wie das TIA Selection Tool und das TIA Portal, sorgen für einen effizienten und kohärenten Arbeitsablauf während des gesamten Prozesses, vom elektrischen Design über die SPS-Programmierung bis hin zur Überprüfung und Inbetriebnahme. Um Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben, haben wir einen digitalen Zwilling auf der Grundlage von SIMIT eingesetzt, was zu einer reibungsloseren und effizienteren Inbetriebnahme vor Ort beigetragen hat. Wir haben großes Vertrauen in das Steuerungssystem als langfristige Lösung, die sowohl den heutigen als auch den zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Es ist stabil, benutzerfreundlich und wird durch leistungsstarke Tools für die Prozessvisualisierung im SIMATIC WinCC SCADA-System ergänzt“, sagt Rikard Norman, Control System Specialist bei Gasum.

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Rikard Norman, Spezialist für Steuerungssysteme bei Gasum

Beschleunigung der Energiewende

Götene zeigt deutlich, dass eine industrielle, nachhaltige und zirkuläre Energieerzeugung in großem Maßstab durchaus machbar ist. Dabei sind Zusammenarbeit und Digitalisierung grundlegende Erfolgsfaktoren. Biogas ist für Schweden bei der Energiewende wichtig, weil es auf heimische Ressourcen zurückgreift und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen verringert. Dies stärkt die Handelsbilanz, macht die Wirtschaft widerstandsfähiger und schafft neue Arbeitsplätze, insbesondere in ländlichen Gebieten.

Die Technologie von Siemens bietet fortschrittliche digitale Tools, die Entwicklungsprozesse rationalisieren und Leistung optimieren, um letztlich den Übergang zu einem fossilfreien Energiesystem zu beschleunigen. Die Lösungen basieren auf bewährter Technologie, die speziell für alle Arten von energieintensiven grünen Prozessen angepasst werden kann.

„Für Siemens ist es ein großes Privileg und entspricht voll und ganz unseren Zielen, Projekte zu unterstützen, die die Energiewende wirklich vorantreiben.
Gemeinsam mit engagierten Energiefachkräften wie Gasum und kompetenten Partnern wie AFRY können wir Lösungen entwickeln, die einen echten Unterschied machen.
Mit diesem Projekt hat Gasum kluge Entscheidungen getroffen, um seine Anlage für die Zukunft zu rüsten. Wir hoffen, dass die Industrie auch in Zukunft die notwendigen politischen Rahmenbedingungen erhält, auch für P2X-Lösungen, damit mehr Projekte in der fossilfreien Brennstofferzeugung realisiert werden können“, sagt Sofia Erinder, Vertical Owner bei Siemens.

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Sofia Erinder, Vertical Owner bei Siemens