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Standardisierte Kufen als Lösung für Netzengpässe

Zusammen mit dem Netzbetreiber Enexis bündeln wir unsere Kräfte, um den Ausbau des niederländischen Stromnetzes zu beschleunigen. Dank eines innovativen und standardisierten Ansatzes können sie jetzt 100 Umspannwerke pro Jahr statt 10 bauen — eine Verzehnfachung des Tempos, das helfen wird, Netzengpässe zu lösen.

Die Nachfrage nach Kapazität im Stromnetz wächst rasant. Haushalte, Unternehmen und Projekte für erneuerbare Energien stoßen zunehmend an die Grenzen des Stromnetzes. Für Enexis, das 2,9 Millionen Kunden mit 139.000 Kilometern Stromleitungen und 46.000 Kilometern Gasleitungen bedient, war die traditionelle Methode des Baus von Umspannwerken zu langsam, um mit der wachsenden Nachfrage Schritt zu halten.

Es besteht ein großer Bedarf an zusätzlicher Netzkapazität, weshalb Enexis das Netzwerk so schnell wie möglich erweitern möchte,„erklärt Han Slootweg, Chief Operations Officer bei Enexis. Der Netzbetreiber stand vor der Herausforderung, seine Baukapazität drastisch zu erhöhen, ohne die Zuverlässigkeit oder Qualität zu beeinträchtigen.

Kufen verändern die Bauweise

Enexis entschied sich für einen grundlegend anderen Ansatz: komplett vormontierte und getestete Unterstationen — auch bekannt als „Skids“ — ausgestattet mit Technologie für blaue gasisolierte Schaltanlagen (GIS) von NXPLUS C 24. Diese standardisierten Einheiten können in vorgefertigten Stationen installiert und innerhalb eines Tages in Betrieb genommen werden, was die Projektdurchlaufzeiten erheblich reduziert.

Die Geräte werden ausgiebigen Tests unterzogen, bevor sie das Werk verlassen, was eine gleichbleibende Qualität gewährleistet und das Risiko von Fehlfunktionen vor Ort reduziert.

Das erste Kufe wurde im Oktober 2024 in den Niederlanden installiert. Ab 2025 werden die Umspannwerke nach Bedarf geliefert, sodass Enexis flexibel auf die Nachfrage nach Netzkapazität in verschiedenen Regionen reagieren kann.

Von 10 bis 100 Stationen pro Jahr

Dank der Standardisierung kann die Baukapazität von etwa 10 auf etwa 100 Stationen pro Jahr erhöht werden.

Die Energiewende erfordert ein Stromnetz, das schneller wächst als die Nachfrage und das Angebot an Elektrizität.„, sagt Joanne Meyboom-Fernhout, die das Infrastrukturgeschäft von Siemens in den Niederlanden leitet. “Mit dieser standardisierten Lösung helfen wir Enexis, Kapazitäten schneller verfügbar zu machen und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Qualität des Netzes auf nachhaltige Weise sicherzustellen.

Mit diesem Ansatz will Enexis in den nächsten acht Jahren bis zu 800 neue Verteilerstationen bauen — ein ehrgeiziges Ziel, das die Energiewende in den Niederlanden beschleunigen wird.

Juli 2026