Durch die Vernetzung von Maschinen untereinander und mit übergeordneten Systemen können Ressourcen und Produktionsdaten zentral verwaltet werden. Dies gewährleistet Kostenvorteile bei Beschaffung und Betrieb, was bedeutet, dass Auftragsdaten im gesamten Unternehmen verfügbar sind und es möglich ist, optimale Strategien für die Zuweisung von Aufträgen an die verschiedenen Produktionsstandorte innerhalb des Unternehmens zu identifizieren. Darüber hinaus können Materialbestand, Logistikprozesse und Werkzeugverfügbarkeit auf einen Blick gesehen und effizient koordiniert werden.
Dank der verbesserten Dokumentation von Fertigungsprozessen und Produktionsparametern ist das Potenzial, das der digitale Zwilling im Bereich des Qualitätsmanagements bietet, ebenso spannend. Wenn Hersteller genau wissen, welche Komponente mit welchen Funktionen, in welchen Produkten und wie sie installiert wurde, können sie gezielt auf potenzielle Probleme reagieren und ihre Prozesse optimieren. In seiner Simatic-Produktionsstätte in Amberg, Deutschland, verwendet Siemens bereits ein umfangreiches Dokumentations- und Auswertesystem und hat eine extrem niedrige Fehlerquote in der Produktion erreicht.
Und auch in der Prozessindustrie sorgt der digitale Zwilling für mehr Effizienz und Produktivität: Mit dem Schritt vom Integrated Engineering zu Integrated Operations ermöglicht Siemens Unternehmen der Prozessindustrie den Aufbau eines umfassenden Datenmodells von der Anlagentechnik bis zum Betrieb. Auch in diesem Bereich sorgt die Digitalisierung für eine kürzere Markteinführungszeit, mehr Flexibilität und höhere Effizienz. Dies gibt Unternehmen die Möglichkeit, erfolgreich auf die Volatilität und Vielfalt der globalen Märkte zu reagieren und ihre Produktivität sowie Energie- und Ressourceneffizienz zu steigern.