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Das Bild zeigt eine automatisierte Fertigungslinie zum Verpacken von Aspirin-Tabletten.

Wie Siemens MES und Automation die Aspirin-Linie von Bayer antreiben

Bayer eröffnete 1994 seine Produktionsstätte in Bitterfeld-Wolfen, Deutschland. Zu der Zeit war die Anlage eine der am stärksten automatisierten der Welt. Die Tradition geht weiter, da der Automatisierungsgrad dort in letzter Zeit noch besser geworden ist mit Opcenter Execution Pharma und Simatic Batch.

Siemens war von Anfang an vor Ort, um Bayer in Bitterfeld zu unterstützen. Aber nachdem die Anlage fast 30 Jahre in Betrieb war, geht das Wissen über die Anlage aufgrund von Personalwechseln stetig verloren. Das birgt ein wachsendes Risiko, dass technische Probleme zu Produktionsausfällen führen könnten. Darüber hinaus bestand die bestehende Systemlandschaft aus einzelnen Systemen, was eine Migration unmöglich machte. Deshalb wollte Bayer Bitterfeld ein neues einführen Fertigungsleitsystem (MES) Das würde sicherstellen, dass der Standort langfristig wettbewerbsfähig bleibt.

Siemens beeindruckt mit seiner Komplettlösung

Siemens hatte eine hervorragende Lösung für das neue System von Bayer anzubieten: Die Kombination aus Opcenter Execution Pharma und Simatic Batch integriert in die Simatic PCS 7 Prozessleitsystem. Bayer Bitterfeld erwirbt nicht nur ein hochmodernes MES, es erhält auch ein effizientes Automatisierungslösung (DCS) zur gleichen Zeit.

Die Lösung modelliert den gesamten Prozessablauf auf DCS-Ebene, wo ereignisbasierte MES-Workflows bei Bedarf ausgelöst werden können. Jeder einzelne Prozess wird als mehrstufige Bibliotheksfunktion oder -typ modelliert. Das bedeutet, dass der Kunde jeden neuen Unterprozess mithilfe der Bibliotheksfunktionen direkt im Batch-Rezept generieren und alle notwendigen Änderungen im Automatisierungssystem viel schneller und einfacher umsetzen kann: Ein weiterer Vorteil der Komplettlösung ist, dass sie einfacher zu handhaben ist: Beide Systeme werden über dieselbe Benutzeroberfläche gesteuert.

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Das Bayer-Werk in Bitterfeld ist vor allem für seine Aspirin-Herstellung bekannt (Foto: Bayer Bitterfeld).

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Das neue MES und die Automatisierung wurden schrittweise während des laufenden Betriebs eingeführt (Foto: Bayer Bitterfeld).

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Als die Anlage 1994 gebaut wurde, war ihre Automatisierung bereits vorbildlich. Die Tradition wird mit dem neuen MES und der Automatisierung fortgesetzt (Foto: Bayer Bitterfeld).

Erfolgreiche Migration mit laufenden Systemen

Eine Bedingung für die Systemmigration bei Bayer Bitterfeld war, dass es während des Projekts keine Ausfallzeiten und keine Produktionsunterbrechungen geben durfte. Deshalb wurde das neue System Schritt für Schritt eingerichtet, während die Produktion fortgesetzt wurde. Das neue und das alte MES operierten eine Zeitlang parallel, fast so, als hätten wir zwei Herzen in einem einzigen Körper. Das bedeutete zum Beispiel, dass einige Verpackungslinien auf dem neuen System liefen, während andere noch das alte verwendeten. Daher war es wichtig, dass beide MES-Systeme auf dieselben Informationen zugreifen konnten — zum Beispiel über Ressourcen wie Behälter mit Rohstoffen, die verpackt werden müssen.

Die Systemmigration ging mit einer Umstellung von papiergestützter auf papierlose Dokumentation einher. Dr. Andrea Heym, Head of Formulation bei Bayer Bitterfeld, kommentiert: „Als Siemens das System — mit all seinen zugegebenermaßen komplexen Prozessen — in unserer Rezepturabteilung implementierte, hatte ich das Gefühl, dass mein Team sich bei der Umstellung auf ein neues MES sehr unwohl fühlte.“ Siemens unterstützte daher die Implementierung des Systems mit Hypercare und einer projektbasierten Bereitschaftsvereinbarung rund um die Uhr. Das bedeutete, dass Mitarbeiter in der Produktion den Hersteller zu jeder Tages- und Nachtzeit um Hilfe bei der Bedienung des Systems bitten konnten.

Das Projekt fügt einer alten Partnerschaft ein neues Kapitel hinzu

Andrea Heym ist jetzt sehr beeindruckt von dem neuen System: „Die Produktionsprozesse laufen mindestens so schnell wie zuvor.“ Die Einführung des Systems war auch ein hervorragendes Projekt für Siemens. „Es war kein gewöhnliches Projekt“, erklärt Michael Berger, Projektmanager bei Siemens. „Wir haben die Herausforderungen angenommen und sind stolz auf das Ergebnis. Wir haben ein zukunftsfähiges System und einen zufriedenen Kunden.“

Bayer und Siemens gehen jetzt eine langfristige Partnerschaft ein und schließen einen Lifecycle-Servicevertrag ab. Es ist eine Win-Win-Situation für beide Unternehmen: Während Bayer Bitterfeld von einem langfristigen Service profitiert, kann Siemens sich darauf verlassen, dass Bayer langfristig Teil seines Kundenstamms ist.

Juli 2022
(Fotos: Bayer Bitterfeld)

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