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Eine visuelle Darstellung eines intelligenten Mikronetzes auf den Azoren, das die Bemühungen zur Dekarbonisierung hervorhebt.

Dekarbonisierung der Azoren: Batteriespeicher und Mikronetze

Terceira, eine von neun Inseln der Azoren, wandelt ihr Netz digital um, um die Netzstabilität und den Anteil erneuerbarer Energien deutlich zu erhöhen.

Kombination der realen und der digitalen Welt

Die Azoren, die bereits für ihre üppige Tier- und Pflanzenwelt bekannt sind, werden in einer anderen Hinsicht grüner — sie machen ihre Stromversorgung sauberer und weniger abhängig von fossilen Generatoren. Um dies zu erreichen, erweiterte Terceira seine lokalen Kapazitäten zur Erzeugung erneuerbarer Energien mit einem intelligenten Mikronetz als Herzstück. In Zusammenarbeit mit Fluence setzt Siemens ein Microgrid-Managementsystem und ein großes, autonomes Batteriespeichersystem ein, um den Weg der Inseln zu einem nachhaltigeren Stromnetz zu beschleunigen.

Die Azoren, ein vulkanischer Archipel, 1.400 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt, sind von Arten bevölkert, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Und seit 2023 bieten die Inseln eine neue Attraktion — allerdings eine, die für Technikbegeisterte wahrscheinlich interessanter ist als für Naturliebhaber: Eines der größten Batteriespeichersysteme Europas wurde auf Terceira, einer der neun bewohnten Inseln des Archipels, gebaut.

External view of Terceira power plant on a hill

Erneuerbare Energien für Terceira

Die Hauptstadt von Terceira, Angra do Heroísmo, hat eine Altstadt und Befestigungsanlagen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Und das neue Mikronetz und die Batteriespeicherlösung werden es nun ermöglichen, die historische Stadt — und alle anderen Städte auf der Insel — mit mehr erneuerbarer Energie zu versorgen.

Die wichtigsten erneuerbaren Energiequellen auf der Insel sind:

  • geothermische Energie
  • Windenergie
  • Wasserkraft
  • Sonnenenergie

Die Geschichte der Azoren in der Nutzung erneuerbarer Energien reicht Jahrzehnte zurück. In den späten 1980er Jahren installierten sie die ersten Windturbinen des Archipels, und das erste geothermische Kraftwerk wurde kurze Zeit später in Betrieb genommen. Heute produzieren alle bewohnten Inseln Strom aus erneuerbaren Quellen. Ungefähr 40 Prozent des Strombedarfs des Archipels werden aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Geothermie ist besonders wichtig und macht 60 Prozent der gesamten erzeugten erneuerbaren Elektrizität aus; der Rest stammt hauptsächlich aus Wind- und Wasserkraftanlagen.

Ein bedrohtes Inselparadies

Wie alle Inseln sind die Azoren besonders anfällig für den Klimawandel. Steigende Meere bedrohen Küstensiedlungen. Und Forscher gehen davon aus, dass viele Inseln in den kommenden Jahrzehnten mit zunehmender Dürre zu kämpfen haben werden — eine potenzielle Bedrohung für die Trinkwasserversorgung.

Natürlich können die Inseln dieses Problem nicht alleine lösen — aber sie können ihren Teil dazu beitragen, die globalen CO2-Emissionen zu reduzieren.

Energie von den Inseln für die Inseln

Auf den Azoren ist die Dekarbonisierung als Teil einer umfassenden Energiestrategie geplant, die einen kontinuierlichen Ausbau erneuerbarer Energien und eine Vielzahl anderer Schritte wie die Förderung der Elektromobilität vorsieht.

Durch den Ausbau der lokalen, erneuerbaren Energieerzeugung lösen die Azoren zwei Probleme gleichzeitig. Mehr Strom aus erneuerbaren Quellen bedeutet eine Senkung der Treibhausgasemissionen. Und die lokale Produktion reduziert die Abhängigkeit vom Festland — weil rund 60 Prozent der benötigten Energie immer noch in Form fossiler Brennstoffe auf die Inseln importiert werden.

A map of the Azores archipelago highlighting wind energy production.
A solar panel installation in the Azores, Portugal, with a clear blue sky and a mountain range in the background.

Elektrischer Speicher für ein stabileres Netz

Jede Insel hat ihr eigenes unabhängiges Stromnetz. Also, die Stromversorgung kann nicht für den gesamten Archipel erneuert werden, sondern es werden individuelle Insellösungen benötigt — zum Beispiel auf Terceira. Hier investiert der portugiesische Energieversorger Electricidade dos Açores (EDA) in innovative Technologie: ein Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 15 Megawatt (MW) in Kombination mit einem intelligenten Mikronetzmanagement von Siemens. Das von Fluence bereitgestellte Speichersystem stellt sicher, dass kein autonom erzeugter Strom verschwendet wird und alles so effizient wie möglich genutzt wird. Es nimmt überschüssige Energie auf und leitet sie wieder in das Netz ab, um den Bedarf zu decken, wenn die Produktion zu gering ist.

Das Batterie-Energiespeichersystem bietet zwei weitere Vorteile:

  • Es reguliert die Frequenz
  • Es gleicht die Spannung für das Stromnetz der Insel aus — und verbessert so die Stabilität

Modular aufgebaut: Das von Fluence bereitgestellte Speichersystem nimmt überschüssige Energie auf und leitet sie wieder in das Netz ab, um den Bedarf zu decken, wenn die Produktion zu gering ist.

Storage facility for grid energy on Azorean island of Terceira

Intelligentes Microgrid-Managementsystem sorgt für Effizienz

Ein intelligentes Mikronetz-Managementsystem stellt sicher, dass Stromerzeugung, Energiespeicherung und Stromverbrauch vollständig ausgewogen sind. Es ermöglicht die Überwachung und Steuerung der gesamten Infrastruktur in Echtzeit und kann stündliche oder tägliche Prognosen für Produktion, Verbrauch und Speichernutzung auf der Grundlage einer Vielzahl von Daten — einschließlich Wetter — erstellen.

Das System kann weitere sechs Megawatt in den Strommix aus erneuerbaren oder endogenen Quellen wie geothermischer Erzeugung integrieren. Das bedeutet, dass die Insel mit dem neuen Batteriespeichersystem mittelfristig in der Lage sein wird, ihren Anteil an erneuerbaren Energien auf rund 60 Prozent auszuweiten.

Ein Plan für Energieinseln

Sobald das Ziel von 60 Prozent erneuerbarer Energie erreicht ist, kann das modular aufgebaute Batteriespeichersystem nach Bedarf erweitert werden. Dies folgt dem Beispiel anderer Inselnetze, die sich schnell dekarbonisieren, wie Irland, das sich schnell dem Ziel nähert, bis 2030 70 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien zu beziehen, und das auch Batteriespeicher beschafft, um seine Ziele zu erreichen.

Aber selbst die aktuelle Konfiguration liefert bereits messbare Verbesserungen für Terceira. Der jährliche Dieselverbrauch der Insel wurde bereits um 1.150 Tonnen gesenkt, weil weniger Strom mit Generatoren erzeugt werden muss. Das entspricht einer Reduzierung der CO2-Emissionen um mehr als 3.500 Tonnen pro Jahr — ungefähr das Äquivalent von 1.500 Fahrzeugen, die 20.000 Kilometer pro Jahr fahren. Also, schließlich wird das neue Microgrid-Managementsystem sehr wahrscheinlich nicht nur Technikfans, sondern auch Naturliebhaber ansprechen.