Die technische Herausforderung war die Wasserkühlung in einer staubigen Umgebung.
Ein besonderer Schwerpunkt war die des Kunden Produktionsumgebung. Beim Glasschleifen wirbeln feine, scharfe Partikel durch die Luft und stellen ein großes Risiko für lüftungsgekühlte Antriebe dar. „Normale Steuerungen verwenden Umgebungsluft zur Kühlung“, erklärt Wouter. „Aber in einer staubigen Umgebung verstopfen diese Lüftungskanäle und Lüfter sofort und es besteht die Gefahr einer Überhitzung oder Beschädigung.“
Wir haben uns daher für entschieden wassergekühlte Antriebe in einem geschlossenen Kreislauf. Diese Technologie leitet Wärme über Wasser statt über Luft ab, was die Zuverlässigkeit erhöht und die Wartung vereinfacht. „Wasserkühlung war die einzig nachhaltige Option“, fährt Jos fort. „Der Kunde hat eine konstante Wasserversorgung und das System bleibt vollständig von der staubigen Umgebung abgeschottet. Auf diese Weise vermeiden wir, ständig die Filter wechseln zu müssen, und reduzieren den Verschleiß.“
Das Ergebnis: effizient, zuverlässig und nachhaltig
Die Kombination von IE4-Motoren und G150-Antrieben in einer standardisierten Anordnung sorgt für spürbare Energieeinsparungen und eine höhere Effizienz. Schließlich kann der Ersatzmotor sofort ausgelöst werden, wenn einer der Steintrommeln zum Stillstand kommt. Wouter: „Auf diese Weise hat der Kunde viel mehr Kontrolle während des gesamten Prozesses. Nottransporte von Ersatzteilen — mit all dem damit verbundenen Stress für die Ingenieure — gehören definitiv der Vergangenheit an.“
Die Kombination aus Energieeffizienz, Wartungsfreundlichkeit und Prozesssicherheit bedeutet, dass sich die Nachrüstung innerhalb weniger Jahre amortisiert. Darüber hinaus ist die Anlage vorbereitet für weitere Digitalisierung, was den langfristigen Wert des Projekts erhöht.
Der nächste Schritt: Prädiktive Wartung mit Sensoren
Die Zusammenarbeit zwischen AMR, itsme, Breemes und Siemens wird mit der Implementierung von fortgesetzt. prädiktive Überwachung. „Wir werden Sensoren an den Motoren anbringen, die Vibration und Temperatur messen“, sagt Annelies. „Dadurch können wir Verschleiß frühzeitig erkennen und Wartungsprüfungen planen, bevor es zu Schäden oder Ausfallzeiten kommt.“
„Prädiktive Wartung passt in den Industrie 4.0-Ansatz, den Siemens unterstützt“, sagt Wouter. „Es erhöht die Betriebssicherheit, reduziert den Energieverlust aufgrund von Lagerschäden und ermöglicht effizientere Wartungsplanung. Die ersten Überwachungsanwendungen sind für 2026 geplant.“
Die Nachrüstung hat dem Hersteller von Dämmstoffen eine energieeffiziente, zuverlässige und zukunftssichere Antriebsinfrastruktur zur Verfügung gestellt. Jos: „Wir haben unseren Kunden eine effiziente und nachhaltige Lösung das ist bereit für eine digitale Produktionsumgebung.“