Was ist „adaptive Produktion“ und für wen ist sie gedacht?
Die adaptive Produktion verlagert die Fertigung von statischer Effizienz zu dynamischer Belastbarkeit. Mithilfe von KI, softwaredefinierter Automatisierung und IT-ähnlicher Technik ermöglicht es, in Echtzeit auf Störungen zu reagieren und gleichzeitig die Mitarbeiter zu unterstützen — statt sie zu ersetzen. Es ist für alle Unternehmensgrößen skalierbar und basiert auf Plug-and-Play-Technologie, um die Produktion zu optimieren, ohne dass tiefes technisches Fachwissen erforderlich ist.
Was ist der Unterschied zwischen „adaptiver Produktion“ und „flexibler Fertigung“?
Während die flexible Fertigung mit Produktänderungen umgeht, reagiert die adaptive Produktion auf alle Prozessbedingungen — wie das Verhalten der Ausrüstung und Angebotsschwankungen. Es überwacht die Leistung, erkennt Qualitätsprobleme und passt sich in Echtzeit an, wodurch Ertrag, Qualität und Durchsatz für jeden Produktionsmix oder jedes Produktionsvolumen verbessert werden.
Welche Schlüsseltechnologien werden benötigt, um eine adaptive Produktion zu ermöglichen?
Bei der adaptiven Produktion wird ein mehrschichtiger Technologie-Stack verwendet, der auf bestehenden Systemen aufbaut und sich ideal für Brachflächen eignet. Edge Computing ermöglicht Echtzeitfunktionen wie Inspektion und vorausschauende Wartung. Durch die Integration von Daten von Maschinen, Software und Zeitplänen mithilfe von Graphdatenbanken entsteht ein einheitliches Produktionsmodell. Generative KI und große Sprachmodelle machen Erkenntnisse dann durch Abfragen in einfacher Sprache zugänglich.
Was machen diese Technologien möglich?
Adaptive Produktion erzeugt eine geschlossene Rückkopplungsschleife — von der Erfassung bis zur Aktion. Edge-Geräte erkennen Probleme in Echtzeit, während grafbasierte Modelle die Ursachenanalyse ermöglichen. Generative KI übersetzt Daten in intuitive Antworten, und Korrekturmaßnahmen können automatisiert werden. Dieser kontinuierliche Regelkreis ermöglicht intelligentere, effizientere und flexiblere Abläufe.
Funktioniert das auch für ältere Anlagen mit Altsystemen?
In diesen sogenannten Brownfield-Umgebungen erweitert die adaptive Produktion bestehende Systeme, anstatt sie zu ersetzen. Edge-Computing und intelligente Sensoren ergänzen ältere Geräte und erfassen vielfältige Daten. Durch semantische Modellierung werden diese Daten vereinheitlicht, um KI-gestützte Überwachung, Ursachenanalyse und Selbstoptimierung zu ermöglichen — skalierbar ohne größere Infrastrukturänderungen oder Störungen.
Was ist ein typisches Beispiel für ein Unternehmen, das von adaptiver Produktion profitiert?
Tyson Foods, ein US-amerikanisches Lebensmittelunternehmen, zeigt die adaptive Produktion in Aktion und nutzt KI-Copiloten, um die Schichtplanung mit historischen Daten zu unterstützen. Die hohe Akzeptanz war auf eine nahtlose Workflow-Integration und ein minimales Änderungsmanagement zurückzuführen. Der Erfolg hängt von einer soliden Datenbasis und einem nutzerzentrierten Design ab, das die Mitarbeiter an vorderster Front frühzeitig einbezieht. Das Ergebnis: bessere Leistung, schnellere Problemlösung und attraktivere, technologiegestützte Arbeitsplätze.