Experte für Industrieanlagen
Das Erstellen von Punktwolken ist jedoch fast so einfach wie das Fotografieren. Jan schätzt, dass mit der richtigen Messausrüstung eine 10.000 Quadratmeter große Pflanze innerhalb eines Tages millimetergenau erfasst werden kann. „Aus dieser Punktwolke erkennt unsere KI die Gebäudeinfrastruktur, wie Wände, Böden und die Decke zwischen den Zwischengeschossen“, erklärt Jan. „Und wir haben es trainiert, um insbesondere technische Gebäudeausrüstung zu erkennen, einschließlich Kabeltrassen, Rohren und Stahlträgern an der Decke. Oder die Ausrüstung auf dem Boden, wie Maschinen, Ladungsträger, Regale und Paletten: Mit anderen Worten, alles, was letztendlich bewegt werden kann, wenn eine Fabrik verschoben werden muss. Wir können die meisten Industrieanlagen direkt als CAD-Modelle abbilden. Nur in speziellen Anwendungsfällen mit speziellen Objekten müssen wir die KI umschulen, damit diese Objekte auch erkannt werden.“
Startup mit guten Siemens-Kontakten
Jan nimmt den Erfinderpreis im Namen des gesamten RIIICO-Teams entgegen. Er und die beiden Mitbegründer Felix Fink und Patrick Mertens sind ehemalige Studierende der RWTH Aachen University, einer der Partneruniversitäten von Siemens. Sie hatten ihre Geschäftsidee bereits als Studierende entwickelt und konnten vom Austausch mit Experten in der Forschungs- und Innovationsökosystem von Siemens Aachener Bogen rund um die Universitäten in Aachen, Löwen und Eindhoven sowie von der Exzellenz-Gründerzentrum NRW an der Universität in Aachen. Sie haben endlich ihre gegründet Startup-Unternehmen im Jahr 2021. „Siemens war damals unser erster Kunde, als wir nur zu dritt waren“, erinnert sich Jan. „Seitdem sind wir stark gewachsen und sind jetzt ein dynamisches internationales Startup mit 24 Mitarbeitern aus acht Ländern.“