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Weniger Angst während der Prüfung

Stefanie Gügel-Wild, Lukas Eller | Erfinder des Jahres von Siemens | Design und Benutzererlebnis

Mammogramme retten Leben. Sie ermöglichen es, bösartige Brusttumore — die häufigste Krebsart bei Frauen — zu erkennen, oft lange bevor sie wahrgenommen werden können. Das bildgebende Verfahren scannt das Brustgewebe der Patientin mit niedrig dosierten Röntgenstrahlen und erzeugt ein detailliertes Bild, das verwendet werden kann, um selbst geringfügige Veränderungen zu identifizieren und zu beurteilen. Besonders genaue Diagnosen können mit Mammographiesystemen gestellt werden, die ein dreidimensionales Bild des gescannten Gewebes liefern: zum Beispiel MAMMOMAT b.Brilliant, das neueste 3-D-Mammographiesystem von Siemens Healthineers. Für ihr benutzer- und patientenorientiertes Design von MAMMOMAT b.Brilliant wurden Stefanie Gügel-Wild und Lukas Eller von Siemens Healthineers zu Erfindern des Jahres 2024 in der Kategorie Design & User Experience gekürt.

Entspannte Untersuchungsumgebung für Patienten

A person is standing in front of a white wall, wearing a black shirt and holding a black object in their hand.

Stefanie Gügel-Wild und Lukas Eller sind Erfinder des Jahres 2024. Ihre Erfindung macht Mammographieuntersuchungen für Patienten komfortabler.

„Wenn wir über ein Mammographiegerät für Anwender sprechen, müssen wir zwei Benutzergruppen berücksichtigen“, erklärt Stefanie. „Das medizinische Personal, das das Gerät oft stundenlang bedienen muss, und die Patienten, die manchmal großen Stress erleben, wenn sie die Untersuchungsumgebung betreten. Um kranke und ängstliche Patienten im Hinterkopf zu behalten, war es für uns wichtig, Untersuchungsbedingungen zu schaffen, die sich entspannt und nicht bedrohlich anfühlen. Deshalb haben wir ein Gerät entwickelt, das so beruhigend und reduziert wie möglich wirkt und indirekt mit sanften Farben beleuchtet werden kann. Das entfernt den „technischen“ und bedrohlichen Aspekt der Maschine und macht sie zugänglicher.“

Bei einer 3D-Mammographie werden mehrere Bilder aus verschiedenen Positionen aufgenommen, die dann zur Berechnung der dreidimensionalen Darstellung verwendet werden. Die Bilder werden aufgenommen, während die Röntgenröhre um die stationäre Brust bewegt wird. „Natürlich ist das für viele Patienten unangenehm: Die Brust ist in ihrer Position fixiert, sie können sich nicht bewegen und das System bleibt in Bewegung“, beobachtet Lukas. „Deshalb hat unser Gerät ein einzigartiges Element: einen festen ergonomischen Gesichtsschutz. Die Patienten können ihren Kopf gegen dieses durchsichtige Schild legen und haben das Gefühl, sicher und geschützt zu sein. Wir haben auch eine bequeme Handauflage entworfen, die die Patienten während der Untersuchung intuitiv finden können. Das soll ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, ohne sie dazu zu ermutigen, es fest anzufassen, sodass der Brustmuskel während der Untersuchung entspannt bleibt.“

A person riding a bicycle on a road with a blurred background, possibly in a forest or park area.

Das UX-Team analysierte im Vorfeld alle Aspekte der Prüfung.

A person is riding a bicycle on a road with a blurry background.

Ergonomischer Arbeitsplatz

Ein Design wie dieses entsteht nicht zufällig; es ist das Ergebnis sorgfältiger Analysen durch das gesamte UX-Team. Sie besuchten Krankenhäuser, konsultierten medizinische Bildgebungstechniker und beobachteten Untersuchungen. Dabei beobachteten sie, dass sich die Techniker bei den meisten Geräten bücken mussten, um die Patienten für die Untersuchung richtig zu positionieren. Diese Beobachtung war die Motivation für die neue ComfortMove-Funktion: Wenn die Röntgenröhre nicht benutzt wird, schwenkt sie leicht nach hinten, sodass die Techniker aufrecht arbeiten können.

In zahlreichen Iterationen wurde das neue Design schrittweise auf der Grundlage der Analyseergebnisse, der technischen Anforderungen und anderer Bedingungen erstellt. Das medizinische Personal war in jeder Phase involviert und war in der Lage, Beiträge zu leisten. Zum Beispiel testeten die Technologen die Arbeitsabläufe während des Designprozesses mit einer VR-Brille und einem Pappmodell. 3D-gedruckte Prototypen wurden auch hergestellt, um Fragen zur Ergonomie während der Entwicklung zu beantworten. Der MAMMOMAT b.Brilliant ist seit Herbst 2023 auf dem Markt.