Skip to main content

Retrofit für mehr Effizienz und Sicherheit

Das Aluminiumunternehmen Constellium Valais SA in Siders hat seine über 40 Jahre alte Richtanlage für Aluminiumprofile «Made in West Germany» einem Retrofit unterzogen. Jetzt unterstützen eine speicherprogrammierbare Simatic Steuerung mit Technologieobjekten und Siemens-Servomotoren das Personal bei der Korrektur der Aluminiumprofile.

Die Nachrüstung war fällig

Nach dem Strangpressen wird das Profil entweder mit Luft oder mit Wasser gekühlt, was zu Verformungen führen kann. Um diese Unregelmässigkeiten zu korrigieren, werden die Profile mechanisch mithilfe einer Richtmaschine, auch Rundrichtmaschine genannt, bearbeitet. Der Bediener führt dabei das einzustellende Profil zwischen zwei rotierende Rollen mit unterschiedlichen Durchmessern, übt Kraft auf das Profil aus und korrigiert so die Geometrie.

Der Constellium-Standort in Siders verfügt über vier solcher Richtanlagen. Eine von ihnen, die ausschliesslich Profile mit harten Legierungen bearbeitet, war in die Jahre gekommen – die Aufschrift «Made in West Germany» beweist es. Da der mechanische Teil der Anlage noch in gutem Zustand war, beschloss Constellium, in erster Linie ein elek-tri-sches Retrofit vorzunehmen. Für dieses Projekt wandte sich Constellium an das Automatisierungsunternehmen GAP Engineering SA aus dem Nachbardorf Chalais. «Wir arbeiten seit fast 20 Jahren zusammen. Eine Stärke von GAP Engineering ist es, dass sie nicht nur den elektrischen, sondern auch den mechanischen Teil einer Maschine bearbeiten können. So erhalten wir ein ‹schlüsselfertiges› Projekt aus einer Hand», betont Damien Barmaz, Leiter technisches Büro Elektrik und Automatisierung bei Constellium.

Dank dieser Nachrüstung und der vielen kreativen Lösungen von GAP Engineering haben wir jetzt eine Maschine, die den neuesten Sicherheitsanforderungen entspricht
Damien Barmaz, Leiter technisches Büro Elektrik und Automatisierung, bei Constellium

Kluge Ideen erhöhen die Sicherheit

Gute Ideen waren nicht nur bei der Automatisierung der Anlage im TIA-Portal nötig, sondern auch für die Sicherheit der Bedienenden: So entwickelten Berner und sein Team einen speziellen Stahlblock, der mit einem Sensor ausgestattet ist. Er wird bei Wartungs- oder Reinigungsarbeiten oder zum Einrichten einer Montage für ein neues Profil verwendet. Dabei wird der Rollentisch angehoben, um die Maschine zugänglich zu machen. Mit dem Stahlblock kann die Position des Tisches gesichert werden, damit er nicht versehentlich herunterklappt und jemanden verletzt. Geht der Sicherheitsblock vergessen, registriert der Sensor dies. Wenn jemand nun in den von einem Laserscanner überwachten Gefahrenbereich eindringt, ertönt ein Alarm, und die Motoren werden sofort gestoppt. «Die Kommunikation über Profinet funktioniert sehr gut», erklärt Berner, «und die Laserscanner eines Drittanbieters konnten problemlos integriert werden – das haben wir sehr geschätzt». Damit bestimmte Teile der Maschine gereinigt werden können, müssen sich die Walzen sehr langsam drehen – ein nicht ungefährlicher Vorgang. Die Nachrüstungsprofis von GAP Engineering haben zu diesem Zweck ein spezielles Pedal eingebaut. Es muss während des Reinigungsvorgangs ständig betätigt werden, sonst stoppt die Maschine augenblicklich.

DSC7835- medium - 9dae0cb9-9a5d-4c0f-8a7f-0ad66d8cdab5

Ganzer Artikel

Hier finden Sie den kompletten Anwenderbericht aus dem Kundenmagazin «insight 01/2024»

Zum kompletten Artikel