Zeigertelegraph1847
Zigarrenkisten, Phantasie und etwas Kupferdraht benötigt Werner von Siemens 1847, um einen einfach aufgebauten, aber zuverlässig arbeitenden Zeigertelegraphen zu konstruieren. Damit ist das Problem der sicheren Nachrichtenübertragung auch über größere Entfernungen gelöst. Mit dieser Erfindung legt Werner den Grundstein für die "Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske".
Russisches Telegraphennetz, uniformierte Beamte der russischen Remonte (Wartungstechniker) von Siemens
1853 beginnt Siemens & Halske mit dem Bau des russischen Ferntelegraphennetzes, das 1855 vollendet wird. Das Netz hat eine Länge von ca. 10.000 km und erstreckt sich von Finnland über St. Petersburg, Moskau, Kiew, Odessa bis zur Krim. Weitere Linien führen zum Baltikum, nach Warschau und Myslowitz.
Station der Indo-Europäischen Telegraphenlinie in Persien, Aufnahme um 1880
Nach nur zwei Jahren Bauzeit nimmt Siemens & Halske im Jahr 1870 die Indo-Europäische Telegraphenlinie in Betrieb. Die Strecke ist über 11.000 km lang und reicht von London nach Kalkutta. Eine Depesche nach Teheran benötigt nur noch eine Minute, nach Kalkutta dauert es sensationelle 28 Minuten.
Faraday, Blick von der Kommandobrücke
1874 beginnt Siemens mit der Legung des ersten direkten Transatlantikkabels Irland-USA. Unter der Leitung von Carl Siemens nimmt ein speziell für diesen Zweck konstruiertes Schiff, die "Faraday", die Legung vor. Am 15. September 1875 wird dieses sog. "Direct United States Cable" in Betrieb genommen.
Einrichtung für die Bildtelegraphie nach dem System Siemens-Karolus-Telefunken, 1927
Die Bildtelegraphie entsteht in den zwanziger Jahren. Bilder werden von einer Fotozelle abgetastet und beim Empfänger mittels einer gesteuerten Lichtquelle auf lichtempfindliches Papier kopiert. 1927 geht die Strecke Berlin-Wien mit dem System "Siemens-Karolus-Telefunken" in Betrieb. Vor allem die Pressefotografie bedient sich dieser neuen Technik zur Übermittlung von Bildern.
Erstes automatisches Fernsprechamt mit Hebdrehwählern in München Schwabing, 1909
Als 1881 das erste Telephonamt in Berlin in Betrieb ging, regelte man die Vermittlung noch per Hand. Aufgrund der steigenden Teilnehmerzahlen wird der Vorgang automatisiert und 1909 das erste deutsche Großstadt-Fernsprechamt mit Selbstwählbetrieb für zunächst 2500 Anschlüsse in München-Schwabing eröffnet.
Erstes Telexamt in Berlin, 1933
Die Weiterentwicklung der druckenden Telegraphenapparate führt 1928 zum Fernschreiber, einer Schreibmaschine mit Sende- und Empfangsteil. Auf Vorschlag von Siemens eröffnet die Deutsche Reichspost 1933 den Versuchsbetrieb für das erste öffentliche Fernschreibwählnetz der Welt mit Telexämtern in Berlin und Hamburg.
Blick auf die Schmelzzone beim Zonenziehverfahren für hochreines Silizium
Siemens ist das erste Unternehmen, dem es im Jahr 1953 fast gleichzeitig und unabhängig von Forschern in Amerika gelingt, das für Halbleiterbauelemente notwendige hochreine Silizium zu gewinnen. Für dieses Verfahren zum tiegelfreien Ziehen von Silizium erhält Siemens im gleichen Jahr ein Patent.
Erdefunkstelle Raisting, errichtet 1964
Über Kommunikationssatelliten wird der größte Teil des internationalen Nachrichtenverkehrs abgewickelt. Siemens errichtet 1964 als Hauptauftragnehmer der Deutschen Bundespost in Raisting/ Oberbayern eine Satelliten-Erdfunkstelle. Sie wird in mehreren Stufen zur weltweit größten ihrer Art ausgebaut.
HICOM, das private Kommunikationssystem
1984 präsentiert Siemens das private Kommunikationssystem HICOM. Es erfüllt den Weltstandard des künftigen Nachrichtennetzes ISDN (Integrated Services Digital Network) und integriert als erstes System alle Kommunikationsformen in einem Netz, auf einer Leitung und unter einer Rufnummer.
256-Mega-Bit-DRAM-Chip, 1994
Mit den ersten Kundenmustern des 256-Megabit-Speicherchips, des kleinsten und schnellsten dieser Art, tritt das Megaprojekt ab 1996 in eine entscheidende Phase: Auf diesem Chip lassen sich die gesamten Werke von Shakespeare und Goethe sowie die japanische Hochliteratur speichern.
Fingerabdruck-Sensor, ID Mouse professional
Geheimzahlen, Schlüssel und Passwörter sind bald nicht mehr nötig. Dann genügt die Berührung mit einem Finger, um ein Auto anzulassen, die Kreditkarte, das Handy oder den Computer zu aktivieren. Möglich wird dies durch den Fingerabdruck-Sensor, der bei der ersten Berührung über 65.000 winzige Einzelsensoren das genaue Profil des Abdrucks aufnimmt und speichert.