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Künstliche Intelligenz

Schlaue Zukunft

Was passiert, wenn Dinge und Maschinen beginnen, selbstständig zu agieren? Es kommt zu einer der revolutionärsten Veränderungen, die die Welt je erlebt hat.

War Künstliche Intelligenz (KI) vor einigen Jahren noch mehr ein Versprechen als Wirklichkeit, ist sie inzwischen Alltag. Wir führen, mehr oder minder, erfolgreiche Gespräche mit den Sprachassistenten unserer Smartphones, um günstige Flüge zu finden oder das Licht im Wohnzimmer zu dimmen. Aus tausenden Urlaubsfotos fischt KI-Software problemlos die Gesichter unserer Freunde und Familie heraus. In Städten und auf Autobahnen sind, wenn auch noch im Testbetrieb, autonom gesteuerte Fahrzeuge unterwegs, die selbstständig Entscheidungen im Verkehr treffen.

Lernende neuronale Netze

All das klingt vielversprechend – und die Hoffnungen sind in der Tat gross. Denn KI ist kein stur Kommandos ausführendes Computerprogramm, sondern lernt dank sogenannten neuronalen Netzen, die dem menschlichen Gehirn nachempfunden sind, ständig hinzu und wird so, in Echtzeit, immer besser. Je mehr wir einkaufen, desto passender fallen im Online-Shop die Produktvorschläge aus. Je mehr Filme wir sehen, desto treffsicherer sind die darauf basierenden Empfehlungen. Manchem mag die Treffgenauigkeit bisweilen sogar unangenehm auffallen, weil man sich durchschaut fühlt. Doch wer weiss nicht gerne einen Gehilfen an seiner Seite, wenn man etwas ratlos ist oder es gerade besonders eilig hat. So unterstützt, geschult an riesigen Datenmengen, das von IBM entwickelte, in der Cloud angesiedelte kognitive System «Watson» heute bereits Mediziner dabei, bessere Diagnosen zu stellen; Versicherungen, Risiken genauer einzuschätzen, oder Meteorologen, das Wetter vorherzusagen.

Aber welche Auswirkungen hat diese revolutionäre Technologie auf unsere Arbeitswelt, Gesellschaften und Unternehmen? In welchen Arbeitsfeldern verdrängen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten intelligente Maschinen den Menschen – und wo entstehen dank KI neue Berufe? Wie können Unternehmen KI nutzen, um neue Geschäftsfelder zu erschliessen und ihren Kunden neue Services anzubieten, mit denen diese ihre Produktivität und Effizienz steigern? 

KI-Anwendungen bei Siemens

Siemens ist auf diesem Gebiet seit mehr als 20 Jahren aktiv und nutzt KI in vielen industriellen Anwendungen. So befassen sich mehr als 200 Experten mit Datenanalytik und neuronalen Netzen. Sie setzen Deep-Learning-Verfahren ein, die mit zigtausenden simulierten Neuronen arbeiten. Dabei entwickeln Siemens-Experten KI-Anwendungen für die Industrie, Smart Cities, Züge, Medizintechnik, Windparks oder Energieverteilung oder entwickeln gar autonome Systeme, die ihre Aufgaben selbst organisieren und mit Menschen interagieren können – ohne aufwendige Programmierung.

Kürzlich hat Siemens in München das AI Lab eröffnet. Dabei stellt das Unternehmen einen Coworking-Space zur Verfügung, in dem Experten die Machbarkeit neuer Ideen bei KI untersuchen. Hier treffen sich also Siemens-Forscher mit Leuten aus den unterschiedlichsten Siemens-Geschäftsfeldern sowie externen Ideengebern – idealer Nährboden, um sich gegenseitig zu beflügeln.

Diese Beispiele zeigen: KI ist bereits Teil unseres Alltags. In naher Zukunft kommen autonome Fahrzeuge, sich selbst steuernde Fabriken, Operationsroboter und intelligente Digitalassistenten hinzu. Das macht deutlich, dass KI unsere Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Doch wie genau, darauf hat auch der digitale Assistent im Smartphone heute sicher keine Antwort parat.

Fabienne Schumacher
Picture credits: iStock