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Simatic-Steuerung

Eine eigene Erdnuss-Ernte

Patrick Herde, Diplomand des Zentrums für berufliche Weiterbildung in St. Gallen, hat ein aussergewöhnliches Hobby: Er züchtet Erdnüsse. In seinem Treibhaus sorgt er bereits seit drei Jahren für die richtige Temperatur und Feuchtigkeit – bisher von Hand. Die aufwendige Arbeit hat der 26-Jährige nun in seiner Diplomarbeit mit einer Simatic S7-1200 Steuerung und einem HMI-Touchpanel von Siemens automatisiert.

Erdnüsse wachsen normalerweise in südlicheren Breitengraden, mögen ein warmes Klima und müssen Ende Februar bis März gesät werden. Frost ist in diesen Monaten in der Schweiz jedoch durchaus möglich, was das erfolgreiche Züchten schwieriger gestaltet. Im Idealfall wachsen die Erdnüsse bis zum Sommer und können von September bis Oktober geerntet werden. Aussergewöhnlich an der Pflanze ist, dass die Blüten zwar über der Erde wachsen, nach dem Verwelken aber Wurzeln bilden, die wieder zurück in die Erde wandern. Die Wurzel aus der Blüte bildet im Boden die Erdnuss. In Europa werden Erdnüsse meist nicht zu kommerziellen Zwecken angepflanzt. Bei Hobbygärtnern ist die Hülsenfrucht trotzdem beliebt.

Das nötige Feingefühl

So hat auch Patrick Herde vor einigen Jahren begonnen seine eigenen Erdnüsse anzupflanzen. Seine Erfahrung zeigt, dass dies viel manueller Arbeit bedarf: Das Treibhaus musste er bisher an kalten Tagen in die wärmere Garage tragen, die Tür des Treibhauses tagsüber geöffnet lassen – um sie in der Nacht wieder zu schliessen. Um die Pflanzen weder zu überwässern, noch austrocknen zu lassen, ist viel Feingefühl gefragt. Die aufwendige Handarbeit hat Herde in seiner Diplomarbeit im Lehrgang Elektrotechnik nun vollständig automatisiert. Die nötigen technischen Komponenten wurden von Siemens im Rahmen des Förderprogramms Siemens Cooperates with Education (SCE) zur Verfügung gestellt.

Im automatisierten Treibhaus von Patrick Herde wachsen Schweizer Erdnüsse.

Maximaler Ertrag

Nach sorgfältiger Recherche entschied sich der Diplomand für die Simatic-CPU-1212C-Steuerung von Siemens, um sein Projekt umzusetzen. Ausschlaggebend waren einerseits die automatisierte Datenspeicherung und andererseits die mächtigen Programmierungsmöglichkeiten. Dass Herde in den letzten Jahren schon Erfahrungen mit der Programmiersprache von Siemens-Produkten sammeln konnte, rundete die Vorteile ab. Partrick Herde erfüllte schlussendlich sein Projektziel nicht nur, er übertraf es sogar: Die Simatic-Steuerung reguliert nun die Temperatur in seinem Treibhaus, indem eine kleine Heizung oder Lüftung eingesetzt wird. Die Daten werden bis zu drei Monate lang gespeichert. Auch eine automatische Bewässerung ist nun installiert. Einer ertragreichen Erdnussernte steht nichts mehr im Weg.


Siemens Cooperates with Education (SCE)

Das Programm SCE unterstützt gemeinsam mit «Generation21» Lehrende und Lernende auf dem Weg zur Industrie 4.0. SCE bietet Unterlagen zum Selbststudium, Präsenzkurse und vieles mehr, um Programmier- und Digitalisierungs-Wissen im Unterricht zu vermitteln. Bildungseinrichtungen profitieren von Sonderkonditionen, Support und Partnerschaften. Diplomarbeiten können zudem fachlich betreut oder technisches Material zur Verfügung gestellt werden.

Swiss TecLadies

Die Schweiz benötigt junge Talente in den Bereichen Technik und Informatik – vor allem auch Frauen. Swiss TecLadies ist ein Förder- und Sensibilisierungsprogramm für Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren. In einem einjährigen Mentoring-Programm werden die Mädchen betreut und ihre Talente gestärkt. Die Swiss TecLadies werden von der Werner Siemens-Stiftung und dem Eidgenössischen Büro Für Gleichstellung von Mann und Frau finanziell unterstützt. 

Deniz Gören
Picture credits: iStock / Siemens