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Navigationssystem für Effizienz

GPS unter dem Dach

Das Indoor Positioning System von Siemens Schweiz erlaubt es beispielsweise Spitälern, die Sicherheit und Effizienz in ihren Gebäuden zu erhöhen.

Ein Indoor Positioning System, kurz IPS, ist wie ein GPS für Gebäude: Ein Navigationssystem, das den Standort von Personen oder Gegenständen angibt. Den Platz der Satelliten, die in Räumen wegen fehlenden Sichtkontakts nur unzuverlässig funktionieren, nehmen sogenannte «Bluetooth Low Energy Beacons» ein: Winzige Signalgeber, die im Abstand von rund 15 Metern an Decken und Wände angebracht werden. Hat ein Empfangsgerät Kontakt zu zweien dieser Beacons, wird in einem Triangulationsverfahren die Position innerhalb eines Raumes berechnet. Übertragen werden die Signale durch WLAN oder Bluetooth.

Der nächste Schritt Richtung Smart Buildings

Das Indoor Positioning System der Building Technologies-Division von Siemens ist der jüngste Schritt in der Entwicklung hin zu «Smart Buildings», intelligenten Gebäuden. «Die Daten, welche die Beacons über Gegenstände und Personen erheben, bilden die Grundlage für eine Vielzahl von Services, die wir in den nächsten Jahren aufbauen und mit unserem bestehenden Portfolio ergänzen werden», sagt Turan Babuscu, Produktlinienleiter Comfort bei Siemens Schweiz. «Mit dem IPS lässt sich sowohl die Sicherheit als auch die Effizienz in Räumlichkeiten erhöhen.»

Turan Babuscu, Head Comfort Building Technolgies Schweiz

Besonders geeignet für Spitäler

Besonders wirksam ist der Einsatz des IPS in unübersichtlichen Gebäuden, in denen reges Kommen und Gehen herrscht. Spitäler gehören deshalb für Turan Babuscu zu den Räumlichkeiten, in denen ein solches System vielfältig verwendet werden könnte. Mit einem «Asset Tracking» könnte man jederzeit den Aufenthalt wichtiger Gegenstände, die in einem Spital von Zimmer zu Zimmer wandern, etwa Diagnosegeräte, ermitteln. Die Gegenstände versieht man dazu mit einem «Locator Tag», der Signale an ein zentrales Serversystem aussendet. Damit sind teure Medizinalgeräte auch gegen Diebstahl besser geschützt.

Auch Patienten könnte man im Spital an Armbinden befestigte «Locator Tags» umlegen. «Natürlich stellt sich da die Frage des Datenschutzes», überlegt Turan Babuscu, «aber gerade bei dementen oder unzurechnungsfähigen Patienten überwiegt das Sicherheitsbedürfnis. Somit kann man kontrollieren, ob sich diese Patienten nur dort aufhalten, wo es für sie sicher ist.» Diese Technologie könnte man auch in risikoreichen Arbeitsplätzen wie Labors anwenden: Bewegt sich der Arm eines Mitarbeiters nicht mehr, wird erst ein Voralarm ausgelöst. Reagiert die Person auch darauf nicht, wird ein Notfallsignal ausgesendet.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Für die Besucher von Spitälern bieten sich mit dem IPS nochmals andere Möglichkeiten: Mit einer entsprechenden App könnten sie innerhalb der Gebäudekomplexe mit allen möglichen Informationen versorgt werden: vom Menüplan der Kantine bis hin zu Wegbeschreibungen. Aber auch Ärzte und Pfleger könnten mit diesem internen Navigationssystem den schnellsten Weg zu ihrem neuen Einsatzort finden, indem dieses Informationen wie die Belegung von Fahrstühlen oder aktuelle Umbauten einberechnet.

Marc Maurer
Picture credits: Siemens Schweiz AG