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Mass Notification

Einfache Alarmierung für alle

In Zeiten von Terrorwarnungen und Umweltkatastrophen ist die schnelle und effiziente Evakuierung von Spitälern, Einkaufshäusern und Schulen wichtiger denn je. Mass Notification von Siemens bietet hier eine einfache Lösung für Institutionen, bei denen die Sicherheit an erster Stelle steht.

An der Messe Sicherheit im November des letzten Jahres präsentierte Urs von Gunten, Produktverantwortlicher für Desigo Mass Notification bei Siemens Schweiz, das Mass Notification System erstmals möglichen Kunden aus der Schweiz.«Ich sprach vor allem mit Sicherheitsverantwortlichen von Schulen, Universitäten, Spitälern sowie aus der Industrie», sagt er. Dabei habe sich gezeigt, dass auch hierzulande der Bedarf nach einem effizienten und einfach zu handhabenden Alarmierungssystem bestehe. Ein Beispiel: Der Sicherheitsverantwortliche für Schulen eines grossen Kantons, der die Alarmknöpfe in den Klassenzimmern ersetzen will. «Er sagte mir, dass fast niemand das jetzige System bedienen könne – was in einer Notfallsituation aber entscheidend ist», sagt Urs von Gunten. Die integrative und offene Gebäudemanagementplattform Desigo CC von Siemens hingegen kann man mit zahlreichen einfach zu bedienenden Hardware-Komponenten wie Alarmknöpfe oder Sensoren kombinieren.

Urs von Gunten, Siemens Schweiz

Einsatz auch im Büroalltag

Dank den zahlreichen Elementen von Desigo Mass Notification können Kunden so massgeschneiderte Sicherheitskonzepte umsetzen. Von Gunten erzählt von einem der ersten europäischen Kunden, dem Besitzer eines Einkaufszentrums in Portugal. Dieser wolle im Ernstfall zuerst die Besitzer seiner Läden informieren, damit diese die Evakuation vorbereiten können, bevor der Alarm im ganzen Gebäude losgehe. Siemens installiert nun in jedem Geschäft LED-Leuchten in vier Farben für folgende Ereignisse: Feuer, Bombenalarm, Evakuierung oder Amoklauf. «So wissen die Ladenbesitzer gleich, was los ist», sagt von Gunten. Mass Notification lasse sich auch gut mit anderen Modulen von Desigo CC kombinieren. «Ein Pharmaunternehmen kann den Alarm automatisch mit der HLK-Steuerung koppeln und verhindern, dass austretende Gase in andere Räume übergehen.»

Desigo Mass Notification kommt jedoch nicht nur in Ausnahmeszenarien zum Einsatz. Es ist auch ein effizientes Tool zur alltäglichen Massenbenachrichtigung. Gemäss einer Studie des US-Instituts Gartner nutzen 20 % der amerikanischen Nutzer das Instrument mehr als 200 Mal im Jahr. Gebäudemanager informieren so etwa über Stromausfälle, IT-Ausfälle oder kaputte Fahrstühle – oder verkünden ein Mitarbeiterjubiläum. Ein weiterer Vorteil dieser regelmässigen Nutzung: Der Gebäudemanagement-Bediener bleibt in Übung und kennt das System im Ernstfall. Selbst im Büroalltag könne eine Mass Notification sinnvoll sein, sagt von Gunten und erzählt eine Anekdote von einem Email-Serverausfall in einem grossen Unternehmen: «Erst als der Server wieder lief, erfuhren die Angestellten von der Panne – per Email.»

Kanäle nach Möglichkeit und Bedarf

Ausgelöst werden kann eine Desigo Mass Notification durch manuelle Notfallknöpfe in Klassenzimmern, Sensoren in Industriehallen oder auch durch Automatismen. «Wenn Desigo zum Beispiel in den Wetterprognosen einen Schneesturm erkennt, kann es einen gespeicherten Alarm für diesen Fall aufrufen», sagt Urs von Gunten. Herausgegeben wird der Alarm auf mehreren, sich ergänzenden Kanälen: Audiosystemen, öffentlichen Bildschirmen, LED-Leuchten, Desktopcomputern. Diese lassen sich je nach Bedarf und Möglichkeit kombinieren. «In Bürogebäuden sind automatische Telefonalarme und Pop-Up-Fenster auf den Desktop-PCs sehr effizient», so von Gunten. In Schulen wiederum bewähre sich oft das Audio-System durch Lautsprecher. In Spitälern wie auch Einkaufszentren mit vielen wechselnden Besuchern hingegen seien öffentliche Monitore wichtig.

Auch Smartphones sind ein möglicher Ausgabekanal – via Social Media oder Massen-SMS. Ersteres bedingt eine Einbindung in eine App, welche Push-Nachrichten verschicken kann. «Das Sicherheitsmanagement eines Gebäudes kann Warnungen auch auf Twitter verschicken», sagt von Gunten. Dafür müssten die Betroffen dem Twitter-Account aber folgen. Etwas teurer, aber besonders effizient sind Massen-SMS.

Marc Maurer
Picture credits: Siemens Schweiz AG