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In der Nähe des renommierten Rolex Learning Centers fügt sich das neue Gebäude der Franklin Injektionsstation nahtlos in den bestehenden Standort ein.

Sichere Stromversorgung

EPFL tankt Energie für die Zukunft

Die EPFL ist eine der beiden Technischen Hochschulen der Schweiz und besitzt seit 1969 den Status einer nationalen Schule. Sie hat sich im Laufe der Jahre zu einer der europaweit renommiertesten Institutionen für Wissenschaft und Technologie entwickelt. Die rund 16 000 Studierenden, Professoren und Mitarbeitende auf dem Campus in Lausanne müssen sich auf eine hundertprozentige Sicherheit bei der Stromversorgung verlassen können.

Im Oktober 2014 lancierte die École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) in Zusammenarbeit mit dem regionalen Energielieferanten SIE SA, der die renommierte Hochschule mit zwei 50 kV-Stromleitungen versorgt, eine öffentliche Ausschreibung für den Bau einer neuen 50/20 kV-Station sowie die Ausrüstung der bestehenden Station mit der gleichen Technologie. Ebenfalls auf dem Programm stand die Sanierung einer 20 kV-Mittelspannungs-Verteilerstation.

Energiebedarf einer Kleinstadt

Dieses strategische Projekt der EPFL soll ihr die Weiterentwicklung ermöglichen, indem die Zuverlässigkeit der Energieversorgung gewährleistet ist. Die Hochschule in Ecublens im Westen von Lausanne ist seit 1969 massiv gewachsen. Mit 10 000 Studierenden und über 6000 Mitarbeitenden und Professoren lässt sich dieser Standort mit einer Kleinstadt vergleichen.

Mehr Kapazität und Sicherheit

Mit dem Bau der zweiten Injektionsstation «Franklin», die von der bestehenden Station «Landry» komplett getrennt ist und unabhängig arbeitet, erhöht sich die Versorgungssicherheit. Zudem ermöglicht die neue Station eine flexiblere Energieverteilung auf dem ganzen Campus. Die Installation der beiden neuen Transformatoren an zwei Standorten am äussersten Rand des Campus – bisher standen sie nebeneinander – bietet eine sicherere Lösung bei gravierenden Problemen wie ein Kurzschluss oder Brand an einer der Anlagen, da die beiden Werke sich gegenseitig ersetzen können.

Die neue Franklin-Station ist mit einem 50/20 kV 40 MVA Transformator ausgestattet.

Ein Gebäude, das sich perfekt in den Standort integriert

Als Folge der Ausschreibung haben die EPFL und SIE SA beschlossen, den Auftrag an ein Konsortium zu vergeben, bestehend aus Siemens Schweiz (Energy Systems) für die Gesamtprojektleitung und Lieferung der elektrotechnischen Anlage sowie Marti Construction SA für den Bau des neuen Gebäudes, die Schaffung der unterirdischen Kabelgalerie und die Adaptation des Landry-Gebäudes für die neuen Anlagen. Kriterien für die Vergabe waren auch architektonische Aspekte und die gute Integration der neuen Anlage in das Gelände in unmittelbarer Nähe des Rolex Learning Centers und des ArtLab-Gebäudes. Für David Reymondin, seit 2016 Projektleiter bei Energy Systems, ist das EPFL-Projekt für unsere Division eines der wichtigsten der letzten Jahre in der Romandie: «Es ist eine grossartige Vitrine für die Produkte und Lösungen von Siemens, da sämtliche Elemente der Stationen Franklin, Landry und PC2 unsere Marke tragen.»

Das Mandat beinhaltete im Einzelnen:

  • Den Bau der neuen Injektionsstation Franklin, die Fabrikation, Installation und Inbetriebsetzung der neuen elektrotechnischen Anlagen.
  • Die Sanierung des ersten Injektionspostens Landry mit dem Ersatz der gesamten Anlage (analog Franklin).
  • Die Renovation der Verteilerstation PC2, welche die Stromverteilung 20 kV (inklusive etwa vierzig Unterstationen) ermöglicht, wodurch eine bessere Belastungsverteilung unter 20 kV und eine grössere Betriebsflexibilität erzielt wird.
     

Die Stationen Franklin und Landry sind jeweils mit einem 50/20 kV 40 MVA Trafo sowie einer GIS Hochspannungsanlage vom Typ 8DN8 und einer 20 kV-Mittelspannungsanlage mit 13 Feldern und fixen Schaltanlagen (Nxplus C) ausgestattet. «Diese Geräte sind mit einem Gasisolationssystem mit in einem Metallgehäuse eingekapselten Leitern ausgerüstet. Ihr wichtigster Vorteil ist, dass sie sehr kompakt sind und im Gebäudeinnern installiert werden können und gleichzeitig eine grosse Betriebssicherheit garantieren», führt David Reymondin weiter aus.

Die Verteilerstation PC2 beherbergt eine Mittelspannungsstation mit 19 Feldern mit fixen Schaltanlagen des Typs Nxplus C. Die drei Stationen sind auch für den Sekundärbereich vollständig mit Siemens-Geräten ausgestattet: Kontrolle, Steuerung, Schutz, SAC/DC-Versorgung, Verkabelung und Vernetzung der drei Anlagen.

Die vielen Herausforderungen dieses Projekts wurden von den Fachleuten aller Partner brillant gemeistert. Es ging vor allem darum, die Schnittstellen des neuen Gebäudes Franklin mit elektrischen Anlagen sicherzustellen und im Rahmen der Renovation von Landry die neuen Anlagen in ein bestehendes Gebäude zu integrieren, was immer Überraschungen bereithält. Dieses Gebäude wurde auch erdbebentechnisch verstärkt, um so den Richtlinien des Bundes zu genügen.

Die im Januar 2016 begonnenen Arbeiten wurden im Juli 2018 mit der Inbetriebnahme der frisch renovierten Station Landry abgeschlossen. Die neue Station Franklin konnte Anfang 2017, die neue Verteilerstation PC2 im September 2017 in Betrieb genommen werden. «Dank der hervorragenden Zusammenarbeit der diversen Lieferanten vollzogen sich die Bauarbeiten reibungslos und termingerecht», notiert die EPFL.

Mit diesem Projekt leistet Siemens einen wesentlichen Beitrag zur dauerhalten Erhöhung der Kapazität und Zuverlässigkeit der Energieversorgung auf dem Campus der EPFL.


EPFL – eine Ausbildungsstätte der Spitzenklasse

Die EPFL ist eine der beiden polytechnischen Hochschulen der Schweiz. Seit 1969 mit dem Status einer nationalen Schule ausgestattet, hat sie sich in verschiedenen Bereichen einen hervorragenden Ruf erworben und gilt heute als eine der renommiertesten Institutionen für Wissenschaft und Technologie in Europa.

Wie die Schwesteruni ETH Zürich basiert auch die Mission der EPFL auf den drei Pfeilern Ausbildung, Forschung und Technologietransfer. Die beiden Hochschulen bilden zusammen mit weiteren Forschungsinstituten den Bereich ETH, der direkt dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) unterstellt ist.

Die EPFL befindet sich in Lausanne, Schweiz, am Genfersee, dem grössten Binnensee Europas, mit Sicht auf Alpen und Montblanc. Auf dem Hauptcampus arbeiten 16 000 Personen, davon 10 000 Studierenden aus über 100 Nationalitäten. Dank der Dynamik und Vielseitigkeit der Studentenschaft ist es der EPFL gelungen, einen besonderen Geist zu schaffen, der von Neugier und Unkompliziertheit geprägt ist. Im täglichen Austausch zwischen Studierenden, Forschern und Unternehmen auf dem Campus entstehen neue wissenschaftliche, technologische und architektonische Projekte.

Pierre-Alain Rattaz
Picture credits: EPFL