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Das Magazin für Forschung und Innovation
 

Medizinische Bildgebung

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Siemens Healthineers hat neue Bildgebungsgeräte auf den Markt gebracht. Diese helfen Radiologiepraxen und Krankenhäusern, trotz steigenden Kostendrucks profitabel zu arbeiten.

Neue, mit Anwendern entwickelte Konzepte für die Magnetresonanz- und Computertomographie erhöhen gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit und die Qualität.

Siemens Healthineers hat neue Bildgebungsgeräte auf den Markt gebracht, die einerseits dem wachsenden Kostendruck und andererseits der steigenden Zahl von Untersuchungen – mit teils hohen Anforderungen – begegnen. Die völlig neu entwickelte Plattform für Computertomographie (CT) SOMATOM go. sowie der Magnetresonanztomograph (MRT) MAGNETOM Sempra setzen auf standardisierte Abläufe und automatisierte Bildverarbeitung, um eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen. SOMATOM go. reduziert zudem mit einem neuartigen Raum- und Bedienkonzept die Installationskosten, während es zugleich die Arbeitsabläufe der Anwender einfacher macht. Gleichzeitig bietet die Plattform Features aus dem High-End Segment, die eine breite klinische Nutzung des preisgünstigeren Systems möglich machen. MAGNETOM Sempra benötigt dank einer intelligent gesteuerten Kühlung bis zu 30 Prozent weniger Energie im Stand-by-Modus.

Beide Systeme helfen Radiologiepraxen und Krankenhäusern trotz steigenden Kostendrucks profitabel zu arbeiten. Der damit verbundene Nutzungsplan gibt Anbietern finanzielle Sicherheit und reduziert die Gesamtkosten durch Fernwartung bei gleichzeitig höherer Verfügbarkeit. Ein weiterer Vorteil ist die Weiterbildung der Nutzer durch standardisierte Trainings am Gerät. Siemens Healthineers präsentierte die Systeme auf der RSNA 2016. Die Auslieferung begann Ende März 2017 für den MAGNETOM Sempra und Mitte April für SOMATOM go.Now and SOMATOM go.Up.

Gemeinsam mit Anwendern entwickelt: SOMATOM go.

Komplett neu entwickelt hat Siemens die CT-Plattform SOMATOM go. In verschiedenen Ländern wurden mehr als 500 Radiologen, Radiologie-Assistenten, Finanzvorstände, Patienten und zuweisende Ärzte gefragt. Im Fokus standen dabei die Innovationen, die ihnen geeignet schienen, ihren Arbeitsalltag zu erleichtern.

MAGNETOM Sempra benötigt dank einer intelligent gesteuerten Kühlung bis zu 30 Prozent weniger Energie im Stand-by-Modus.

Das Resultat ist eine kosteneffiziente Scannerplattform, die gleichzeitig Features aus dem High-End Segment bietet. Dazu gehören HighPower 80, eine Technik, die bei der Untersuchung von Blutgefäßen hilft, die Menge des verabreichten Kontrastmittels und die Röntgendosis zu reduzieren. Zinnfilter optimieren bei reduzierter Röntgendosis die Bildqualität am Übergang zwischen Gewebe und Luft, beispielsweise für Lungenuntersuchungen. Dazu kommen hochempfindliche Stellar-Detektoren, die bei geringerer Röntgenstrahlung extrem hohe Bildqualität liefern. Neu entwickelt wurde die Röntgenröhre Chronon, die hinsichtlich ihrer Lebensdauer optimiert ist und so die Wartungskosten senkt und Ausfallzeiten vermindert.

Automatisierung und Standardisierung

Eine wichtige Rolle spielen standardisierte und automatisierte Arbeitsabläufe. Oft hängt die Qualität der Untersuchungsbilder von der Erfahrung des Personals ab. Der Notdienst hat eventuell weniger Routine oder qualifizierte Kräfte sind in manchen Regionen schwer zu finden. Abhilfe schafft ein Bedienkonzept, das Anwender in wenigen Schritten durch eine Standarduntersuchung leitet, inklusive Patientenpositionierung, Einstellung der Scan-Parameter oder Vorbereitung der Bilder für die Diagnose. So ist die Reproduzierbarkeit möglich, was besonders für Nachuntersuchungen, beispielsweise von Tumoren, wichtig ist. Für bestimmte Untersuchungstypen wird außerdem automatisch eine bestimmte Art der Bilddatenaufbereitung angestoßen, welche die Bilder für die jeweilige Befundung optimiert.

One-Room Konzept senkt Investitionskosten

SOMATOM go.Now und SOMATOM go.Up sind die einzigen CT-Scanner, die nur einen einzigen Raum benötigen. Siemens Healthineers hat die Computer-Hardware, die bisher in einem separaten Kontrollraum untergebracht ist, in die Gantry des Scanners integriert. Das senkt nicht nur die Installationskosten. Auch das Personal muss nicht mehr zwischen CT-Scanner und Kontrollraum hin und her wechseln, sondern kann während der Untersuchung – in einer Nische vor Strahlung geschützt – nahe beim Patienten bleiben. Bedient wird der Scanner über ein Tablet mit einem neu entwickelten Touch-Pad Bedienprogramm sowie über eine Fernbedienung zum Bewegen des Tischs und zum Auslösen des Scans.

Spezielle Routine-Protokolle für die am häufigsten untersuchten Körperteile reduzieren die Untersuchungszeiten auf zehn Minuten.

Automatisierte Nachbearbeitung von MR-Bildern

Auch der neue 1,5 Tesla MRT MAGNETOM Sempra setzt auf Standardisierung und Automatisierung. Bei MRT-Scans sind eine Menge Parameter einzustellen, um optimale und richtig orientierte Schnittbilder von der jeweiligen Körperregion zu bekommen. Entsprechend unterschiedlich sind die Arbeitsergebnisse von mehr oder weniger erfahrenem Personal. Eine Lösung liegt in sogenannten Dot engines, die Siemens schon 2009 zur Optimierung und Standardisierung von Arbeitsabläufen eingeführt hat. Für verschiedene Anwendungen wie Scans von Gehirn oder Herz führen sie schrittweise durch die Untersuchung. Im MAGNETOM Sempra, sind erstmals drei Dot engines standardmäßig integriert. Dazu kommen verschiedene Features zur automatisierten Nachbearbeitung der Bilder. Spezielle Routine-Protokolle für die am häufigsten untersuchten Körperteile – Gehirn, Wirbelsäule und große Gelenke – reduzieren die Untersuchungszeiten auf zehn Minuten, was die Wirtschaftlichkeit weiter erhöht.

MRT-Geräte brauchen eine Menge Energie, um die Magnetspulen mit flüssigem Helium zu kühlen. Dank einer neu entwickelten, intelligenten Überwachung des Helium-Drucks im Magnet schaltet MAGNETOM Sempra die Kühlung während Stand-by und Ruhezeiten automatisch ab. Ein Gerät spart so 30 Prozent Kühlenergie ein.

Christine Rüth