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Das Magazin für Forschung und Innovation
 

Innovationen

Geballte Kreativität

Innovationen erkennen und möglichst schnell umsetzen: Das war die Zielsetzung der weltweiten Siemens Hackathon Days Ende Januar 2017.

Zwei Tage, fünf Standorte, 1.700 Teilnehmer aus 61 Ländern: Bei den Siemens Hackathon Days entwickelten Siemens-Mitarbeiter unter Hochdruck Konzepte und Projekte, die das Digitalisierungsgeschäft von Siemens stärken sollen.

Ob München, Karlsruhe, Nürnberg, Wien oder Princeton – das Bild war stets das gleiche: ein voller Raum, konzentrierte Gesichter und intensive Gespräche. Unter dem Motto „Digitalisierung & Innovation“ wurde während der Siemens Hackathon Days Ende Januar divisionsübergreifend an Konzepten und Projekten gearbeitet, die zu neuen Chancen für das Siemensgeschäft im Rahmen der Digitalisierung führen sollen. 

Hackathon der Superlative

Teilnehmer aus 61 Ländern, davon über 700 vor Ort und 1.000 virtuell, hatten im Vorfeld mehr als 800 Ideen eingereicht, die im Laufe der beiden Tagen in 300 Gruppen ausgearbeitet wurden. Damit war das Event der größte Hackathon in der Unternehmensgeschichte – und der erste weltweite Hackathon eines Dax-Unternehmens.

Chefvisite: Teilnehmer der Siemens Hackathon Days diskutieren mit Siemens CEO Joe Kaeser über ihre Ideen.

Veranstaltet wurden die Hackathon Days von #iDea, einem Siemens-internen Start-up-Unternehmen, das Siemens-Mitarbeiter dabei unterstützt, ihre Ideen voranzutreiben. #iDea-Leiter Patrick Pernegger und Hannes Apitzsch, Leiter von Siemens Global Services, unterstrichen die Bedeutung des Events für Siemens. „Der größte Vorteil, den wir aus dieser Veranstaltung ziehen können, ist, dass jeder von uns starke Fähigkeiten und viele Kompetenzen besitzt, die wir in unsere tägliche Arbeit einbringen – hier können wir unsere Skills verzahnen und damit auf ein sehr hohes Level heben,“ erklärt Apitzsch. Selbst Siemens-CEO Joe Kaeser ließ es sich nicht nehmen, sich am Standort München ein Bild vom Hackathon zu machen.

And the finalists are…

Nach dem Event wurden die Ergebnisse durch die Siemens-Mitarbeiter online bewertet. 150 vielversprechende Konzepte und Prototypen standen danach für drei Wochen zur Wahl. Mehr als 19.000 Stimmen entschieden über die sechs Final-Projekte, deren Entwickler nun Ende März mit einer abschließendenPräsentation eine mehrköpfige Jury überzeugen müssen. Egal, wer am Ende als Sieger ganz oben steht: Diese Beispiele zeigen, wie viel Potenzial und Kreativität mit einer solchen Veranstaltung freigesetzt werden kann und wie sich allein durch Teamwork in weniger als 48 Stunden innovative Ideenansätze entwickeln lassen. Und nicht nur das: Vom Auszubildenden bis zum Manager, vom Programmierer bis hin zum Designer – über Organisations- und Hierarchiegrenzen hinweg förderten die Siemens Hackathon Days 2017 die Eigentümerkultur innerhalb des Konzerns.

Voller Raum, konzentrierte Gesichter und intensive Gespräche: Teilnehmer der Hackathon Days in München.

Die Finalisten:

Via Knopfdruck: Bestellung für Produktionsnachschübe

Ähnlich dem Amazon-Dashbutton löst ein direkt am Fertigungsregal angebrachtes Touchdisplay oder ein Button bei Betätigung automatisch eine Nachbestellung von Kanbanmaterial in SAP aus. Um den Status der Bestellung anzeigen zu können, verfügt der Dashbutton über LEDs. Ausgestattet mit einem WLAN-Modul und einer leicht zu konfigurierenden Software, ist er flexibel einsetzbar und passt sich den ständig variierenden Bedürfnissen bezüglich Bauart oder Material an.


Zentrale Plattform für den Austausch von Lagerbeständen

Der Aufbau einer zentralen Plattform zum Austausch von Lagerbeständen reduziert die Vorhaltung, senkt deren Kosten und vermeidet überflüssige Kapitalbindung. Jede Abteilung markiert die Posten ihres Inventars, die sie gerade nicht benötigt, in den diversen SAP/ERP-Systemen, woraufhin die Bestände automatisch in einer zentralen Datenbank erscheinen. Diese Plattform enthält totes Kapital, das jedoch an anderen Stellen innerhalb des Konzerns benötigt werden könnte. Bevor nun also eine Material-Bestellung erfolgt, kann der Einkäufer die Datenbank konsultieren und anschließend entscheiden, ob er die benötigte Ware intern beziehen oder extern ordern möchte.


Smartphones "hören" den Zustand von Geräten

Fehlersuche per Geräuschanalyse: Eine Smartphone-App hilft bei der Beurteilung, ob eine Maschine (beispielsweise ein Getriebemotor) fehlerfrei läuft. Zunächst zeichnen Sensoren Geräusche oder Vibrationen auf. Die App übermittelt diesen Mitschnitt an den Server, der einen Abgleich der Ist-Werte mit den Soll-Werten vornimmt und auf diese Weise Fehlfunktionen frühzeitig anzeigt.


Erfassung von Falschfahrern auf Autobahnen

Eine Idee, die Leben retten kann: An Autobahnausfahrten oder an den Gerüsten von Verkehrstafeln werden bereits im Siemens-Portfolio vorhandene Technologien installiert. Diese erfassen Falschfahrer und geben diese Informationen über ein Cloudsystem an Smartphones, Navigations- oder Verkehrsleitsysteme weiter. Somit werden andere Fahrer vor der nahenden Gefahr gewarnt.


Indoor-Navigation: Sicher durch Gebäude

Eine Indoor-Navigation in einem Bürogebäude kann in vielerlei Hinsicht nützlich sein: Im Katastrophenfall leitet das während der Hackathon Days entwickelte System Mitarbeiter zu einem sicheren Ort; im Arbeitsalltag dient es zum Beispiel Besuchern als Orientierungshilfe auf dem Weg zum Meetingraum.


Digitalisiertes Regelwerk

Mit dieser Technologie ist die zeitraubende Suche nach Regularien und Bestimmungen auf diversen, so genannten "Rules & Regulation"-Plattformen Vergangenheit: Stattdessen steht der individuelle Bedarf des Anwenders im Mittelpunkt. Mithilfe eines intelligenten Dashboards werden die für ihn relevanten Vorgaben personalisiert angeboten. Dadurch erhalten unterschiedliche Zielgruppen die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt und können sich voll und ganz auf ihre Geschäftsaktivitäten konzentrieren.

Inge Kokta / Sebastian Webel