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Das Magazin für Forschung und Innovation
 

Von Big Data zu Smart Data

Smart Cities: Die City Intelligence Platform

Eine Entwicklung auf Basis der City Intelligence Platform: Ein Dashboard für ein intelligentes Verkehrsleitsystem für die optimierte Steuerung des öffentlichen Verkehrsnetzes.

Es ist die nächste Innovationswelle: Städte mit Gehirn. Die City Intelligence Platform von Siemens ermöglicht die Integration und Analyse von Infrastrukturdaten.


Wissenschaftler von Siemens Corporate Technology (CT) wollen Städte sanft schnurren lassen wie einen Elektromotor. Als Steuerungszentrum soll die „City Intelligence Platform“ dienen – ein skalierbares, extrem leistungsfähiges System zur Datenintegration und Analyse. Es verarbeitet Daten aus Wohnhäusern und Kraftwerken ebenso wie aus Verkehrs-, Wasser- und Energienetzen. Ziel ist es, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen und Betriebskosten zu senken, und dabei gleichzeitig die Lebensqualität zu erhöhen.

Die Plattform wird derzeit in mehreren Städten einem Praxistest unterzogen. Ein umfangreiches Pilotprojekt mit Fokus auf urbaner Mobilität läuft derzeit in den Städten Berlin, Tampere und Rovereto. Im Testfeld Berlin haben Projektpartner damit begonnen selbst innovative Applikationen auf Basis der City Intelligence Platform zu erstellen. In einem weiteren Pilotprojekt in mehreren österreichischen Regionen wird in Zusammenarbeit mit Endkunden die Netzstabilität in Smart Grids analysiert.  In Mailand und im rumänischen Timisoara will man Wasserverluste und Energieverbräuche minimieren, indem man Daten aus der Infrastruktur der städtischen Wasserverteilnetze und der Stromerzeugung zusammenführt. In dem Pilotprojekt „Urban 3D Models“ wurden Feldtests zur thermischer Analyse von Gebäuden in Graz und Salzburg gestartet.       

Smart Cities: Aus Daten Wissen generieren

Diese Projekte generieren riesige Datenmengen und damit auch neues Wissen. „Die City Intelligence Platform analysiert mit Hilfe spezieller Algorithmen die Daten und wertet die Leistung der verschiedenen Systeme in Echtzeit aus“, erklärt Dr. Bernd Wachmann, Leiter des neuen Technologiefeldes  „Sustainable Cities“ von CT. Langfristig soll damit aber noch mehr erreicht werden. „Wir stellen uns eine Art Daten-Ökosystem vor, das wie ein natürliches Ökosystem funktioniert“, erläutert Dr. Christian Schwingenschlögl, Projektleiter der Plattform. „Überall gibt es Feedback-Schleifen, die das System – also letztlich die gesamte Stadt – in die Lage versetzen, sich in seinen vorgegebenen Energiegrenzen selbst zu regulieren.“ In den Pilotprojekten werden zunehmen auch externe Partner gewonnen, die auf Basis der City Intelligence Platform neue Anwendungen entwickeln. “So werden schnell neue Anwendungsgebiete erschlossen, und der Nutzen der Plattform weiter gesteigert.“

Modular aufgebaut aus Programmen und abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse einer Stadt, sammelt die City Intelligence Platform Daten aus verschiedenen Infrastrukturbereichen. Sie standardisiert die Formate, stellt inhaltliche Bezüge her und kombiniert diese Inhalte mit anderen Informationen wie Wettervorhersagen und historischen Datenmustern. Das Ergebnis ist laut Wachmann eine vernetzte Darstellung, die die Prozesse in der Stadt klar und verständlich repräsentiert und damit Wege aufzeigt, um Ressourcen und Kosten einzusparen.

Arthur F. Pease