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Entstäubungspumpe, 1906

1906: Staubsauger

Siemens ist bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts am Hausgerätemarkt aktiv: 1904 entwickelt das Unternehmen Heizstäbe aus Siliziumkarbid, die in Kochplatten und elektrischen Heizgeräten verbaut werden. Zwei Jahre später bringt das Unternehmen den ersten Staubsauger an den Markt. Die „Entstäubungspumpe“ kommt sowohl in Gewerbebetrieben als auch Privathaushalten zum Einsatz und ist mit einem 1-PS-Motor und einem Wasserfilter ausgestattet. Der Nachteil: Das Gerät wiegt stolze drei Zentner.

 

Elektrische Hausgeräte sind zu jener Zeit purer Luxus und nur in reichen Haushalten zu finden. Damals wird üblicherweise mit sogenannten Hausstaubsaugern gereinigt. Diese bestehen aus einer zentralen Saugeinheit und einem über das Gebäude verteilten Rohrsystem, an das die Handgeräte jeweils angeschlossen werden können.

 

1924 folgt der erste tragbare Ventilatorstaubsauger, sieben Jahre später der „flüsternde“ Protos-Super-Topfstaubsauger für Hotels und Gewerbe. Den ersten Handstaubsauger präsentiert Siemens 1935.

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Siemens-Herde aus den Jahren 1925, 1937 und 1957 (von links nach rechts)

1926/27: Herde und Waschmaschinen

In den 1920er-Jahren werden immer mehr Privathaushalte in Deutschland elektrifiziert. Sind 1914 erst fünf Prozent der Berliner Haushalte an das Stromnetz angeschlossen, steigt ihr Anteil bis 1925 auf 25 und zwei Jahre später auf 50 Prozent. Mit der zunehmenden Elektrifizierung werden auch erste Kleingeräte wie elektrische Bügeleisen angeschafft. Dank der relativ preisgünstigen Eisen entfällt das gefährliche und umständliche Hantieren mit glühender Kohle.

 

Die ersten mit heutigen Elektroherden vergleichbaren Geräte kommen Mitte der 1920er-Jahre an den Markt. 1926 präsentiert Siemens das erste „Backrohr“: Es ist tatsächlich noch ein Rohr, um das die Heizspirale gewickelt ist. In ihm lässt sich der „Sonntagsbraten“ erstmals elektrisch zubereiten – ohne für Holz und Kohle sorgen zu müssen.

 

Um die gleiche Zeit werden auch erste elektrische Waschmaschinen vorgestellt: Siemens präsentiert 1928 den Protos-Turbo-Wascher: Diese Trommelwaschmaschine kann sowohl waschen als auch schleudern. Damit entfällt das Heben der schweren, nassen Wäsche aus der Waschtrommel in die Schleuder.

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Siemens-Geschirrspüler, 1965

1964: Siemens-Geschirrspüler

In den Jahren des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders symbolisieren elektrische Hausgeräte den wachsenden Wohlstand der Bevölkerung. Nun wird der häusliche Komfort, wie er in den USA schon seit den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen selbstverständlich ist, auch in Deutschland Normalität. Anfang der 1960er-Jahre scheint der Markt für Herde, Kühlschränke und Waschmaschinen gesättigt. Entsprechend präsentiert Siemens 1964 den ersten Geschirrspüler. Damit gibt es eine Alternative zum Handspülen und der unaufhaltsame Aufstieg der Spülmaschinen beginnt.

 

Etwa zeitgleich sondieren die beiden Marktführer Siemens und Bosch mögliche Formen der Zusammenarbeit. Schließlich fassen sie ihre Hausgeräteaktivitäten 1967 in der Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH (BSHG, heute BSH) zusammen. Im selben Jahr bringt das Unternehmen die erste Geschirrspülmaschine mit Edelstahl-Innenbehälter an den Markt, der die Langlebigkeit des Automaten garantiert. 1980 folgt der erste Einbau-Geschirrspüler.

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Aqua-Stop-System, 1985

1985: Aqua-Stop-System

Wasserschäden aufgrund auslaufender Geschirrspüler und Waschmaschinen – für viele gerade in den Nachkriegsjahrzehnten eine große Sorge. Abhilfe schafft 1985 das von der Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH patentierte Aqua-Stop-System. Wie der Name schon sagt, verhindert dieses Sicherheitssystem zuverlässig Wasserschäden, die durch Platzen, Undichtheiten oder Abspringen des Wasserversorgungsschlauchs verursacht werden. Die Technologie ist so zuverlässig, dass den Kunden eine lebenslange Garantie auf Wasserschäden gewährt wird. Und man bleibt dran: Bereits 1987 präsentiert BSH seinen Kunden ein erweitertes System, das nun auch vor Überlaufen und Undichtigkeiten im Gerät sowie bei Schäden im Ablaufschlauch schützt.

 

Zehn Jahre später stellen die Entwickler von BSH eine weitere Innovation vor: den aquaSensor. Er erkennt den Verschmutzungsgrad des Wassers und regelt entsprechend die Reinigungsmittelzufuhr und das Wasch- beziehungsweise Spülprogramm – ein wichtiger Schritt auch in Sachen Nachhaltigkeit. 

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Sensor-Kochfeld, 1997

1997: Sensor-Kochfeld

Bereits seit den 1920er-Jahren ist Siemens auch in der Küche aktiv. 1950 stellt das Unternehmen die erste Automatik-Kochplatte vor: Mit ihr wird Kochen deutlich einfacher, da die Temperatur automatisch konstant gehalten wird. Als zu Beginn der 1960er-Jahre Einbauküchen en vogue werden, stellt Siemens seinen Kunden einbaufähige Geräte wie 1962 den ersten Universal-Einbauherd vor.

 

Es folgen 1980 der erste Ofen mit integrierter Mikrowelle und vier Jahre später das erste Induktionskochfeld – Innovationen, die das Kochen revolutionieren und zusätzlich bis zu 50 Prozent Energie sparen.

 

Bei den von Siemens 1998 vorgestellten Glaskeramik-Kochfeldern messen ausfahrbare Kochsensoren per Infrarot die Temperatur im Topf und halten so die gewünschte Temperatur konstant – auf das Grad genau. Der Vorteil: Der Deckel muss beim Kochen nicht mehr vom Topf genommen werden, was erneut bis zu 80 Prozent Energie einspart.

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Geschirrspüler ecoStar2, 2010

2010: Geschirrspüler ecoStar2

2010 bringt Siemens mit dem Geschirrspüler ecoStar2 einen echten Champion beim Energiesparen an den Markt: Er ist 30 Prozent sparsamer, als es die Energieeffizienz-Klasse A vorschreibt. Darüber hinaus liegt der Wasserverbrauch mit sieben Litern pro Spülgang bei fast der Hälfte bisheriger Geräte, und er verbraucht nur 0,73 Kilowattstunden (kWh) an Energie.

 

Ermöglicht werden diese Werte durch die 2008 von Siemens entwickelte und mehrfach ausgezeichnete Zeolithtechnik. Bei dieser weltweit einzigartigen Technologie werden Zeolithe – sogenannte Aluminium-Silikate – eingesetzt, die über eine sehr große Oberfläche und innere Hohlräume verfügen, die Wasser aufnehmen und dabei heiß werden können. Der Vorteil: Die feuchte Luft strömt durch die Zeolithe, die sich erhitzen und die Feuchtigkeit aufnehmen. So wird der Trockenvorgang deutlich schneller und effizienter: Das Standardprogramm bei 50 Grad Celsius verkürzt sich auf knapp über zwei Stunden, rund 30 Minuten weniger als herkömmliche Geschirrspüler benötigen.

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Bedienfelder der avantgarde Wäschepflege-Geräte, 2017

2014: WLAN-fähige Hausgeräte

2014 werden auch Küchengeräte smart. Siemens stellt seine ersten vernetzten Hausgeräte vor: die iQ700-Backöfen, -Dampfbacköfen und -Geschirrspüler. Die Geräte können wie gewohnt direkt an der Blende gesteuert werden, aber zusätzlich auch über Smartphone oder Tablet. Denn sie sind via Wi-Fi beziehungsweise WLAN vernetzungsfähig. Einzige Voraussetzung: die Home Connect App.

 

Diese Applikation bietet exakt auf das jeweilige Siemens-Gerät zugeschnittene Funktionen: von der Fernkontrolle und Fernbedienung bis zu weitergehenden Services. So verfügt sie beispielsweise über ein digitales Kochbuch und Funktionen, die beim Erstellen von Einkaufslisten oder Rezepten helfen, aus denen der Backofen direkt ansteuerbar ist. Auch Gebrauchsanleitungen in Wort, Bild und Video sind in die Home Connect App integriert. Darüber hinaus gibt sie Tipps und Tricks zur Gerätenutzung sowie – beim Geschirrspüler – Informationen zur Ressourceneffizienz bestimmter Programme. Eine Direktverbindung zum Ersatzteil- und Kundendienstservice ist mit den Geräte- und Kundendienstdaten hinterlegt. Das macht es auch im Fall eines Defekts für den Anwender leichter.