Bitte benutzen Sie einen anderen Browser

Sie nutzen einen Browser, der nicht vollständig unterstützt wird. Bitte beachten Sie, dass Darstellung und Bedienbarkeit dieser Seite möglicherweise eingeschränkt sind. Zur optimalen Nutzbarkeit empfehlen wir den Download eines unterstützten Browsers in der neuesten Version:

Internet Explorer, Chrome Browser, Firefox Browser, Safari Browser

Mit dem aktuellen Browser fortfahren
image
Feuermelder, 1851

1851: Feuermeldenetz Berlin

Werner von Siemens entwirft 1851 ein elektrisches Feuermeldesystem, das erstmals in Berlin zum Einsatz kommt: Die Anlage besteht aus den bekannten Siemens-Zeigertelegrafen und einer besonderen Bauart von Alarmweckern, den sogenannten Feuerweckern.

 

Außer den 36 Polizeistationen der Stadt werden das Kriegs-, das Innen- und das Außenministerium, das königliche Schloss, drei Kasernen, das Büro des Polizeipräsidenten, die königliche Post und die Hauptfeuerwache mit Zeigertelegrafen ausgerüstet. Sechs Feuerwachen erhalten nur Feuerwecker. Es ist die erste planmäßig aufgebaute Anlage dieser Art in Europa, wenn nicht der Welt.

 

Sie hat jedoch Schwächen: Bei größeren Bränden oder im Fall einer Panik ist die erforderliche fachgerechte Bedienung der Zeigertelegrafen oft nicht gewährleistet. Aus diesem Grund konstruiert Werner von Siemens bald einen wesentlich bedienungsfreundlicheren Feuermelder, bei dem man nur noch an einem Handgriff ziehen muss, um automatisch einen Alarm an die Zentrale abzusetzen. Das Gerät wird bereits 1852, im Fertigstellungsjahr der vorgenannten Anlage, eingeführt.

image
Sinteso S-Line-Brandmelder, 2004

2004: Sinteso S-Line-Brandmelder

Herkömmliche Brandmelder werden nicht selten getäuscht – sie interpretieren etwa Wasserdampf als Rauch und lösen Fehlalarm aus. Dagegen sind 2004 die neuen Sinteso S-Line-Brandmelder weitgehend gefeit: In den Meldern verbergen sich verschiedene Sensoren, etwa für Wärme oder Rauch, die mit ASA-Technology verknüpft sind, einer von Siemens neu entwickelten Analysetechnik.

 

2009 werden die intelligenten Brandmelder der Sinteso-Linie weiter verbessert: Die Siemens-Multikriterien-Brandmelder bestehen aus zwei optischen Sensoren, von denen einer besonders empfindlich auf hellen Rauch reagiert, der andere auf dunklen. So können diese Melder sämtliche Brandarten vom Schwelbrand bis zu einem offenen Brand frühzeitig und zuverlässig erkennen.

 

Zusätzlich messen die Melder Kohlenmonoxid (CO), ein tödliches Gas, das bei Bränden entsteht. Dank des zusätzlichen Kohlenmonoxid-Sensors sind diese Melder selbst in Umgebungen mit täuschenden Umgebungsfaktoren in der Lage, Brände frühzeitig zu erkennen.

image
Jin Mao Tower in Shanghai, 2007

2007: moderne Gebäudetechnik für den Jin Mao Tower in Shanghai

Für den 421 Meter hohen Jin Mao Tower in Shanghai entwickelt Siemens 2007 das Brandschutz- und Evakuierungssystem: In dem zu diesem Zeitpunkt höchsten Gebäude Chinas werden 10.000 Brandmelder, 7.700 Rauchmelder und 100 Systemzentralen installiert. Sie registrieren kleinste Rauchschwaden und sorgen im Brandfall für die automatische Einleitung des programmierten Evakuierungsablaufes der insgesamt 88 Stockwerke.

 

Moderne Gebäudetechnik reduziert auch wesentlich den Energieverbrauch. Das Geschäftsmodell Energiespar-Contracting garantiert deshalb bestimmte Energieeinsparungen und verwendet diese zur Finanzierung des Gebäudemanagements. Bis 2007 hat Siemens weltweit für rund 6.500 Gebäude Projekte des Energiespar-Contractings durchgeführt: mit garantierten Einsparungen von etwa eine Milliarde Euro sowie CO2-Reduktionen von 2,4 Millionen Tonnen. 

image
Gebäudemanagementplattform Desigo CC im praktischen Einsatz, 2017

2014: Desigo-CC-Plattform

Mit dem Gebäudeautomationssystem Desigo CC setzt Siemens 2014 einen Meilenstein auf dem Gebiet der Gebäudetechnik: Als weltweit erste Managementstation ermöglicht Desigo CC die Integration aller Gewerke im Gebäude, von Heizung, Lüftung und Klima über Brandschutz und Sicherheit bis hin zu Energiemanagement, Beleuchtung und Beschattung.

 

Desigo CC ist eine offene Plattform, die auf Standardprotokollen basiert und sich flexibel an die Bedürfnisse des Gebäudebetreibers anpassen lässt. Besonderes Augenmerk haben die Entwickler auf die intuitive Bedienung der Managementstation gelegt. Ein intelligentes Navigationskonzept führt den Anwender schrittweise durch die anfallenden Aufgaben und zeigt nur die jeweils benötigten Informationen.

 

Desigo CC ermöglicht vielfältige Auswertungen. So lassen sich beispielsweise Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammen und konsolidiert darstellen. Dank einer historischen Analyse können im Vergleich mit älteren Daten Trends in der Gebäude-Performance identifiziert und visualisiert werden. Durch die hohe Skalierbarkeit ist Desigo CC sowohl in einzelnen Zweckbauten als auch in verteilten Liegenschaften einsetzbar.

image
Office of the Future der Dubai Future Foundation, 2016 © Dubai Future Foundation

2016: Office of the Future

Das weltweit erste mit einem 3-D-Drucker produzierte Büro wird 2016 in Dubai eröffnet. Die Gebäudetechnik des 250 Quadratmeter großen „Office of the Future“ mit Zutrittskontrolle und Überwachungssystemen stammt von Siemens. Sie sorgt für geringe Betriebskosten und einen niedrigeren Energieverbrauch.

 

Die Siemens-Gebäudemanagementplattform Desigo CC ermöglicht die Steuerung und Optimierung der technischen Infrastruktur, Überwachung, Klimatechnik und Zutrittskontrolle von zentraler Stelle aus. Die individualisierte Darstellung des Status der unterschiedlichen Systeme in Echtzeit hilft dem Bedienpersonal, die Gebäudeleistung genau zu verfolgen und zu steuern.

 

Das Konzept des „Office of the Future“ nutzt außerdem ein Videoüberwachungssystem von Siemens mit hochauflösenden Kameras und Internetzugang über Apps und Web-Clients sowie ein biometrisches Zutrittssystem mit Smart Cards. Multisensor-Brandmelder, die sich dynamisch an wechselnde Umgebungen anpassen, analysieren Signale auf Fehlalarme und schützen vor Gefahren wie dem Auftreten von Kohlenmonoxid. Zur effizienteren Wartung kann das System per Fernzugriff analysiert, untersucht und diagnostiziert werden.