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Joe Kaeser (*1957)

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Joe Kaeser, 2014

Joe Kaeser ist seit 1. August 2013 Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. Der vormalige Finanzvorstand hat mit der Vision 2020 dem Unternehmen ein strategisches Konzept gegeben, das Siemens darauf ausrichtet, konsequent attraktive Wachstumsfelder entlang von Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung zu besetzen, das Kerngeschäft nachhaltig zu stärken und bei Effizienz und Leistungsfähigkeit führend im globalen Wettbewerb zu sein. Dabei setzt Kaeser auf die Erfüllung kurz-, mittel- und langfristiger Ziele und auf eine gelebte Eigentümerkultur, die auf die Verantwortung und das Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters abstellt – vom Vorstand bis zum Auszubildenden.

 

Im August 2017 hat der Aufsichtsrat der Siemens AG die Bestellung von Joe Kaeser zum Vorsitzenden des Vorstands vorzeitig bis zur Hauptversammlung 2021 verlängert. Damit setzt das Unternehmen im Hinblick auf die nachhaltige und erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie Vision 2020 auf Kontinuität und Stabilität.

Wer die Richtung bestimmen will, kann sich nicht danach ausrichten, was die anderen schon gemacht haben, sondern muss den Wandel antizipieren und seine Chancen ergreifen.

Joe Kaeser, 2014

Peter Löscher (*1957)

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Peter Löscher, 2013

Peter Löscher ist vom 1. Juli 2007 bis 31. Juli 2013 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. Mit dem gebürtigen Österreicher wird erstmals seit Unternehmensgründung ein „Nicht-Siemensianer“ an die Spitze des Konzerns berufen. Sowohl in der Compliance-Krise als später auch in der weltweiten Finanz- und Schuldenkrise hat Löscher das Unternehmen in herausfordernden Zeiten erfolgreich geleitet. Er hat bei Siemens eine heute als weltweit vorbildlich angesehene Integritätskultur etabliert. Unter Löschers Führung gelingt es, das Unternehmen auf ein deutlich höheres Leistungs- und Ertragsniveau zu heben, die Position von Siemens in den Schwellenländern zu verbessern und das Siemens-Portfolio zu schärfen.

 

Der studierte Betriebswirt startet seine Karriere bei der Unternehmensberatung Kienbaum und Partner. Ab 1988 ist er für den Pharmakonzern Hoechst unter anderem in Spanien, in den USA, in Deutschland, Großbritannien und Japan tätig. Nach der Fusion von Hoechst mit Rhône Poulenc Rohrer leitet er von 2000 bis 2002 als Chairman, President und CEO die Sparte Aventis Pharma Ltd. in Japan. 2002 wechselt Löscher zum englischen LifeScience-Konzern Amersham plc, wo er u. a. als Chief Operation Officer fungiert. Nach der Übernahme von Amersham durch die General Electric Company rückt er in den Zentralvorstand des Mischkonzerns auf und wird President und CEO der GE-Gesundheitssparte. 2006 wechselt Löscher zum Pharmakonzern Merck & Co. Inc., wo er als Mitglied des Vorstands und President Global Human Health fungiert.

Klaus Kleinfeld (*1957)

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Klaus Kleinfeld, 2004

Klaus Kleinfeld ist vom 27. Januar 2005 bis zum 30. Juni 2007 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. Unter seiner Führung wird im April 2005 das unternehmensweite Programm „Fit4More“ gestartet. Im Rahmen dieses Programms werden die vorgegebenen Zielmargen für jeden Geschäftsbereich im Frühjahr 2007 erstmals durchgängig erreicht oder übertroffen. Zudem werden in seiner Amtszeit wichtige strategische Erweiterungen der Siemens-Geschäftsaktivitäten umgesetzt sowie das Arbeitsgebiet Information and Communications (I&C) reorganisiert. Der Unternehmenswert steigert sich ab Anfang 2005 um mehr als die Hälfte von etwa 60 auf rund 95 Milliarden EUR.

 

Klaus Kleinfeld ist insgesamt rund 20 Jahre bei Siemens tätig. In dieser Zeit formt er unter anderem die Siemens-Unternehmensberatung zu einem schlagkräftigen Partner der weltweiten Geschäfte. Zudem ist er Bereichsvorstand der Medizintechniksparte und trägt als Chef der US-amerikanischen Regionalgesellschaft maßgeblich dazu bei, innerhalb von zwei Jahren deren operativen Turnaround herbeizuführen.

 

Kleinfeld beginnt seine berufliche Laufbahn bei einem Beratungsunternehmen in Deutschland. Bevor er zu Siemens kommt, ist er bei Ciba-Geigy in Basel als Produktmanager in der Division Pharma tätig. Klaus Kleinfeld studiert Betriebswirtschaftslehre in Göttingen. Später promoviert er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zum Dr. rer. pol.

Heinrich von Pierer

Heinrich von Pierer (*1941)

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Heinrich von Pierer, 2003

Heinrich von Pierer studiert Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er kommt 1969 zu Siemens und beginnt seine Laufbahn in der Rechtsabteilung. 1977 wechselt er in die damals selbstständige Kraftwerk Union AG (KWU). 1988 wird er kaufmännischer Leiter und Mitglied im KWU-Bereichsvorstand, 1989 dessen Vorsitzender und zugleich Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Ein Jahr später wird von Pierer in den Zentralvorstand gewählt und 1991 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Vom 1. Oktober 1992 bis zum 27. Januar 2005 ist er Vorsitzender des Vorstands.

 

In die Ära Heinrich von Pierers fällt der Wandel des Unternehmens von einer überwiegend auf öffentliche Kunden an regulierten Märkten ausgerichteten Kultur hin zu einem im globalen Wettbewerb stehenden Unternehmen, das sich immer mehr auch den Anforderungen der Shareholder stellen muss. Vom Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG werden einschneidende Programme aufgesetzt, die das Unternehmen auf diesen Wandel vorbereiten und ausrichten sollen. Sie münden im „Siemens Management System“ mit den strategischen Schlüsselthemen „Innovation“, „Kundenfokus“ sowie „Globale Wettbewerbsfähigkeit“ und enthalten konkrete Management-Werkzeuge, die im Unternehmen weltweit verbindlich einzusetzen sind. Von Pierer sorgt dafür, dass das Geschäftsportfolio von Siemens permanent überprüft wird. Alle Geschäfte sollen eine global führende Marktposition einnehmen. Sofern dies nicht der Fall ist, gelten die Alternativen „Fix, buy, cooperate, sell or close“.

 

Auf der Hauptversammlung am 27. Januar 2005 wird von Pierer in den Aufsichtsrat gewählt, dessen Vorsitz er bis zum 25. April 2007 innehat.

Karlheinz Kaske (1928–1998)

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Karlheinz Kaske, 1984

Der Physiker Karlheinz Kaske kommt 1950 als Entwicklungsingenieur zu Siemens. Seine erste Station ist das Wernerwerk für Messtechnik in Karlsruhe. 1953 verlässt er das Unternehmen und arbeitet bis 1960 als Dozent an der Fachschule für Bergbau in Aachen. Nach seiner Rückkehr zu Siemens ist Kaske Vertriebsingenieur auf dem Gebiet der Energietechnik. 1967 wird er zum Partnerunternehmen Fuji Denki nach Tokio abgeordnet. Im Jahr darauf kehrt er nach Deutschland zurück, um an den Vorbereitungen zur Gründung der Siemens AG mitzuwirken. 1969 übernimmt er die Leitung des Nürnberger Zählerwerks. Ab 1977 steht er dem Unternehmensbereich Energietechnik vor. Dem Vorstand der Siemens AG gehört Kaske ab 1975 an, 1980 wird er zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Am 28. Januar 1981 übernimmt er den Vorsitz des Vorstands und übt dieses Amt bis zum 30. September 1992 aus.

 

Zusätzlich zu vielen anderen Schwerpunkten treibt Karlheinz Kaske bei Siemens den technologischen Wandel von der Elektromechanik zur Elektronik voran, baut das Auslandsgeschäft weiter aus und führt am Ende seiner Amtsperiode eine zukunftsweisende Neuorganisation durch. Die neue Struktur gibt den operativen Einheiten des Hauses erheblich größere Eigenverantwortung. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um im Zeitalter der Deregulierung und des globalen Wettwerbs erfolgreich agieren zu können. Karlheinz Kaske stirbt am 27. September 1998.

Bernhard Plettner (1914–1997)

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Bernhard Plettner, 1981

Bernhard Plettner arbeitet 1937 erstmals bei Siemens: Damals unterbricht er sein Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt mit dem Ziel, für ein Semester als Werkstudent bei den Siemens-Schuckertwerken in Berlin und Mülheim an der Ruhr tätig zu werden. Nach Abschluss des Studiums kehrt der Elektroingenieur 1940 in die Abteilung Industrie nach Berlin zurück. Hier ist er zunächst als Projektingenieur für die Planung und den Vertrieb von Industrie- und Energieversorgungsanlagen im In- und Ausland zuständig.

Nach Kriegsende weiss Plettner seine Berufserfahrungen für den Wiederaufbau des Exportgeschäfts zu nutzen. Sechs Jahre später übernimmt er die Leitung der Projektierungsabteilungen für die Grundstoffindustrie, die unter anderem für den Bau des Hüttenwerks Rourkela in Indien – dem ersten großen Exportprojekt der deutschen Nachkriegsindustrie – zuständig ist.

 

1959 wird Bernhard Plettner in den Vorstand der Siemens-Schuckertwerke berufen, 1961 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und 1962 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Nach Gründung der Siemens AG ist er zunächst Mitglied des Vorstandspräsidiums, dann stellvertretender und seit 1971 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. 1981 wird Plettner als erstes Nichtfamilienmitglied Vorsitzender des Aufsichtsrats; er behält diese Position bis 1988. Bernhard Plettner stirbt am 2. November 1997 in Erlangen.

Gerd Tacke (1906–1997)

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Gerd Tacke, 1970

Der gelernte Buchhändler und Buchdrucker sowie studierte Nationalökonom arbeitet ab 1932 bei Siemens. Schnell steigt er die Karriereleiter empor und zählt bald zum obersten Führungsstab um Ernst von Siemens. Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird er in Personalunion Leiter der zentralen Personalabteilung und der Hauptwerbeabteilung sowie Vertriebschef für die in- und ausländischen Märkte. Die Bestellung zum stellvertretenden Vorstandsmitglied von Siemens & Halske und der Siemens-Schuckertwerke erfolgt 1951, die zum ordentlichen Vorstandsmitglied beider Stammgesellschaften fünf Jahre später.

 

In der konjunkturell schwierigen Phase des abklingenden Wiederaufbaus positioniert Tacke das Unternehmen an vorderster Stelle im Wettbewerb; in diesem Zusammenhang setzt er verstärkt auf die internationalen Märkte und bringt als oberster Verantwortlicher der Zentralverwaltung Ausland das Geschäft mit Kunden außerhalb Deutschlands entscheidend voran. Im Kollegenkreis erwirbt er sich damit den Titel „Außenminister“ des Hauses Siemens.

 

1967 wird Tacke Sprecher des Vorstandspräsidiums der Siemens AG und ein Jahr später deren erster Vorstandsvorsitzender. Mit seinem ausgeprägten Willen zur Gestaltung unternehmensinterner Strukturen und Abläufe beeinflusst er maßgeblich die Neuorganisation der Siemens AG in den Jahren 1966 bis 1969, die in die „Grundordnung des Hauses“ mündet.

 

1971 scheidet er aus dem Vorstand aus und wird ein Jahr später in den Aufsichtsrat des Unternehmens gewählt, dem er sechs Jahre angehört. Gerd Tacke stirbt am 23. Oktober 1997 in München.

Schlaglichter aus 170 Jahren Siemens-Geschichte

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