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Gerhard Cromme (*1943)

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Gerhard Cromme, 2015

Gerhard Cromme studiert von 1962 bis 1971 Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Münster, Lausanne, Paris und Harvard (PMD). Seinen Berufsweg beginnt der gebürtige Niedersachse beim französischen Industriekonzern Compagnie de Saint-Gobain. 1986 wechselt Cromme zum Krupp-Konzern, zunächst als Vorsitzender der Krupp Stahl AG in Bochum, dann als Vorsitzender des Vorstands der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp in Essen. 1999 ist er einer der Initiatoren der Fusion von Krupp und Thyssen zur ThyssenKrupp AG und ist bis September 2001 zusammen mit dem ehemaligen Thyssen-Manager Ekkehard Schulz Vorsitzender des Vorstands von ThyssenKrupp. Anschließend wird er zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt, ein Amt, das er bis 2013 innehat.

 

Seit dem 23. Januar 2003 gehört Gerhard Cromme dem Aufsichtsrat der Siemens AG an, dessen Vorsitz er am 25. April 2007 übernimmt. Die Bewältigung der Compliance-Krise mit einem neuen Vorstand unter der Leitung von Peter Löscher bestimmt die ersten Jahre von Crommes Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender. Mit der Berufung von Joe Kaeser im August 2013 und der Begleitung der Neuausrichtung des Unternehmens im Zeichen der Vision 2020 leisten Gerhard Cromme und der Aufsichtsrat seither einen wichtigen Beitrag zur Stabilität des Unternehmens. 

Für Werner von Siemens bedeutete Verantwortung langfristige Orientierung statt kurzfristiger Gewinn, sozialer Ausgleich statt Konfrontation. Diese Maxime gilt für Siemens auch heute.

Gerhard Cromme, 2017

Heinrich von Pierer

Heinrich von Pierer (*1941)

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Heinrich von Pierer, 2003

Heinrich von Pierer studiert Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er kommt 1969 zu Siemens und beginnt seine Laufbahn in der Rechtsabteilung. 1977 wechselt er in die damals selbstständige Kraftwerk Union AG (KWU). 1988 wird er kaufmännischer Leiter und Mitglied im KWU-Bereichsvorstand, 1989 dessen Vorsitzender und zugleich Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Ein Jahr später wird von Pierer in den Zentralvorstand gewählt und 1991 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Vom 1. Oktober 1992 bis zum 27. Januar 2005 ist er Vorsitzender des Vorstands.

 

In die Ära Heinrich von Pierers fällt der Wandel des Unternehmens von einer überwiegend auf öffentliche Kunden an regulierten Märkten ausgerichteten Kultur hin zu einem im globalen Wettbewerb stehenden Unternehmen, das sich immer mehr auch den Anforderungen der Shareholder stellen muss. Vom Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG werden einschneidende Programme aufgesetzt, die das Unternehmen auf diesen Wandel vorbereiten und ausrichten sollen. Sie münden im „Siemens Management System“ mit den strategischen Schlüsselthemen „Innovation“, „Kundenfokus“ sowie „Globale Wettbewerbsfähigkeit“ und enthalten konkrete Management-Werkzeuge, die im Unternehmen weltweit verbindlich einzusetzen sind. Von Pierer sorgt dafür, dass das Geschäftsportfolio von Siemens permanent überprüft wird. Alle Geschäfte sollen eine global führende Marktposition einnehmen. Sofern dies nicht der Fall ist, galten die Alternativen „Fix, buy, cooperate, sell or close“.

Auf der Hauptversammlung am 27. Januar 2005 wird von Pierer in den Aufsichtsrat gewählt, dessen Vorsitz er bis zum 25. April 2007 innehat.

Karl-Hermann Baumann

Karl-Hermann Baumann (*1935)

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Karl-Hermann Baumann, 1999

Karl-Hermann Baumann kommt 1970 zu Siemens, wo er seine Laufbahn im Zentralbereich Finanzen beginnt. Der promovierte Diplom-Kaufmann arbeitet zunächst in den Bereichen Bilanzierung und Finanzierung. Von 1978 bis 1982 ist er Senior Vice President bei der Siemens Capital Corp. in den USA. 1983 kehrt Baumann nach Deutschland zurück und übernimmt die Leitung des Hauptbereichs Bilanzierung innerhalb der zentralen Finanzabteilung.

 

Im Sommer 1987 wird er als stellvertretendes Mitglied in den Vorstand der Siemens AG berufen. Als Leiter der Zentralabteilung Finanzen gehört er ab 1988 dem Zentralausschuss und mit der Neuorganisation des Unternehmens ab 1989 dem Zentralvorstand an. Während seiner über 10-jährigen Tätigkeit als Siemens-Finanzchef hat Karl-Hermann Baumann entscheidend zur internationalen Ausrichtung des Elektrokonzerns beigetragen. Gleichzeitig legt er das finanzielle Fundament für die Expansion des Unternehmens. Durch die Gründung der Siemens Kapitalanlagegesellschaft (1993) und der Siemens Financial Services (1997) richtet er die Finanzabteilung neu aus.

 

Zum 19. Februar 1998 wechselt Baumann in den Aufsichtsrat, dessen Vorsitz er bis zum 27. Januar 2005 führt.

Hermann Franz (1928–2016)

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Hermann Franz, 1993

Hermann Franz beginnt seine Siemens-Karriere 1957 als Vertriebsingenieur bei den Siemens-Schuckertwerken in Essen. In den folgenden Jahren leitet der studierte Elektroingenieur mehrere energietechnische Geschäftsbereiche, bevor er 1978 an die Spitze der iranischen Siemens-Tochter Siemens Sherhate Sahami in Teheran tritt. Ein Jahr später wird er Leiter der Zentralverwaltung Ausland.

 

1980 wird Franz als stellvertretendes Mitglied in den Vorstand der Siemens AG berufen. Ab 1985 steht er dem Unternehmensbereich Installations- und Automobiltechnik vor und ist damit zugleich Mitglied des Zentralausschusses. Drei Jahre später übernimmt er die Führung der Zentralabteilung Unternehmensplanung und -entwicklung. In dieser Funktion ist er maßgeblich an der Ausgestaltung der neuen Organisationsstruktur von Siemens beteiligt, die 1989 in Kraft tritt. Im selben Jahr wird Hermann Franz Mitglied des Zentralvorstands.

 

Zum 11. März 1993 wechselt Franz an die Spitze des Aufsichtsrats. Mit dem Ausscheiden aus diesem Gremium beendet er zum 20. Februar 1998 seine über 40-jährige Laufbahn. Franz stirbt am 7. Oktober 2016 im Alter von 87 Jahren.

Heribald Närger (1923–2015)

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Heribert Närger, 1992

Heribald Närger wechselt 1963 von der Bayerischen Vereinsbank zu Siemens. Damals wird er als stellvertretendes Mitglied sowohl in den Vorstand von Siemens & Halske als auch der Siemens-Schuckertwerke berufen. Nach Gründung der heutigen Siemens AG und seiner Ernennung zum ordentlichen Mitglied des Vorstands leitet der promovierte Jurist von 1968 bis 1988 die zentrale Finanzabteilung. Als Finanzchef des Hauses richtet er dessen Finanzmanagement frühzeitig auf die Erfordernisse eines Weltunternehmens aus.

 

Nachdem Heribald Närger dem Siemens-Vorstand 25 Jahre lang angehört hat, wechselt er im März 1988 an die Spitze des Aufsichtsrats. In dieser Funktion begleitet er die umfassende Organisationsreform des Unternehmens in den Jahren 1988/89. Zum 11. März 1993 scheidet Närger turnusgemäß aus dem Gremium aus und beendet seine 30-jährige Siemens-Karriere. Heribald Närger stirbt am 26. April 2015 in Grünwald bei München.

Eine Vision [wirkt] prägend auf die Unternehmenskultur, also auf die Art und Weise, wie die Mitarbeiter denken, entscheiden und handeln.

Heribald Närger, 1992

Bernhard Plettner (1914–1997)

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Bernhard Plettner, 1981

Bernhard Plettner arbeitet 1937 erstmals bei Siemens: Damals unterbricht er sein Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt mit dem Ziel, für ein Semester als Werkstudent bei den Siemens-Schuckertwerken in Berlin und Mülheim an der Ruhr tätig zu werden. Nach Abschluss des Studiums kehrt der Elektroingenieur 1940 in die Abteilung Industrie  nach Berlin zurück. Hier ist er zunächst als Projektingenieur für die Planung und den Vertrieb von Industrie- und Energieversorgungsanlagen im In- und Ausland zuständig.

Nach Kriegsende weiss Plettner seine Berufserfahrungen für den Wiederaufbau des Exportgeschäfts zu nutzen. Sechs Jahre später übernimmt er die Leitung der Projektierungsabteilungen für die Grundstoffindustrie, die unter anderem für den Bau des Hüttenwerks Rourkela in Indien – dem ersten großen Exportprojekt der deutschen Nachkriegsindustrie – zuständig ist.

 

1959 wird Bernhard Plettner in den Vorstand der Siemens-Schuckertwerke berufen, 1961 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und 1962 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Nach Gründung der Siemens AG ist er zunächst Mitglied des Vorstandspräsidiums, dann stellvertretender und seit 1971 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. 1981 wird Plettner als erstes Nichtfamilienmitglied Vorsitzender des Aufsichtsrats; er behält diese Position bis 1988. Bernhard Plettner stirbt am 2. November 1997 in Erlangen.

Peter von Siemens (1911–1986)

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Peter von Siemens, um 1975

Peter von Siemens ist ein Urenkel des Firmengründers. Im Anschluss an seine Promotion zum Dr. rer. pol. beginnt er 1934, als Praktikant für Siemens & Halske in Berlin zu arbeiten. Ab 1936 ist er im Auftrag der Siemens-Reiniger-Werke für den Vertrieb medizintechnischer Produkte in Brasilien und Argentinien verantwortlich. 1940 übernimmt er die Leitung der argentinischen Gesellschaft mit dem Ziel, in Buenos Aires eine Fertigung für Röntgen- und elektromedizinische Geräte aufzubauen. Dort wird er interniert und kehrt erst 1948 nach Deutschland zurück.

 

1950 wechselt er zu den Siemens-Schuckertwerken nach Erlangen. Hier ist er für die zentrale Vertriebsverwaltung tätig, deren stellvertretende Leitung der 1957 übernimmt. 1959 wird Peter von Siemens in den Vorstand der Siemens-Schuckertwerke und vier Jahre später in den Aufsichtsrat der Gesellschaft berufen. Ab 1967 ist er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG; von 1971 bis 1981 steht er an der Spitze des Aufsichtsrats.

 

Zusätzlich zu seiner Tätigkeit im Unternehmen hat Peter von Siemens zahlreiche Ehrenämter in Politik und Wirtschaft inne. Im Vorfeld der Internationalen Weltausstellung 1967 in Montreal wird er zum deutschen Generalkommissar für die Expo berufen.

Ernst von Siemens (1903–1990)

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Ernst von Siemens, 1962

Ernst von Siemens ist der Sohn von Carl Friedrich und jüngster Enkel des Firmengründers Werner von Siemens. Der Physiker arbeitet ab 1929 im Berliner Wernerwerk für Fernmeldetechnik von Siemens & Halske. 1943 wird Ernst von Siemens zum stellvertretenden, 1948 zum ordentlichen Mitglied und 1949 zum Vorsitzenden des Vorstands von Siemens & Halske ernannt. 1945 erfolgt die Berufung zum stellvertretenden und 1948 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands der Siemens-Schuckertwerke. Von 1956 bis 1971 ist er Aufsichtsratsvorsitzender beider Stammgesellschaften beziehungsweise der Siemens AG. Auch nachdem er den Vorsitz niedergelegt hat, blieb Ernst von Siemens bis 1978 Mitglied des Aufsichtsrats und gehört danach dessen Ehrenpräsidium an.

 

Ernst von Siemens hat am Wiederaufbau des Unternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidenden Anteil. Vor allem durch die Wiederbelebung des Auslandsgeschäfts schafft er die notwendigen Voraussetzungen für die erfolgreiche Rückkehr des Unternehmens auf die Weltmärkte. Unter seiner Leitung werden die Siemens & Halske AG, die Siemens-Schuckertwerke AG und die Siemens-Reiniger-Werke AG 1966 zur heutigen Siemens AG vereinigt.

 

Über seine unternehmerische Tätigkeit hinaus engagiert sich Ernst von Siemens für die Förderung von Wissenschaft und Kultur. Heute ist sein Name vor allem durch die von ihm gegründeten Stiftungen präsent.

Schlaglichter aus 170 Jahren Siemens-Geschichte

Informieren Sie sich zu ausgewählte Ereignissen aus der Geschichte des Unternehmens in unseren History News, die wir stetig für Sie erweitern.