Charakteristika von Siemens

Die Zukunft gestalten

Siemens hat die technologische Entwicklung Deutschlands, Europas und der Welt in den vergangenen 170 Jahren auf beeindruckende Weise geprägt. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen hat es dabei Herausforderungen und Krisen gemeistert und aus ihnen gelernt. Die Zukunft aktiv zu gestalten war stets das prägende Leitmotiv aller Firmenlenker, von Werner von Siemens bis zu Joe Kaeser. Dieser Anspruch hat aus dem Zehn-Mann-Betrieb in der Schöneberger Straße 19 in Berlin einen global tätigen Konzern gemacht.

 

Was unterscheidet Siemens von vielen anderen Unternehmen? Es sind die Attribute innovativ, qualitäts- und kundenorientiert, international, krisenerprobt und wandlungsfähig sowie verantwortungsvoll – sie machen Siemens seit jeher stark und einzigartig, in guten wie in herausfordernden Zeiten. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise in unsere Firmengeschichte, und erfahren Sie, was Siemens zu dem Unternehmen gemacht hat, das es heute ist. Denn Zukunft braucht Herkunft.

Von der Dynamomaschine bis zu MindSphere

Seit 170 Jahren bilden wegbereitende Technologien das Fundament von Siemens. Dass der Weg dabei nicht immer geradlinig verläuft, macht Lernen und Verbesserungen erst möglich. Werden Sie Zeuge wichtiger Innovationen und Herausforderungen, die unsere Entwicklung geprägt haben.

Gewaltige organisatorische und technische Herausforderung: Ein Wasserkraftwerk entsteht

Für den Bau des Wasserkraftwerks müssen etwa acht Millionen Kubikmeter Erde ausgehoben und rund eine Million Kubikmeter Fels gesprengt werden.

Wasserschloss mit Krafthaus: Generatorenhalle und Staudamm im Bau

Das feuchte Klima Irlands, problematische Bodenverhältnisse sowie geologische Formationen, die bei den Voruntersuchungen und Probebohrungen nicht erkannt wurden, beeinträchtigen immer wieder den Fortschritt der Arbeiten.

Die Kraft des Wassers nutzen: Einlaufschnecken der Turbinen

Die Idee, die Strömungsenergie des Flusses Shannon zu nutzen, kommt vom irischen Siemens-Ingenieur Thomas McLaughlin. Die spiralförmigen Einlaufschnecken führen das Wasser den Turbinen mit einem zusätzlichen Drall zu.

Das Herz des Wasserkraftwerks: Siemens-Mitarbeiter montiert Generatorenläufer

1928 beginnen die Montagearbeiten. Zunächst werden drei Drehstromgeneratoren von je 30 Megavoltampere Leistung errichtet und direkt mit den senkrecht stehenden 38.600-PS-Francis-Spiralturbinen gekoppelt.

Blick in die Generatorenhalle

Als Generalunternehmer sorgt Siemens dafür, dass der gesamte Irische Freistaat ab Oktober 1929 mit Strom versorgt wird. Ein Leitungsnetz mit einer Gesamtlänge von 3.400 Kilometern sowie zahlreichen Schaltstellen und Transformatorenstationen macht dies möglich.

Ideen an und für sich haben nur einen geringen Wert. Der Wert einer Erfindung liegt in ihrer praktischen Durchführung.

Werner von Siemens, Unternehmensgründer, 1851
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Mit Innovationen die Zukunft gestalten

Unser Learnings aus 170 Jahren Innovationsgeschichte

Kreative Ideen allein reichen für den langfristigen Erfolg nicht aus – entscheidend ist, dass sie am Markt als neue Produkte, Lösungen oder Dienstleistungen Maßstäbe setzen. Und wenn darüber hinaus zukunftsweisende Geschäftsmodelle die konkreten Bedürfnisse der Zeit erfüllen, entstehen echte Innovationen.

 

Kreative Ideen, wegweisende Geschäftsmodelle und unternehmerisches Handeln machen die Innovationskraft von Siemens aus.

 

qualitäts- und kundenorientiert

Von der Wartung des russischen Staatstelegrafennetzes bis zum Digital Hub in Singapur

Der Kunde steht im Mittelpunkt unseres Handelns – und das seit 170 Jahren. Aber Kundenorientierung will gelernt, umgesetzt und immer wieder auf den Prüfstand gestellt sein. Schon Firmengründer Werner von Siemens sagte: „Nur wer das Beste liefert, bleibt schließlich oben, und ich ziehe immer die Reklame durch Leistung der durch Worte vor.“

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Die Bedürfnisse unserer Kunden im Blick

Qualitäts- und Kundenorientierung

Wir denken mit dem Kopf des Kunden. Denn nur wer sich die Perspektive und die Sicht

des Kunden zu eigen macht, kann dessen Bedürfnisse bestmöglich erfüllen. Doch das will gelernt, umgesetzt und immer wieder unter Beweis gestellt sein. Deshalb ist Kundenzufriedenheit eines der wichtigsten Unternehmensziele: Sie soll bis 2020 um mindestens 20 Prozent steigen.

 

Kundenzufriedenheit ist für uns ein Gradmesser für die Qualität unseres Angebots an den Kunden.

 

Von Berlin über London und St. Petersburg in die Welt

Siemens wird schon früh ein internationales Unternehmen. Heute ist der Konzern in rund 200 Ländern der Welt zu Hause – ein Global Player durch und durch. Dabei begleitet das Unternehmen viele Länder bei ihrer wirtschaftlichen wie gesellschaftspolitischen Entwicklung, leistet Aufbauhilfe, indem es beispielsweise durch Krieg zerstörte Infrastruktur wieder instand setzt, und sucht nicht gleich das Weite, wenn es einmal schwierig wird – politisch oder wirtschaftlich. 

Die Zeit der nationalen Abgeschlossenheit ist vorüber. Wir müssen erkennen, dass wir heute in der Welt voneinander abhängig geworden sind.

Carl Friedrich von Siemens, Sohn des Firmengründers, 1931
Welten verbinden: Kabeldampfer „Faraday“ vernetzt Alte und Neue Welt

Es ist eines der großen Abenteuer und Wagnisse des ausgehenden 19. Jahrhunderts: Mit der Verlegung des Transatlantikkabels verbinden die Siemens-Brüder Europa und Amerika und eröffnen ihrem Unternehmen im internationalen Seekabelgeschäft neue Absatzmärkte.

Den Balkan erschließen: Siemens ist seit 1887 in Ungarn präsent

Gemeinsam mit Partnern vor Ort gründet das Elektrounternehmen eine Finanzierungsgesellschaft für den Nahverkehr. So geht im November 1887 in Budapest die Siemens-Straßenbahn in Betrieb. Weitere Projekte folgen.

Auf der Goldspur: Siemens gründet 1895 die erste Auslandsgesellschaft in Südafrika

Gewaltige Gold- und Diamantenfunde locken Ende der 1890er-Jahre Zehntausende aus aller Welt nach Südafrika. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes nimmt einen rasanten Aufschwung, und Siemens baut in Brakpan das erste öffentliche Kraftwerk Südafrikas. Ab 1897 versorgt es die wachsende Stadt Johannesburg sowie die umliegenden Goldminen mit Strom.

Im Schatten des Sombreros: 1894 eröffnet Siemens in Mexiko-Stadt das erste Technische Büro Lateinamerikas

1897 errichtet Siemens ein Dampfkraftwerk und installiert auch die gesamte elektrische Beleuchtung für die Hauptstadt Mexikos. Das neue Beleuchtungsnetz, das die bestehende Straßenbeleuchtung durch 800 Lampen ersetzt, ist weltweit eines der größten seiner Zeit.

In Russland zu Hause: seit 1853 ein zuverlässiger Partner des Landes

Die Moskauer Straßenbahn ist nur eines von vielen Projekten, mit denen Siemens die russische Infrastruktur weiterentwickelt. So errichtet das Unternehmen 1896 in Moskau die größte elektrische Zentrale Osteuropas, die neben der Beleuchtung der Metropole auch die Straßenbahn mit Strom versorgt.