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Cleveres Wassermanagement in Vadodara

Am indischen Standort Vadodara haben die Mitarbeiter den Wunsch nach nachhaltigem Wassermanagement in die Tat umgesetzt – mit viel Köpfchen, Engagement und klug eingesetzter Technik.

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Wasserrisiken managen

Am Siemens-Standort Vadodara fertigen 650 Mitarbeiter Dampfturbinen und Kondensatoren für den indischen Markt und andere Wachstumsmärkte. Hier haben sich die Mitarbeiter besonders intensive Gedanken über das Wassermanagement gemacht. Der Grund dafür ist der Monsun, der die Sommermonate beherrscht, während es in der übrigen Zeit des Jahres zum Teil sehr trocken ist. Während der Monsunzeit in den Monaten November bis Mai können in einer Stunde 100 Millimeter Regen fallen. Im Vergleich dazu beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag nur 780 Millimeter.
 

Da das Wasser während der Trockenzeit extrem knapp wird, gerät das Grundwasser in der Region in Gefahr, denn es wird mehr Wasser abgepumpt als durch Niederschläge aufgefüllt werden kann. Das Management von Wasserrisiken ist in dieser Gegend somit eine Herausforderung – eine Herausforderung, der sich die Mitarbeiter im Werk Vadodara in mehrerlei Hinsicht gestellt haben.

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Regenwasser sinnvoll nutzen

Die Tatsache, dass während der Monsunzeit sehr viel Regen fällt und ungenutzt in die Kanalisation abfließt, hat die Mitarbeiter in Vadodara auf eine gute Idee gebracht: Seit 2013 wird Regenwasser gesammelt und dem Grundwasser zurückgegeben.
 

Das Regenwasser wird in vier 40 Meter tiefen Zisternen gesammelt, die auf dem Gelände unter dem Rasen versteckt liegen. Jede von ihnen kann 10.000 Liter Regenwasser aufnehmen. Das Einzugsgebiet jedes einzelnen Schachts umfasst zwischen 2.240 und 6.000 Quadratmetern. Jährlich sammeln sich in den Zisternen rund 20.000 Kubikmeter Regenwasser. Von 2013 bis heute haben die vier Grundwasserschächte zusammen mehr als 23 Millionen Liter Regenwasser aufgefangen und in das Grundwasser geleitet. So trägt der Siemens-Standort dazu bei, die Wasservorräte der Region zu erhalten.

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Wasserkreislauf mit System

Nicht nur das Regenwasser wird dem Grundwasser zugeführt, sondern das gesamte Wasser, welches der Standort in der Produktion und im Sanitärbereich nutzt.
 

Das Abwasser fließt nicht einfach in den Kanal. Stattdessen wird es in zwei standorteigene Kläranlagen geleitet und dort gereinigt. In der Anlage für Industrieabwässer können täglich 85.000 Liter Abwasser gereinigt werden. Das Wasser wird anschließend im Sanitärbereich verwendet. Die Kläranlage für Sanitärabwasser hat eine Kapazität von 65.000 Litern. Nach der Aufbereitung ist das Wasser so sauber, dass es zur Bewässerung der Grünanlagen des Standorts genutzt werden kann. So geht kein Tropfen Wasser verloren, die Vegetation wird während der Trockenzeit unterstützt und der Wasserkreislauf ist geschlossen.

Wir haben viel erreicht und ich bin allen Beteiligten sehr dankbar dafür, wie dieses schwierige Thema bewältigt wurde.“

Navin Dewaji, Leiter des Geschäftssegments am Siemens-Standort Vadodara
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Soziale Verantwortung übernehmen

Die Verwendung des aufbereiteten Abwassers des Standorts hat es ermöglicht, direkt auf dem Gelände viele verschiedene Pflanzen zu kultivieren, die zu speziellen Anlässen auch an Mitarbeiter und Nachbarn des Werkes verteilt werden.


Die Bäume und anderen Pflanzen bieten vielerlei Insekten und Vögeln einen Lebensraum und verbessern das Mikroklima für Mensch und Natur.
 

Management und Mitarbeiter sind stolz auf das Wassermanagement an ihrem Standort, denn von dem, was hier geschaffen wurde, profitieren viele: Das Unternehmen selbst ist unabhängiger von der öffentlichen Wasserversorgung, Mitarbeiter und Anwohner profitieren ebenso von der grünen Oase wie die Tiere, die hier einen Lebensraum gefunden haben. Das Grundwasser und damit die Umwelt profitieren, da der Regen, der auf diesen Standort fällt, dem Grundwasser zugeleitet wird. So konnte durch den Einsatz vieler eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen werden.