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Kleines Objekt – große Wirkung: Balisen sparen Rohstoffe

Rohstoffknappheit macht die Entwicklung von alternativen Produkten unabdingbar – nicht nur für Unternehmen, sondern auch für unseren Planeten und damit für zukünftige Generationen. In den Werken für Eisenbahnsignaltechnik in Braunschweig und in der Schweiz gelang es durch die Entwicklung von Balisen mit Transpondertechnologie große Mengen gefährlicher oder seltener Stoffe einzusparen.

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Im Siemens-Werk in Braunschweig läuft die Produktion von Balisen auf Hochtouren.

Erfolgsgeschichte aus Braunschweig

Im Werk für Eisenbahnsignaltechnik in Braunschweig haben die Mitarbeiter mit der Entwicklung und Produktion von Balisen eine beispielhafte Erfolgsgeschichte in Sachen Ressourcenschonung geschrieben. Diese wartungsfreien und dazu auch noch sehr leichten Informationsträger werden im Gleis montiert und übermitteln ungleich mehr Informationen als die bisher verwendeten Magneten. So fördern sie die Digitalisierung des Schienenverkehrs.

 

Auch im schweizerischen Wallisellen wird an diesem Thema geforscht. Dort haben die Kollegen eine besonders energiesparende Balise entwickelt, die ohne externe Stromversorgung auskommt.

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Durch die neue Technologie wird Kobalt eingespart.

Nachhaltigkeit durch Technologiewechsel

Tausende von Gleismagneten sind allein in Deutschland in den Gleisen eingebaut. Sie liefern Zügen wichtige Informationen zu Haltesignalen oder Geschwindigkeitsbegrenzungen und leiten im Bedarfsfall Maßnahmen ein. Sie haben damit eine sehr wichtige Funktion, binden allerdings auch viele Rohstoffe, wie etwa Kobalt. Dieses Metall ist nicht nur knapp, sondern auch schwierig zu gewinnen und wirkt außerdem toxisch. Hilmar Würl, Leiter des Programms zur Einsparung kritischer Materialien in der Abteilung Environmental Protection, Health Management and Safety, stellt unmissverständlich klar: „Natürlich kann auch Siemens nicht auf Hochtechnologie-Materialien wie seltene Erden oder Kobalt verzichten. Allerdings kann jede Einsparung an Primärmaterialien einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. Beispielsweise durch Recycling, neue Fertigungsverfahren oder Technologiewechsel.“

 

Die Produktion von Balisen anstelle von Magneten ist ein Beispiel für einen solchen Technologiewechsel, denn sie spart wertvolle Rohstoffe ein. Im Vergleich zu den bis zu 23 Kilogramm schweren Gleismagneten sind Balisen mit 3,6 Kilogramm Leichtgewichte. So konnten allein bei der Produktion von 220.000 Balisen über 2.500 Tonnen Magnetwerkstoffe vermieden werden. Das entspricht etwa 600 Tonnen Kobalt.

Mit der Umstellung von Gleismagneten auf Balisen hat Siemens Hunderte von Tonnen eines kritischen Materials eingespart. Und neben Kobalt können auch weitere Rohstoffe wie Nickel, Aluminium, Kupfer und Eisen vermieden werden.

Michael Kruse, Entwicklungsingenieur und Koordinator für produktbezogenen Umweltschutz, Siemens Mobility Division
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Ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung

Wirft man einen Blick auf die heutige Situation bei den Rohstoffen, wird die Leistung der Mitarbeiter bei Siemens Mobility noch deutlicher: Die Weltbevölkerung wächst rasant und damit die Nachfrage nach Energie und Rohstoffen. Von 1990 bis 2040 – innerhalb von nur 50 Jahren – wird sich der weltweite Rohstoffbedarf voraussichtlich vervierfachen. Unternehmen wie Siemens sind hier gefordert, diesen Bedarf in nachhaltige Bahnen zu lenken, denn jedes gesparte Gramm an Material entlastet den globalen Ressourcenhaushalt.

Abbau von Rohstoffen

Die Förderung von Rohstoffen ist immer mit Auswirkungen auf die Umwelt verbunden.

„Product Eco Excellence“: Kritische Materialien im Fokus

Das globale Umweltprogramm für den produktbezogenen Umweltschutz bei Siemens „Product Eco Excellence“ hat das Ziel, acht sogenannte kritische Materialien in Siemens-Produkten zu reduzieren oder auch komplett zu ersetzen. Kobalt ist eines davon.

 

Das schützt nicht nur unsere Umwelt nachhaltig, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit von Siemens durch Zukunftstechnologien.