Musik– Förderung von Exzellenz

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Die klassische Musik nimmt seit Beginn des Programms eine große Rolle in unserer Arbeit ein. Wir unterstützen dabei stets auch Produktionen, die sich mit zeitgenössischen Formen musikalischer Ausdrucksweisen beschäftigen. Vor diesem Hintergrund initiieren wir Tanzperformances und Klangexperimente sowie Musikproduktionen und klassische Konzertabende.
Ein wichtiges Ziel unserer Aktivitäten ist die weltweite Förderung von exzellenten Nachwuchskünstlern. Dies geschieht durch eigene Nachwuchswettbewerbe (z.B. Siemens Opera Contest) und durch die Vernetzung von Nachwuchskräften mit etablierten internationalen Kulturinstitutionen (Carnegie Hall New York, Opéra Garnier Paris, Bayerische Staatsoper, Salzburger Festspiele).

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Musikalisches Signal der Verständigung mit Auftaktkonzerten am Brandenburger Tor

Im Zuge der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit hatten wir die Chance, das Rahmenprogramm auf der Hauptbühne vor dem Brandenburger Tor aktiv mitzugestalten. Wir nutzten diese großartige Gelegenheit, um mit zwei eigeninitiierten Konzerten ein musikalisches Signal der Verständigung zu setzen.

Am 1. Oktober eröffnete die Neue Philharmonie Berlin gemeinsam mit der Sopranistin Ilkin Alpay, Gewinnerin des Siemens Opera Contest Türkei, offiziell die dreitägigen Feierlichkeiten. Am 3. Oktober eröffnete wiederum der weltbekannte Cellist Daniel Müller-Schott nach der Ansprache des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller das #1heit-Konzert.

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In Gedenken an seinen Meister Mstislaw Rostropovitsch spielte Daniel Müller-Schott Auszüge aus Bachs Cello-Suite No. 2, jenem Stück, das auch Rostropovitsch nach dem Mauerfall am 10. November 1989 am Checkpoint Charlie spielte.

Original-Filmaufnahmen dieses historischen Ereignisses vom November 1989 wurden parallel auf der Bühne eingeblendet. Müller-Schott erinnerte mit seinem Auftaktkonzert an den Mauerfall, die Einheit sowie die Freiheit und begeisterte damit zehntausende Besucher.

Im Siemens-Pavillon stellten wir zudem mit unserem „3D-Soundprojekt“ samt Avatar-Orchester in Augmented-Reality-Umgebung eine Verbindung zwischen Digitalisierung und klassischer Musik her.

 

Wir konnten uns sowohl mit dem Nachwuchstalent Ilkin Alpay als auch mit dem renommierten Cellist Daniel Müller-Schott hinter den Kulissen über ihre Konzerte vor dem Brandenburger Tor unterhalten.

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Daniel Müller-Schott

Der weltbekannte Cellist Daniel Müller-Schott nahm sich die Zeit vor seinem großen Auftritt am 3. Oktober über das gemeinsame Projekt zu sprechen.

 

Was waren Ihre ersten Gedanken, als wir - das Siemens Arts Program - mit der Idee zum Auftaktkonzert in Erinnerung an den Mauerfall auf Sie zukamen?

„Für mich ist es eine große Ehre, mit Auszügen aus Bachs Cello-Suiten an den Mauerfall erinnern zu dürfen. Schon vorab kann ich mit Sicherheit sagen, dass dieser Moment höchst emotional für mich sein wird, da mein Lehrer Rostropowitsch 1989 dasselbe Stück am Checkpoint Charlie spielte. Das Gefühl zu wissen, dass die Original-Filmaufnahmen dieses historischen Ereignisses 1989 dazu live auf der Bühne eingeblendet werden, ist nicht in Worte zu fassen.“

 

Was bedeutet die künstlerische Intervention in Gedenken an Mstislaw Rostropowitsch für Sie als Musiker? In welcher Verbindung stehen Sie zu Rostropowitsch – und zu Berlin?

„Slava Rostropowitsch war ein Jahr mein Lehrer. Wenige Jahre, nachdem er an der Berliner Mauer Bach gespielt hat konnte ich ihm durch die Empfehlung von Anne-Sophie Mutter vorspielen. Auch war er neugierig, da er von meinem ersten Preis beim Tschaikowski Wettbewerb für junge Musiker in Moskau gehört hatte. Ich habe unendlich von ihm profitiert. In Berlin habe ich unzählige Konzerte gespielt und ich liebe die Energie, den Puls und die Kultur der Stadt. Viele meiner Freunde leben dort. Es wird ein besonders emotionaler Moment, für Berlin, für Deutschland und für meinen verstorbenen Lehrer Bach zu spielen.“

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Ilkin Alpay

Die junge Sopranistin Ilkin Alpay gewann 2016 den Siemens Opera Contest Türkei.

Sie feierte seitdem auf Initiative des Siemens Arts Program u.a. 2017 ihr Debut in der Carnegie Hall New York und trat im selben Jahr beim Bürgerfest des Bundespräsidenten am Schloss Bellevue auf.

 

Ihr Auftritt am Brandenburger Tor war ein weiterer einzigartiger Moment in ihrer jungen Karriere.

Direkt nach ihrem Konzert haben wir sie nach einer kurzen Stellungnahme zu ihrem Auftritt gebeten.

 

Wie fühlen Sie sich gerade nach Ihrem Auftritt?

„Ich habe soeben am Brandenburger Tor in Berlin zum Tag der Deutschen Einheit gesungen. Es war eine wunderbare Erfahrung für mich, an einem so historischen Ort zu singen.“

 

 

 

Siemens Opera Contest in Paris

Das Siemens Arts Program präsentiert den zweiten Siemens Opera Contest France und seine Gewinnerin, Sarah Shine, in der weltberühmten Opéra national de Paris.

PARIS - Sarah Shine, eine 24-jährige Sopranistin, setzte sich erfolgreich gegen zwölf Mitbewerber durch und gewann den zweiten Siemens Opera Contest France. Den Preis nahm sie von Nicolas Petrovic, CEO Siemens Frankreich, in der eindrucksvollen Opéra Garnier in Paris entgegen (Juli 2018). Fotograf: Gil Lefauconnier
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Das Siemens Arts Program initiierte 2018 den zweiten Siemens Opera Contest France.

 

Shine überzeugte die Fachjury und setzte sich erfolgreich gegen zwölf Mitbewerber durch. Das Nachwuchstalent wurde 1993 in Irland geboren und schloss ihr Studium 2015 an der Irish Royal Academy of Music ab. Im Rahmen einer festlichen Gala an der Opéra national de Paris nahm sie den Preis von Nicolas Petrovic, CEO Siemens Frankreich, sowie unter Anwesenheit von Klaus Helmrich und Roland Busch, Vorstandsmitglieder der Siemens AG, entgegen. Das Publikum bestehend aus Kunden, Partnern und Politik waren von der Präsenz, der Leidenschaft und dem Talent der Gewinnerin beeindruckt. Der Preis wurde ihr unter großem Applaus übergeben.

 

Für die junge Sopranistin ist der Auftritt im Palais Garnier in Paris ein ganz besonderer Moment.

Im Interview beschreibt Sarah Shine ihre Gefühle, nachdem sie von ihrem Sieg beim Siemens Opera Contest France hörte sowie ihre Vorbereitungen für große Auftritte wie diesen.

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Sarah Shine

Wie fühlen Sie sich und was bedeutet Ihnen der Preis?
"Als ich gehört habe, dass ich den Preis gewonnen habe, war ich zunächst sprachlos. Zwischenzeitlich konnte ich den ersten Schock ein wenig verdauen und jetzt bin ich einfach nur glücklich. Wettbewerbe wie der Siemens Opera Contest sind sehr wichtig. Dadurch erhalte ich Anerkennung. Wie ich singe, wie ich spiele und wie ich mein Leben führe…ich habe alles richtig gemacht. Es hat mein Selbstvertrauen gestärkt."

 

Wie bereiten Sie sich auf große Auftritte vor?

"Die Vorbereitung für Konzerte wie im Palais Garnier beginnt Monate vorher. Man muss die Musik im eigenen Körper fühlen, herausfinden, wie man sie mit der korrekten Technik am besten zum Ausdruck bringt."

 

 

 

 

3D-Klang für klassische Musik von Morgen

Das Siemens Arts Program veröffentlicht Cello-Werke von Tschaikowsky und Gulda in 3D-Sound-Technologie.

 

Das Siemens Arts Program hat zusammen mit der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters und Jakob Spahn, Solo-Cellist des Staatsorchesters, Werke von Peter Tschaikowsky und Friedrich Gulda eingespielt und in mehreren „Immersive-Sound-Formaten“ produziert. In Zusammenarbeit mit dem Immersive Audio Network IAN ist ein völlig neues Klangerlebnis entstanden, das tradiertes Cello-Repertoire mit einem technisch innovativen Audioverfahren vereint.