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Bildende Kunst – Die Zukunft ergründen

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Im Bereich Bildende Kunst initiieren und realisieren wir Projekte zur Gegenwartskunst. Wir suchen nach Themen und künstlerischen Positionen, die aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen aufgreifen und sich mit Themen der Zukunft auseinandersetzen. Die Projekte werden in Kooperation mit Kunstschaffenden und Kunstinstitutionen im In- und Ausland initiiert. Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf den Entstehungsprozess von Kunst und auf den gegenseitigen Austausch mit den Partnern in der Kunst. Dabei haben die Partnerschaften mit international renommieren Häusern eine große Bedeutung für uns. So befindet sich z.B. die Siemens Fotosammlung seit 2003 in der Pinakothek der Moderne.

 

Das Siemens Arts Program ist operativ tätig und bearbeitet keine Förderanträge Dritter. Das Befassen mit Kunst und Kultur erfolgt durch eigene Projekte und interdisziplinäre Partnerschaften. Eine Corporate Collection im herkömmlichen Sinne ins Leben zu rufen, ist kein erklärtes Ziel des Siemens Arts Program.

News

Deutschland 8 – Deutsche Kunst in China (19.09. – 31.10.2017)

Siemens ist Partner der Gruppenausstellung in Peking

 

Die Ausstellung versammelt mehr als 50 Künstler mit rund 300 Werken, unter anderem von Georg Baselitz, K.O. Götz, Katharina Grosse, Anselm Kiefer, Alicja Kwade, Sigmar Polke, Neo Rauch, Gerhard Richter und Katharina Sieverding.

Vor der Ausstellungseröffnung in Peking führte das Siemens Arts Program mit Katharina Sieverding ein Interview.

 

Frau Sieverding, was macht für Sie ein gutes Foto aus?

Meine Devise war von Anfang an: Aus einem (oder mehreren) Fotos muss ich erst mal ein Bild machen d.h. eine durch und durch konzipierte Bildkonstruktion bis zum endgültigen inhaltlichen Statement. Es geht nicht um Fotokunst, noch weniger um Kunstfotos. Also das ganze Potential der Fotografie auszuloten, testen und zu hinterfragen und vor allem die technologischen Ursprünge und Fortschritte als Massenmedium aufzudecken und inhaltlich entsprechend einzusetzen, damit ich meiner Verantwortung im Umgang mit diesen Widersprüchen als Künstlerin politisch gerecht werde.

 

Sie haben eine Zeit lang in China bearbeitet und gelebt. Inwiefern hat das Ihre Kunst beeinflusst?

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit von 1976 bis 1978 erhielten Klaus Mettig und ich die Drehgenehmigung für den zweieinhalb stündigen 16-mm Film: BEIJING – YANAN – XIAN – LUOYANG –SEPTEMBER-OKTOBER 1978. Die spezifische antizipatorische Bild-Text-Qualität großflächiger chinesischer Darstellungen im öffentlichen Raum hatte mich interessiert. Und einige meiner frühen Arbeiten geprägt. Von 2002 bis 2003 praktizierte ich in einem Pilotprojekt der UdK-Berlin eine Gastprofessur für Visual Culture Studies an der China Art Academy in Hangzhou und war an der Shanghai Biennale 2001 beteiligt.  

 

Siemens versucht mit hochspezialisierten Computertomographien medizinische Einsichten in das Unsichtbare zu erlangen. Ihr monumentales Fotogemälde im Berliner Reichstag zeigt eine Art Röntgenbild, bei dem ein Rückgrat von Flammen durchsetzt ist. Suchen Sie in Ihren Bildern eher das Verborgene oder vergrößern Sie das Sichtbare?

 

Ich diagnostiziere und kontextualisiere in diesem Statement, worauf die Politiker an diesem Arbeitsplatz Reichstag achten sollten. Was verantworten Sie politisch auf und zwischen Erde und Sonne – Der radiologische Befund deutet auf eine schleichende Zeitkrankheit hin. Die NASA diagnostiziert die Solar-Flammen.

Projekte

Kreativität zusammenbringen

SPEAK-UP (KUNSTINSTALLATION VON RUPPRECHT MATTHIES)

"Wenn Sie ein Wort hätten, um zu beschreiben, was Siemens für Sie bedeutet und wofür Sie in Ihrem privaten und beruflichen Umfeld stehen, was wäre das?" Diese Frage wurde an Siemens Führungskräfte gestellt. Ihre individuellen Assoziationen wurden dann von dem Künstler Rupprecht Matthies in eine Kunstinstallation in der Siemens-Zentrale in München verwandelt (Mai-September 2017).

DIALOG MIT DER VERGANGENHEIT UND DER ZUKUNFT (THOMAS STRUTH)

Auf Initiative des Siemens Arts Program entwickelte sich ein lebendiger Projektdialog zwischen dem Unternehmen Siemens und dem Künstler Thomas Struth. Struth besuchte ausgewählte Siemens-Standorte in Berlin, Erlangen, Forchheim und Alpharetta /USA. Dort entstanden fünf eigene Werke, die er mit ausgewählten Archivbildern in einer vielschichtigen Kunstinstallation vereinte. Struth hatte dafür hunderte Archivbilder aus der Siemens-Geschichte gesichtet. Dieser Dialog zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem lässt neue Verbindungen entstehen und schafft nicht zuletzt Raum für Kreativität und Innovation. (Coordinates – a curated Siemens history, Juni 2016)

THE WINGS (DANIEL LIBESKIND)

Libeskinds zehn Meter hohe und 15 Tonnen schwere Skulptur aus mattgeschliffenem Aluminium greift die Form eines Flügels („The Wings“) auf und ist Teil einer aus vier Skulpturen bestehenden Installation, die ursprünglich auf der Expo 2015 in Mailand zu sehen war. Nun aufgestellt am Siemens Headquarters in München, am Gründungsstandort in Berlin sowie am größten Siemens Standort in Erlangen symbolisieren die Skulpturen eine „Innovation Bridge“ zwischen historisch bedeutsamen Standorten des Unternehmens und der Welt. Besonders eindrucksvoll wirkt die Skulptur in der Dunkelheit, wenn die in die Oberfläche eingelassenen LED’s aufleuchten und mit grafischen Animationen spielerisch das Thema Digitalisierung visualisieren. (Juni 2016 - April 2017)

Interview mit Thomas Struth
Video auf Youtube

SCHWESTERNGRUPPE (GEORG BASELITZ)

Die über drei Meter hohe Skulptur „Schwesterngruppe“ von Georg Baselitz steht zentral im Atrium des neuen Siemens Headquarters. Georg Baselitz über sein Werk: „Sie sehen überdimensionierte Erinnerung. In diesem Fall meine Schwester und ihre Freundinnen, die untergehakelt über den Dorfplatz gehen. Die Tradition der Drei Grazien von der griechischen Antike über Botticelli bis heute ist eines der Themen dieses Werkes. Meines Wissens hat es in der Geschichte der Skulptur nie eine Figurengruppe mit eingehakten Armen gegeben.“

Durch die Kunst im neuen Atrium schafft Siemens eine offene Verbindung zwischen der Münchener Innenstadt und dem Kunstareal. (Juni 2016)

Georg Baselitz über sein Werk
Video auf Youtube