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Leben bei Siemens

Brücken bauen zwischen den Kulturen

Millionen Menschen sind tausende Kilometer auf der Flucht vor Kriegen und der hoffnungslosen Situation in ihrem Heimatland. Wenig können sie durch Wüsten und übers Meer aus ihrem alten Leben mitnehmen. Sie lassen Arbeit, Besitz und oft auch ihre Familie zurück. Getrieben von Angst – und der Hoffnung, eine bessere Zukunft für sich zu finden.

Ich bin stolz darauf hier zu arbeiten, denn alle sind richtig motiviert ihr Bestes zu geben.

Jörg Pohl, Projektleiter Praktika für Flüchtlinge

Viele müssen an den verschiedenen Ländergrenzen Monate ausharren und ihre Einreise „verhandeln“, bis sie zum Beispiel in Deutschland ankommen. Hier ist aber nicht das Ende ihrer Reise, sondern der Anfang eines langen Weges im Asylprozess und ihrer Integration.

 

Jörg Pohl leitet das Siemens Programm „Praktika für Flüchtlinge“. Er weiß aus erster Hand, welchen Unterschied ein wenig Stabilität macht im Leben eines Flüchtlings. „Die bezahlten Praktika dauern für gewöhnlich zwei Monate und richten sich an qualifizierte Flüchtlinge, die sich gerade im Asylverfahren befinden.“ erklärt Jörg Pohl.

 

„Viele Flüchtlinge haben eine großartige Ausbildung. Darauf aufbauend geben wir ihnen eine anspruchsvolle Aufgabe, zeigen ihnen den Aufbau von Siemens und wie es ist, in Deutschland zu arbeiten - ein wichtiger erster Schritt zu einer erfolgreichen Integration.“

Der erste Schritt in ein neues Leben

Viele Flüchtlinge wollen an unserem Programm teilnehmen. Einige Absolventen wurden bereits nach ihrem Praktikum in ein Siemens Team übernommen. Einer von ihnen, ursprünglich aus Eritrea, wurde auf der Flucht über Ägypten entführt.

 

„Nach drei Monaten konnte seine Familie das Lösegeld bezahlen. Er konnte nach München flüchten und fand dort eine Gastfamilie die ihn aufnahm.“ Dort bekam er die Chance, sein Talent bei einem Siemens Praktikum zu zeigen. Jetzt hat er eine IT-Ausbildung begonnen und ist einer von 351 000 Menschen, die unsere Firma weltweit bereichern.

Es bereichert unsere Kultur, lässt mögliche Vorurteile verschwinden und erzeugt Verständnis für die Situation.

Jörg Pohl, Projektleiter Praktika für Flüchtlinge

Jeder Flüchtling hat seine eigene Geschichte

Es ist schwer, sich in einer neuen Kultur zurechtzufinden – besonders, wenn man aus seiner Heimat flüchten musste. Das Praktikum bei Siemens ist eine Chance, wichtige Erfahrungen zu sammeln, die Sprache zu erlernen, neue Fähigkeiten zu entwickeln und auch Freundschaften aufzubauen.

 

Jeder im Praktikum bekommt von Anfang an einen Paten. So hat er oder sie eine Kollegin oder einen Kollegen als Gesprächspartner und Wegbegleiter, der auf dem Weg durch das Programm zur Seite steht. „Manchmal geht man einen Kaffee trinken, macht zusammen Mittag oder geht auch mal ins Kino – dies alles geschieht auf einer sehr persönlichen Ebene.“

 

 

Doch das Praktika-Programm ist nicht der einzige Schritt, den Siemens geht. Ungenutzter Büroraum wird in Wohnraum für Flüchtlingsfamilien umgewandelt und in Vorbereitungsklassen werden jüngere Flüchtlinge für eine mögliche Ausbildung bei Siemens qualifiziert. Auch sind einige der Siemens-Sportplätze für Flüchtlinge geöffnet worden, damit diese mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Fußball und Tischtennis spielen können. Es sind Begegnungen, die die Wahrnehmung von uns allen verändert und zur Integration beiträgt.

 

 

Careers for refugees

Talente können von überall herkommen

Die meisten Flüchtlinge des Programms stammen aus Syrien und Eritrea – viele von ihnen sind gut ausgebildete Ingenieure und IT-ler, bestätigt Jörg Pohl.

Viele Führungskräfte waren mit den Praktikantinnen und Praktikanten so zufrieden, dass sie gerne mehr einstellen würden. Viele sagen: “Es öffnet unser Denken, arbeitet gegen Vorurteile und sorgt für Verständnis.“

Jörg Pohl weiß, dass die Integration ein langer und komplexer Prozess ist, der mit einem persönlichen Kontakt beginnen muss. „Viele Einheimische haben keinen wirklichen Kontakt zu Flüchtlingen. Diese leben in separaten Flüchtlingsunterkünften und wir sehen sie höchstens einmal auf der Straße.“ Integration ist der Schlüssel und Jörg Pohl hat ein paar eigene Ideen, wie wir diese fördern können.

„Ich denke, dass Integration besser funktionieren wird, wenn wir die dezentrale Unterbringung fördern, um die unterschiedlichen Kulturen näher zusammenzubringen.“


Er hofft, dass die Arbeit, die Siemens leistet, andere Unternehmen inspiriert, mit eigenen Programmen zur jetzigen Krise aktiv zu werden. „Wir wollen unser Konzept vorstellen und mit ihnen teilen, damit sie ihre eigenen Programme starten.“

Viele Praktikantinnen und Praktikanten haben beeindruckendes Talent. Das macht Jörg Pohl zuversichtlich, dass es nicht lange dauern wird, bis einstige Flüchtlinge ihren Weg in Führungspositionen machen werden – und eines Tages vielleicht sogar in den Vorstand.