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Arbeiten bei Siemens

Die Welt wird immer vernetzter. Treffen Sie den Mann, der dabei hilft, das Internet der Dinge zu globalisieren.

Die Zukunft mitzugestalten heißt auch, viel Verantwortung zu übernehmen. Eine neue Technologie zu entwickeln und sie auch einzusetzen reicht dafür noch lange nicht aus – die Unternehmen und Menschen, die daran beteiligt sind, müssen lernen, neu und disruptiv zu denken und zu arbeiten. Claus Cremers, Vertriebsspezialist für Siemens MindSphere, erzählt, wie sein Team innovativ und am Puls der Zeit bleibt und durch neue Arbeitsweisen sowohl innerhalb als auch außerhalb von Siemens jedes Potenzial bestmöglich ausschöpft.

Es ist kein Geheimnis, dass Technologie die Art, wie wir heute leben, maßgeblich verändert hat. Ob wir morgens unseren Kaffee bestellen, nachts ein Taxi rufen, uns auf die Suche nach einem neuen Job – oder sogar einem Lebenspartner – machen: All das ist durch die technologischen Entwicklungen der Gegenwart effizient, personalisiert und relativ nahtlos möglich geworden.

Aber diese sogenannte „Disruption“ betrifft nicht allein unseren Alltag. Man muss nur durch die Technologie-Rubrik einer Nachrichtenseite klicken, um sich vor Augen zu führen, dass Start-ups stetig wachsen und mit innovativen Ideen rund um offene und schnellere, effizientere Wege der Zusammenarbeit unsere Märkte erobern.

Es scheint, dass viele etablierte Unternehmen, die in der Vergangenheit für Innovation standen, heute immer häufiger auf eine jüngere Generation blicken, um zu sehen, wie man die Zukunft am smartesten gestalten kann.

Was es ist

Claus Cremers ist Vertriebsspezialist für ein revolutionäres Produkt namens MindSphere. Er arbeitet nicht nur an einer fortschrittlichen Technologie mit, sondern auch an einer Strategie, sie an die Massen zu kommunizieren und in einen weiteren Kontext zu integrieren – eine ziemlich ungewöhnliche Rolle für einen Angestellten eines riesigen Technologiekonzerns.

Um zu verstehen, was Claus Cremers’ Arbeit so einzigartig macht, muss man sich erst einmal mit dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) vertraut machen: der Idee, dass alle Maschinen in allen Formen und Größen mit dem Internet verbunden sind und ständig miteinander im Austausch stehen.

Damit ist aber nicht (unbedingt) ein Austausch wie im Gespräch unter Menschen gemeint, sondern auch die Möglichkeit, verschiedene Vorgänge zu automatisieren, ohne dass der Mensch vermitteln oder eingreifen muss. Das könnten beispielsweise Sensoren sein, die stadtweit auf Mülltonnen angebracht würden: Wären besagte Tonnen voll, würde der Stadtverwaltung benachrichtigt, dass sie geleert werden müssten. Dieser Alarm könnte dann zum Beispiel ein selbstfahrendes Abfallsammelfahrzeug aktivieren, und über Kameras, die den aktuellen Verkehr messen, könnte die effizienteste Route zum Container ausgerechnet werden – das alles, ohne dass der Mensch direkt eingreifen müsste. Die Rolle von MindSphere ist die Sammlung und Verwaltung der Daten. Denn von besagtem Sensor und den Kameras über die kartografischen Instrumente bis hin zum autonomen LKW müssten alle Daten irgendwo zentral analysiert, sortiert und verarbeitet werden. „Man kann sich das Ganze wie eine digitale Schalttafel vorstellen“, erklärt Claus Cremers.

Seine Arbeit besteht größtenteils darin, das Internet der Dinge global zu realisieren – das bedeutet konkret, die physikalischen Hardwares zu verbinden und die Datenmengen sowie die Probleme, die von unserer vernetzten Welt gelöst werden wollen, miteinander zu vereinen.

Wie es funktioniert

Claus Cremers und sein Team haben nicht nur eine innovative Technologie geschaffen, die sie an Endverbraucher verkaufen – im Herzen ihrer Arbeit liegt eine viel größere Idee: Offenheit.

MindSphere selbst ist eine offene Plattform. Das bedeutet, dass verschiedenste Technologien, Apps und Maschinenteile mit der Siemens Software verbunden werden können. Ein geschlossenes System wäre beispielsweise das von Apple: Man kann die iPhone-NFC-Software nur verwenden, um mit Apple Pay zu bezahlen, und das geschlossene System lässt es nicht zu, eine Technologie wie eine Tür mit dem iPhone zu öffnen. „Also bieten wir eine Plattform an. Wir nennen unser Businessmodell ‚customer co-creation̒. Wir besprechen mit Konsumenten ihre Ideen und passen diese dann an unsere Technologie an“, erklärt Claus Cremers weiter.

„Wenn man Siemens und seine Konkurrenten vergleicht, ist es eine klassische Situation. Aber für den Konsumenten ist die Kombination aus Informationen aus anderen Unternehmen und Siemens vielleicht die beste Option. Und wir machen genau das möglich, obwohl wir zu Siemens gehören. Der Konsument entscheidet, was er mit den Daten macht.“

Und das Konzept der Offenheit ist damit noch nicht einmal vollständig ausgeschöpft. Claus Cremers möchte, dass jeder MindSphere nutzen und weiterentwickeln kann. Mit einem beruflichen Hintergrund in Informatik und Wirtschaft ist er sich des Status der Start-up-Welt und der globalen Vernetztheit bewusst und bereit, die schlauesten Köpfe der Industrie für sich zu gewinnen.

„Wir sind nicht (mehr) in einer einzelnen Siemens Familie. Wir müssen offen und imstande sein, auf Abruf mit Menschen im IoT-Bereich zusammenzuarbeiten. Das Internet der Dinge ist ein Spielplatz für uns alle.“ Das ist auch der Grund, weshalb Claus Cremers sogenannte Hackathons – Wochenendevents rund um Technologieprojekte – für Siemens, seine Kunden und auch Externe organisiert, in denen gezielt und gemeinsam an Problemlösungen gearbeitet wird.

„In der Entwicklerszene sind Hackathons nicht unüblich, da sich dort die besten Entwickler vernetzen und neue Software-Ideen hervorbringen. Wir leben nun mal in einer Start-up-Welt.“

Neben der offenen Software und den Hackathons leiten Claus Cremers und das MindSphere-Team auch einen Start-up-Inkubator namens Rocket Club für neue IoT-Start-ups. Außerdem verwalten sie gemeinsam ein Belohnungssystem für diejenigen, die neue Lösungen auf MindSphere entwickeln – das funktioniert ein bisschen wie Flugmeilen, nur eben für Software.

Das Ziel ist, ein vollständiges Ökosystem für neue Ideen aufzubauen. Das bedeutet konkret: neue Verbindungen zwischen allen Parteien von MindSphere zu finden, um gemeinsam neue Businessmodelle für produktiveres, innovativeres und kreativeres Arbeiten entwickeln zu können.

Durch den Aufbau eines Netzwerkes rund um MindSphere, das Siemens Mitarbeiter und Kunden sowie die „Außenwelt“ von Entwicklern, Designern und Unternehmen umfasst, widersetzt sich Claus Cremers mit seinem Team den üblichen Konventionen der Industrie. Die Idee, dass ein so großes Unternehmen sowohl seine Ideen als auch sein Fachwissen transparent kommuniziert, sorgt für viel Aufsehen.

Warum es unentbehrlich ist

Die Frage, warum Claus Cremers Offenheit als so wichtig ansieht, ist berechtigt. Ist es nicht von Nachteil für das Geschäft, mit Konkurrenzunternehmen zusammenzuarbeiten und dem einzelnen Konsumenten so viel Zeit „ zu schenken“? Claus Cremers widerspricht: „Spezialisten befinden sich oft außerhalb von Siemens, aber innerhalb der Community. Man bekommt außerdem direktes Feedback vom Kunden, anstatt viele Arbeitsstunden in etwas zu stecken, nur um am Ende festzustellen, dass etwas anderes viel wichtiger gewesen wäre.“

Mit verschiedenen Geschäftsmodellen, die immer mehr mit dem offenen statt dem traditionellen Modell mit geschlossenen Türen arbeiten, sieht Claus Cremers nicht nur das MindSphere-Team bei Siemens den nächsten Schritt wagen: „Wir werden dem gesamten Unternehmen helfen. Ich finde, wir sind eines der besten Teams: vielseitig und international, immer auf der Suche nach der nächsten Brücke, die wir schlagen können.“

Claus Cremers ist mit seiner Vision am Puls der Zeit. Unternehmen wie IBM, Unilever oder Coca-Cola blicken vermehrt nach außen bei der Suche nach Partnerschaften und Verbesserungsvorschlägen für ihre Produkte und Dienstleistungen. Man muss nur auf Blockbuster zurückblicken, die sich nicht anpassen wollten, als LoveFilm und Netflix aufkamen. An ihrem Beispiel sieht man, was passieren kann, wenn man seine Augen, seinen Geist und seine Türen verschlossen hält.

Aber für Claus Cremers geht es um so viel mehr als nur darum, das Geschäft zu verbessern. „Letztendlich“, sagt er, „geht es um die Lösung der größten Probleme unserer Zeit.“

Kinder haben heutzutage Technologie im Blut und ich möchte sie motivieren, die Zukunft zu akzeptieren, offen und geduldig zu sein, einander zuzuhören und Frieden in sich zu finden.

Claus Cremers

Weitaus mehr als die Karriere: Claus Cremers’ persönliches Leben

Geboren in Paderborn, gleich neben der Diebold Nixdorf AG – ein weltweit tätiger Anbieter von IT-Lösungen und -Services, der in den neunziger Jahren von Siemens gekauft wurde –, stammt Claus Cremers sozusagen aus einem Mini-Silicon-Valley.

Nach seinem Informatikstudium absolvierte Claus ein Wirtschaftsstudium. Seine wachsende Neugier für Technologie und dafür, wie sie unsere Welt verändert, hat seinen Weg geebnet – sein Ziel ist, mehr Zeit für schöpferische Tätigkeiten zu schaffen. „Ich freue mich darauf, bald in automatisierten Fahrzeugen zu fahren und die gewonnene Zeit für mehr Kreativität nutzen zu können.“

Neu gewonnene Zeit nutzt Claus Cremers auch gerne für Sport: „Aktiv zu sein bedeutet für mich auch, glücklich zu sein. Es ist ein Ausdruck von Freiheit, eine Möglichkeit, in der Natur zu sein. Ich kann mich glücklich schätzen, ein Hobby zu haben, das ich in mein Leben integrieren kann.“ Als Mitglied einer Amateur-Basketball-Mannschaft hat er sogar überlegt ein Basketball-Technologie-Start-up zu gründen.

Claus Cremers sieht für sich und seine Familie optimistisch in die Zukunft. Er erinnert seine Kinder regelmäßig daran, technologische Fortschritte anzunehmen, dabei aber die menschlichen Aspekte nicht zu vergessen: „Kinder haben heutzutage Technologie im Blut und ich möchte sie motivieren, die Zukunft zu akzeptieren, offen und geduldig zu sein, einander zuzuhören und Frieden in sich zu finden.“