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Arbeiten bei Siemens

Wenn sich Erwartungen selbst übertreffen

Man kann sich informieren, so viel man möchte – es ist unmöglich, ohne Erwartungen und Zweifel einen neuen Bildungsweg zu beginnen. Welche Meilensteine können einem begegnen? Ist man als Frau in der IT in der Minderheit? Und wie geht man mit der Angst vor dem Berufseinstieg um?

Drei junge, motivierte Nachwuchstalente befinden sich mit verschiedenen Schwerpunkten an unterschiedlichen Etappen ihrer Ausbildung, haben aber dennoch eines gemeinsam: Sie finden die Antworten auf all diese Fragen und haben keine Angst, noch einen Schritt weiter zu gehen.

Koray Diler, Aileen Werner und Christopher Zirkelbach sprechen über einvernehmliche Ansprüche, erzählen, wieso sich der Ausbildungsweg mit Siemens zu einem Rundum-komplett-Paket entpuppt hat und wie man einen Schuhtick mit einer Lizenz zum Hacking verbindet.

Christopher Zirkelbach studiert Maschinenbau im Bachelor an der TH Deggendorf und macht eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Ende des Jahres wird er bei Siemens fest übernommen. Alles in allem nennt er seinen Ausbildungsweg ein „einmaliges Komplettpaket“.

Wieso hast du dich für ein Dualstudium mit Schwerpunkt Maschinenbau entschieden?
Als Erstes war mir klar: dual. Technisch, das konkrete Fach, war mir noch nicht klar. Im Endeffekt habe ich mich für Maschinenbau bei Siemens initiativ beworben. Natürlich weiß man am Anfang nie, was am Ende auf einen zukommt, da kann man so viele Artikel lesen, wie man will. Aber ich bin sehr froh, wie sich alles gefügt hat.

War es für dich von Anfang an klar, dass du nach deinem Abschluss von Siemens angestellt wirst?
Ganz klar war es nicht, man muss sich schon selbst ein Stück weit darum kümmern. Wer hier eine Ausbildung macht, wird zwar garantiert für ein Jahr übernommen, ich habe mich aber sehr gefreut, dass ich direkt einen unbefristeten Vertrag bekommen habe. Das macht auch Sinn für die Firma, denn sie investiert ja von Anfang an in uns.

Was waren deine ersten Highlights?
Definitiv der Umzug nach München: raus vom Land in eine große Stadt mit lauter Gleichgesinnten.

Was hat dir innerhalb deiner Ausbildung am meisten Spaß gemacht?
Schon ganz am Anfang des Studiums hatten wir eine super spannende Praxisphase. Ich spreche hier nicht vom Engineering-Büro, sondern wirklich vom Werk, von der Fertigung. Wir durften direkt selbst Hand anlegen und Sachen zusammenschrauben. Das hat dabei geholfen, schnell zu verstehen, wie alles in der Realität abläuft.

Später in der Hochschule hatten wir auch viele praktische Projekte. Ich liebe das technische Fachsimpeln mit Kommilitonen und lerne, innovativ zu sein und mir komplett neue Dinge auszudenken.

Welchen Weg möchtest du in den nächsten Jahren mit Siemens gehen?
Das ist genau die Frage, die ich mir auch selbst stelle. Ich würde gerne in den Bereich Personalverantwortung hineinschnuppern und nicht nur mit dem technischen, sondern auch mit dem humanen Aspekt vertraut werden. Das könnte vielleicht im Vertrieb oder im Projektmanagement sein. Mal sehen, wie es für mich weitergeht. Eigentlich fängt auch alles gerade erst an.

Aileen Werner studiert Wirtschaftsinformatik und macht parallel eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration. Ihre Position als Frau in der IT-Abteilung sieht sie als Vorteil. Ihre (nicht ganz so) geheimen Leidenschaften? Schuhe shoppen und Hacking.

Wann wusstest du, dass du an einer technischen Ausbildung interessiert bist?
Technisch interessiert war ich schon immer. Ich war ein typisches Papa-Kind und wollte immer mit ihm mitkommen und in Autos gucken. Den theoretischen Teil fand ich aber genauso spannend. Nach der Schule habe ich angefangen, Physik mit Informatik im Nebenfach zu studieren. In den Vorlesungen habe ich dann immer mehr gemerkt, dass mich das am meisten interessiert. Dann dachte ich aber: „Jetzt noch einmal ein neues Studium anfangen ist auch ätzend, bevor man dann irgendwann seinen Bachelor hat, dann den Master und erst danach Geld verdient.“ Deshalb bin ich auf die Idee gekommen, dual zu studieren. Dass auch Siemens das anbietet, habe ich erst bei einer Berufsmesse erfahren. Ich war ganz schön überrascht.

Wie hat sich deine Wahrnehmung von Siemens verändert?
Ich habe mir Siemens als eine Reihe von Riesentürmen voller Büros vorgestellt, in denen jeder an jedem vorbeiläuft. Es ist aber das Gegenteil: Ich sehe jeden Tag dieselben Leute. Das soll jetzt gar nicht negativ klingen – es ist ein eigenes kleines Ökosystem hier. Ich finde es super nicht in einem zu großen Teich zu schwimmen. Da würde ich schnell Angst bekommen, unterzugehen.

Bist du als Frau in der IT in der Minderheit?
Nicht wirklich. Klar, ein paar mehr Männer gibt es hier schon, aber so viele mehr auch nicht. Um ehrlich zu sein, kann ich mein Geschlecht in der IT auch zu meinem Vorteil nutzen. Man kann die dämlichsten Fragen stellen und wird dabei nicht blöd angeguckt.

Hattest du generell mit Vorurteilen zu kämpfen, als du dich dazu entschieden hattest, IT zu studieren?
Nie. Die einzigen negativen Reaktionen bezogen sich auf meine Intelligenz. Einige dachten, dieses Fachgebiet wäre für mich zu komplex. Ich würde sagen, denen habe ich es richtig gezeigt.

Wie viel Freizeit bleibt dir neben deinem Dualstudium?
Richtig viel. Ich spiele viermal die Woche Handball und am Wochenende gibt es Turniere. Dann treffe ich mich auch mit den Kollegen, die ich im Studium kennengelernt habe, und mit meinem Mitbewohner. Ich habe es sogar schon geschafft, braun zu werden.

Welcher Bereich der IT interessiert dich am meisten?
Ich weiß gar nicht, ob ich das so sagen darf, aber ich finde Hacking unheimlich spannend.

Was fasziniert dich daran?
Für mich persönlich geht es um das Gefühl, dass man alles weiß. Wenn man Sicherheitslücken in einem Programm sieht, das von Spezialisten als sicher deklariert wurde, erkennt man, wie viele Möglichkeiten es gibt. Und es ist natürlich cool, so mächtig zu sein.

Hast du ein Geheimrezept für Tage, an denen du einen kleinen Durchhänger hast?
Bis jetzt hat es mir geholfen, mich mit anderen Studenten zusammenzusetzen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und wenn man mal an einem Tag keine Lust hat, dann kann man auch mal einen Tag nichts machen. Das ist auch nicht schlimm. So einen Durchhänger hat jeder mal.Und ich gehe dann meistens Schuhe kaufen.

Das ist ein schönes Bild: die ITlerin beim Schuhe kaufen.
Ich habe zu viele Schuhe. Aber diese Sucht lebe ich offen aus. Und zumindest kaufe ich mir die schon so, dass auch ein paar ins Büro passen.

Koray Diler studiert Elektrotechnik im zweiten Semester an der TH Deggendorf im Zuge des Dualstudiums von Siemens. Er erklärt, wie man Klassenbucheinträge automatisieren kann und wie man den Sprung von einer Fünf in Mathe zu einem der  Klassenbesten schafft.

Wann hast du dich dazu entschieden, Elektrotechnik zu studieren?
Relativ spät. Früher dachte ich immer, ich möchte im sozialen Bereich arbeiten, vorzugsweise mit Kindern. Deswegen auch meine Fünf in Mathe. Ich habe keinen Wert auf die Fächer gelegt, von denen ich dachte, ich würde sie in der Zukunft nicht brauchen. Meine Devise war: „Hauptsache, keine Sechs, alles andere ist egal.“

Und wie geht es dir jetzt in Mathe?
Ich hatte wirklich große Schwierigkeiten, wieder reinzukommen, aber nachdem ich ein paar Hürden überwunden habe, bin ich nun einer der Besten in meiner Klasse.

Gibt es bei Siemens einen bestimmten Sektor, der dich besonders interessiert?
Ich würde ehrlich gesagt bei Siemens überall mal gerne arbeiten.

Wieso hast du dich für ein Dualstudium entschieden?
Ich musste mir eingestehen, dass ein „normales“ Studium für mich nie wirklich in Frage kam, weil praktisches Arbeiten meine Stärke ist. Auf der anderen Seite dachte ich aber, dass ein Dualstudium doppelt so hart wie ein normales Studium ist – vor allem bei einem so großen und erfolgreichen Unternehmen wie Siemens.

Und hat sich das bewahrheitet?
Die Ansprüche sind auf jeden Fall hoch, aber genauso anspruchsvoll darf auch ich sein. Je mehr Input du gibst, desto mehr Output bekommst du. Das ist ein guter Deal.

Hast du im Studium auch Freunde gefunden?
Klar. Die meisten meiner Kommilitonen sehe ich mittlerweile viel öfter als meine Familie.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Jeder Jahrgang bekommt im zweiten Semester eine spezielle Aufgabe, in der alle Fächer in einem Projekt zusammengefasst werden. In unserem aktuellen Projekt statten wir unseren Klassenraum mit Smart Grids aus. Das umfasst auch, Klassenbucheinträge oder das Klima in der Klasse zu digitalisieren und zu automatisieren. Das ist verdammt anstrengend, aber verdammt cool.

 

Siemens bietet weltweit in 14 Ländern und an über 40 Standorten Ausbildungsmodelle in unterschiedlichen Zweigen an – unter anderem die Verbindung einer praxisbezogenen mit einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung als Dualstudium in Kooperation mit über 30 verschiedenen Fachhochschulen deutschlandweit. Zurzeit werden von Siemens etwa 10.000 Schulabsolventinnen und -absolventen in den zukunftsorientierten Industrien Elektronik, IT, Metall und Technologie ausgebildet.