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Arbeiten bei Siemens

Wenn Träume in Erfüllung gehen

Zehra Kaval kam 1971 als dreijähriges Gastarbeiterkind nach Deutschland. Heute sagt sie von sich selbst, dass sie an ihrem persönlichen Ziel angekommen ist: Sie arbeitet in der Division Digital Factory als Management-Assistentin. Diesen Traum in die Realität umzusetzen, hat sie 35 Jahre harte Arbeit gekostet.

 

 

 

 

 

 

 

„Als ich fünf Jahre alt war, arbeitete meine Mutter nebenbei als Reinigungskraft bei Siemens. Wir lebten sehr bescheiden, hatten kein Bad und durften einmal in der Woche die Duschen von Siemens benutzen. Dabei sah ich die großen Räume voller schöner Möbeln und fragte voller Bewunderung: „Mama, wer wohnt denn hier?” Sie musste lachen: „Mein Kind, das ist keine Wohnung, das sind Büros und hier arbeiten die Chefs mit ihren Sekretärinnen.” Darauf antwortete ich voller Euphorie: „Mama, wenn ich groß bin, werde ich auch Sekretärin bei Siemens!” Sie lächelte mich an und sagte: „Du bist ein Gastarbeiterkind. Du wirst wie ich in der Fabrik arbeiten und vielleicht putzen gehen, aber niemals in einem solchen Büro arbeiten.” Zurückgeholt aus meiner Traumwelt, gab ich dieses Ziel vorerst auf.

 

So wurde ich nach einer Lehre Fabrikarbeiterin bei Grundig. Nach zwei Jahren fingen die Entlassungen an und ich bekam das Angebot auf Weiterbildung. Meine Chance: Ich kam meinem Traum einen Riesenschritt näher und konnte eine Ausbildung zur Industriekauffrau beginnen. Über eine Zeitarbeitsfirma wurde ich anschließend bei Siemens engagiert und ein halbes Jahr später, zum 1.1.2000, als Teamassistentin übernommen. Erst vor einigen Jahren erinnerte ich mich wieder an die Szene mit meiner Mutter in Izmir. Ich fragte, ob sie das noch wüsste und sie sagte: „Ja, du hast mich damals mit großen leuchtenden Augen angesehen und ich habe nur gelächelt. Aber du hast mir gezeigt, dass man es schaffen kann.” Sie sah mir dabei voller Stolz und mit Tränen in den Augen ins Gesicht.

 

Ich sehe meine Arbeit als Berufung und Passion. Ich bin so unsagbar stolz auf das kleine Mädchen in mir, das mir stets zugeflüstert hat: „Du kannst, wenn Du es nur wirklich willst, alles erreichen.”