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Arbeiten bei Siemens

Wie du hilfst deine Heimatstadt in ein digitales Zentrum zu verwandeln

Zeng Qi Zhi hat zwei Jahrzehnte lang ihre Karriere bei Siemens Karriere vorangetrieben. Als sie hörte, dass in ihrer Heimatstadt eine hochmoderne digitale Fabrik eröffnet wird, kehrte sie zurück, um das Projekt voranzutreiben.

Vor 19 Jahren wusste Qi Zhi nicht einmal, dass es Siemens gibt. Das Unternehmen war in Peking bekannt aber nicht in ihrer Heimatstadt Chengdu. Chengdu hingegen ist berühmt für sein Panda-Zuchtprogramm und nicht als moderner Technologie-Standort. In den letzten zwanzig Jahren hat sich Qi Zhi um ihre Karriere gekümmert. Heute lebt sie wieder in ihrer Heimatstadt und treibt den Aufbau der ersten digitalen Fabrik von Siemens in China voran.

 

Als wir mit Zeng Qi Zhi   über „being bold for change“ sprechen – das Thema des diesjährigen International Women’s Day –   ist das chinesische Neujahrsfest gerade zu Ende gegangen. Die Menschen kehren zur Arbeit zurück, die Dekorationen werden wieder eingepackt und die 23 Panda-Babies, die per Youtube eine Neujahrsbotschaft an die Welt gesendet haben, werden wieder mit der Flasche gefüttert.

 

Damals, kurz nach ihrem Studium begann Zeng Qi Zhi als Buchhalterin in einer staatlichen Bank. Zwar freuten sich ihre Eltern über ihre Berufswahl, für sie selbst war der Job aber nicht erfüllend. Was sie wirklich wollte, war ein Beruf, in dem sie ihren Master in International Finance einsetzen konnte. Und sie wollte ihr Englisch in einem internationalen Unternehmen verbessern.  

 

Ihren sicheren Job aufzugeben, um eine Stelle bei einem “nicht sehr bekannten” deutschen Unternehmen anzutreten, war für sie ein großer Schritt. “Am Anfang war meine ganze Familie nervös!”, lacht sie am Telefon. Für jemanden der gerade erst seine Karriere begonnen hatte, bot ihr Siemens eine spannende Stelle als Buchhalterin an. Ein Job bei Siemens mit viel Flexibilität, vielfältigen Fortbildngsmöglichkeiten und einem attraktiven Gehalt.

 

Nach zehn Jahren in Peking ist sie wieder in ihrer Heimatstadt und trägt maßgelich dazu bei, aus dem verschlafenen Chengdu ein erfolgreiches Technologiezentrum zu machen. Als sie hörte, dass Siemens Chengdu als Standort für seine zweite digitale Fabrik ausgewählt hatte (Die Erste steht in Amberg, Deutschland), war sie – wie sie selbst sagt – ganz schön überrascht. Die Entscheidung aber machte Sinn; Chengdu ist eine der am weltweitschnellst wachsenden Städte. Die Region und ihre Start-Ups werden von der Regierung unterstützt ins Ausland zu gehen und dort Standorte aufzubauen. Zeng Qi Zhi wusste, dass sie die richtige Person war, um dieses wegweisende Projekt mit voranzutreiben: “Ich war  zehn Jahre lang unterwegs, ich wollte meiner Heimat etwas zurückgeben.“

Jedes Mal, wenn ich eine neue Stelle antrete, bin ich stolz, zurückzublicken und zu sehen, wie viel ich bereits gelernt habe.

Zeng Qi Zhi, IT Manager

Noch bevor das Fundament für das Fabrikgebäude gelegt war, flog sie bereits zwischen München und Chengdu hin und her, um die IT-Abteilung für die Fabrik  mit aufzubauen. Eine wichtige Aufgabe denndie Digitalisierung bildet das Rückgrat der neuen Fabrik. Zeng Qi Zhi stellte neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, beaufsichtigte den Aufbau der digitalen Unternehmensplattform und des Datenzentrums. Nach nur 18 Monaten nahm die Fabrik die Arbeit auf und die ersten Waren wurden produziert. Keine kleine Aufgabe für Zeng Qi Zhi, die eigentlich Geigerin werden wollte.

 

Die Fabrik sammelt ständig Daten und die Qualitätskontrolle ist gründlich. Unerwartete Probleme können hier schneller ausgebügelt werden als in Fabriken, die weit weniger entwickelt sind. Die Auswirkungen dieser integrierten digitalen Automatisierung sind groß: Sie sorgt für eine höhere Qualität, weniger Abfälle, und sie spart Geld und Zeit. Hier lässt sich schon heute besichtigen, wie die Fertigung in der Industrie 4.0 aussieht. Um es einfach zu sagen: Fabriken werden intelligent sein.

 

“Jedes Mal, wenn ich eine neue Stelle antrete, bin ich stolz, zurückzublicken und zu sehen, wie viel ich bereits gelernt habe”, erzählt uns Zeng Qi Zhi. Bei Siemens kann sie ihre Fähigkeiten voll entfalten. “Manche Menschen haben Angst vor Veränderung. Ich glaube aber, dass es wichtig ist, sich selbst herauszufordern, wenn man an größeren und spannenderen Projekten mitarbeiten möchte.”

 

Wenn sie nicht arbeitet, genießt sie es, mit ihrem Sohn Musik zu machen: Sie spielt Geige, ihr Sohn Klavier. Außerdem sind die beiden viel unterwegs: “Wir haben bereits die große Mauer in Peking und die Terrakotta-Armee in Xi’an besucht. China hat so eine reiche Geschichte, und es gibt viel zu entdecken…”

 

Welchen Rat würde sie jungen Frauen geben, die ihre Karriere gerade erst beginnen? “Macht euch nicht verrückt,” sagt sie ohne zu zögern. “Wenn du glaubst, dass etwas gut für dich ist, nimm deinen Mut zusammen und stell dich der Herausforderung.”

2013 nahm die digitale Fabrik den Betrieb auf. Damit sind wieder drei Jahre vorüber – ist es Zeit für eine neue Aufgabe? “Ehrlich gesagt”, lacht sie, “fange ich tatsächlich einen neuen Job an. Ich bin nun Commercial Manager im Vertrieb und verantwortlich für zehn Provinzen im Westen von China.”

 

Es ist eine neue Herausforderung, und eine Möglichkeit, mutig einer neuen Aufgabe entgegenzutreten. “Die Wirtschaft in Chinas Westen ist nicht ganz so weit entwickelt wie beispielsweise in Schanghai und Peking. Hier ist vieles in Bewegung.”

 

“Unser Sinn fürs Geschäft schafft endlose Möglichkeiten für unsere Städte,” sagt sie. Junge Menschen stellen die vorherrschenden Denkweisen in Frage und lassen vermeintlich sichere Berufe hinter sich, um an einer besseren Zukunft zu arbeiten – genau wie Zeng Qi Zhi selbst. Und so wiederholt sich der Kreislauf: eine ambitionierte, junge Generation, die nach vorne blickt und China in eine erfolgreiche Zukunft führt.