Arbeiten bei Siemens

Machen Sie sich keine Sorgen, meint der Geschäftsführer von Siemens in Großbritannien

Von der Verbesserung der Wirtschaft Großbritanniens, über die Ankurbelung von Produktivität bis zur Erhebung von Löhnen: Hier finden Sie vier Gründe, warum Sie sich über das Wachstum künstlicher Intelligenz freuen sollten.

Sehen Sie sich an ihrem Arbeitsplatz um. Die Chancen stehen hoch, dass Sie sich eher auf Software als auf Ihre Kollegen/innen verlassen, um organisatorische Aufgaben zu erledigen. Vielleicht haben Sie einen persönlichen Assistenten (Hallo, Alexa!) um Ihr Leben zu organisieren - oder Sie haben regelmäßige und monotone Aufgaben an einen Chatbot übertragen.

 

Dass künstliche Intelligenz unser Leben einfacher gemacht hat, steht außer Frage. Sie bereitet aber auch vielen Kopfzerbrechen, wenn sie in einem Atemzug mit der Zukunft unserer Arbeitsplätze erwähnt wird.

 

Wenn Sie die Tendenzen verfolgen, wissen Sie, dass Roboter kurz davor sind, unsere Aufgaben komplett zu übernehmen und uns sogar womöglich zu ihren menschlichen Assistenten machen könnten.

 

Jürgen Maier, Geschäftsführer bei Siemens in Großbritannien und stets an der Spitze der industriellen Revolution, hat vor kurzem eine Überprüfung von künstlicher Intelligenz in Großbritannien durchgeführt; die Risiken, die Möglichkeiten und den möglichen Einfluss auf die Wirtschaft.

 

Für unser Future-Talk-Event am 22. September in Manchester haben wir Jürgen Maier und eine Gruppe an ausgewählten Kollegen/innen eingeladen, um diese Ideen mit uns zu teilen.

 

Das Resultat? Roboter werden unsere Arbeitsplätze nicht gefährden, sondern retten. Hier folgt die Begründung:

1. Roboter sind essentiell für die Lösung von Großbritanniens wirtschaftlichen Problemen

„Wir haben hier in Großbritannien ein massives Problem mit unausgeglichenen Gehältern.”, sagt Jürgen Maier. „Das zweite Problem sind unsere Einnahmen und Ausgaben: Beide Werte sind weit im negativen Bereich.”, erklärt er.

 

Jürgen Maier glaubt daran, dass die einzige Lösung darin liegt, eine Wirtschaft zu schaffen, die mehr produziert und exportiert. „Als Staat haben wir diesen Ansatz vernachlässigt. Das heißt nicht, dass wir keine guten Dinge tun. Wir produzieren nur nicht ausreichend.”

2. Roboter könnten die Antwort auf die träge Produktivität und niedrigen Löhne in Großbritannien sein

Obwohl das Land seit 1975 die höchste Beschäftigungsquote hat, bleiben die Löhne Großbritanniens weit hinter der Inflation. Daran sind sowohl technologische Fortschritte, das Wachstum der Gig Economy sowie niedrige Produktivität schuld, erklärt Jürgen Maier. Er glaubt aber auch daran, dass Roboter Arbeitskräfte auf eine positive Weise beeinflussen könnten.

 

Er verweist auf vergangene industrielle Revolutionen als Beispiele: „Von Dampfleistungen bis zur Mechanisierung - all das waren Konsequenzen von Technologie. Jede Revolution hat ihren Ursprung in vermehrtem Input und vermehrter Beschäftigung. Es gibt absolut keinen Grund zu glauben, dass diese nächste Revolution anders wäre.”

 

Wenn wir die Digitalisierung richtig angehen, sagt er, wird sie nicht nur die Produktivität steigern, sondern auch Arbeitsplätze in der Wertschöpfungskette nach oben treiben. „Und wenn das nicht passiert, können auch die Löhne nicht steigen.”

3. Roboter werden Big Data schneller verarbeiten können

Das Potenzial für die Analyse von großen Datenmengen ist immens. Stellen Sie sich vor, es wäre möglich, auf Erkenntnisse aus allen Gesundheitsakten weltweit zugreifen zu können.

 

„Roboter werden diese Art von Arbeit auf jeden Fall besser erledigen können als wir Menschen.”, sagt Jürgen Maier. „Momentan verbringe ich sehr viel Zeit damit, Berichte zu lesen. Ich würde stattdessen lieber mit Menschen sprechen und mich mit dem Staat befassen. Natürlich wird es immer jemanden geben müssen, der Daten zusammenfassen kann, die eigentliche Arbeit sollte aber mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erledigt werden können. Je eher wir darüber nachdenken, wie uns Technologie helfen und nicht ersetzen wird, desto besser sieht auch unsere Zukunft aus.”

Je eher wir darüber nachdenken, wie uns Technologie helfen und nicht ersetzen wird, desto besser sieht unsere Zukunft mit ihr aus.

Jürgen Maier

4. Roboter werden uns von monotonen Aufgaben befreien

Jürgen Maier glaubt daran, dass Roboter die Menschen von monotoner Arbeit befreien und High-Tech-Branchen schaffen werden. Er nimmt einen seiner Kunden, BAE, als Beispiel. „Es gab 16 Menschen in der Fabrik, die absolut monoton arbeiteten und ein Loch nach dem Anderen bohren mussten. Nach und nach wurden die Mitarbeiter/innen mit dem RSI-Syndrom diagnostiziert.

 

Dank eines Roboters beschäftigt BAE heute 14 Menschen und hat seinen Output immens gesteigert. „Sie haben zwar zwei Angestellte weniger, dafür konnten sie 14 Menschen, die zuvor gebohrt haben, zu Maschinenbedienern umschulen.”, erzählt er. „Darin liegt der Trick zur erfolgreichen Digitalisierung – sicherzustellen, dass Mitarbeiter/innen stets umgeschult werden können.”

 

Future Talks ist eine Serie an Podiumsgesprächen, die im September, Oktober und November 2017 in verschiedenen Städten in Großbritannien stattfinden. Sie bringen Siemens Mitarbeiter/innen aus allen Unternehmensbereichen zusammen und lassen sie über Themen, die alle vereinen, debattieren und sprechen. Auf #FutureTalks auf Twitter können Sie alle Highlights mitverfolgen!

 

Jürgen Maier ist der Geschäftsführer bei Siemens in Großbritannien. Er arbeitet seit über 30 Jahren in verschiedenen Rollen für das Unternehmen. 2014 wurde er ein Mitglied von BIS (Department for Business, Innovation and Skills). Er lebt und arbeitet in Frimley, Großbritannien.