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Arbeiten bei Siemens

Drei Nachwuchstalente räumen mit den Klischees der Industrie auf

Wenn es um die richtige Weiterbildung geht, schwirren viele Fragen durch die Köpfe: Ist eine praktische Ausbildung oder ein theoretisches Studium der richtige Weg für mich? Und wie lange dauert es, bis ich nach meiner Ausbildung im Berufsleben Fuß fassen kann und endlich mein eigenes Geld verdiene?

Während die einen noch Plus-und-Minus-Listen anfertigen, gibt es eine Gruppe von jungen Menschen, die bereits den Traum leben: Als Azubis & dual Studierende mit wechselnden Praxis- und Theoriephasen bauen sie nach dem Unterricht Rennwägen, reisen um den Globus und dürfen ihre geheimen Leidenschaften als Teil ihrer Ausbildung in vollen Zügen ausleben. Für all das werden sie außerdem auch noch bezahlt.

Doch wie sehen diese Ausbildungsmodelle hinter den Kulissen aus? Was treibt diese jungen Menschen an? Wovon träumen sie? Und wer sind sie, wenn die Schulbücher zugeklappt und die Latzhosen ausgezogen sind?

Drei junge Nachwuchstalente gestalten die Zukunft des Ingenieurwesens mit und räumen mit gängigen Klischees der Industrie auf. Sie sind selbstbewusst, unangepasst und erzählen, was es wirklich heißt, mit Siemens zu lernen.

Frederik von Platen studiert Elektrotechnik im Bachelor an der DHBW in Stuttgart und ist in Hockenheim Teil der Formula Student Germany (FSG), die Siemens mit neuesten Softwares als Partner unterstützt. Seine Zeit verbringt er deshalb am liebsten mit der Planung und Konstruktion der wettbewerbsfähigsten Rennwägen.

Was war dein Kindheitstraum?
Ich wollte Polizist werden. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass meine Kindheitsfantasie von der Realität doch etwas abweicht. Dann war ich erst mal ein bisschen unentschlossen, was ich machen möchte. In meiner Schule gab es ein berufliches Gymnasium mit Leistungskursfach Elektrotechnik. Dadurch habe ich meine Leidenschaft entdeckt.Was hat es mit dem Formula Student Program auf sich? Es handelt sich um ein Hochschulprojekt. Das bedeutet, dass wir Unterstützung vom Betrieb bekommen, wie zum Beispiel eine Software für Störungsmodulation oder eben die Bauteile, die wir benötigen. Wir haben unser Elektro-Rennauto gerade fertig gebaut und jetzt geht es darum, es zu den Events zu bringen. Wir stellen es in Italien und später auch in Spanien vor. Dort messen wir uns dann mit anderen Hochschulen: Wie schnell kann das Auto fahren, wie weit kommt es mit einer Ladung und so weiter? Wir vergleichen auch Punkte wie den Businessplan oder Kostenreport.

Wie bist du zu dem Projekt gekommen?
Eigentlich bin ich auf Umwegen dazu gekommen, weil das Team IT-Probleme hatte und ich freiwillig ausgeholfen habe. So bin ich dann hineingerutscht.

Wie würdest du eure Zusammenarbeit untereinander beschreiben?
Wir haben ein tolles Netzwerk. Wenn der Baum brennt, ist immer jemand zur Stelle. Auch die Alumni helfen immer noch mit, geben nützliche Tipps und stellen sicher, dass alles umsetzbar ist: ein riesiger Teamzusammenhalt von vielen Leuten, die das gleiche Interesse teilen. Das ist schon was Besonderes.

Wie sieht deine Freizeit aus?
Das Formula Student Program ist für mich auch ein Hobby geworden. Ich bin nach der Arbeit oder nach der Hochschule damit gut beschäftigt und meistens auch ein bisschen am Wochenende. Es macht aber richtig viel Spaß.

Was hat dich bei Siemens total überrascht?
Zu Anfang denkt man natürlich: „Siemens, klar, steht fast überall drauf.“ Man begegnet dem Logo auf Kühlschränken und am Kaffeeautomaten. Wenn man aber mal genauer hinschaut, entdeckt man, dass Siemens nicht nur im Haushalt eine wichtige Rolle spielt, sondern auch auf der Straße, bei den Ampelanlagen, den Verteilerkästen. Siemens ist wirklich überall. Was alles hinter dem Unternehmen steckt, erfährt man erst später. Es gibt nämlich ganz viele Sachen, die wir produzieren oder vermarkten, die ein „Externer“ gar nicht sehen würde, Dinge, über die man im Alltag nicht nachdenkt, weil man sie als selbstverständlich ansieht.

Carolin Boerger studiert Business Administration im Bachelor und macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Mit Praxis- und Theoriephasen zwischen Hamburg und Berlin und einer bevorstehenden Auslands-Praxisphase in Kanada kann sie mit Stillstand nur wenig anfangen.

Wie gefällt dir dein Jonglier-Akt von Praxis zu Theorie, von Stadt zu Stadt?
Ich finde das großartig. Aber ich glaube, das ist eine Persönlichkeitsfrage. Wenn ich meinen Freunden zu Hause von meinem Alltag erzähle, kriege ich entweder die Reaktion „Oh super, mächtig was los und du lernst ständig so viel Neues kennen“ oder „Du bist ständig im Stress und nirgendwo richtig zu Hause!“. Ich komme nämlich ursprünglich weder aus Hamburg noch aus Berlin. In zwei neuen Städten anzukommen und Freunde zu finden war nicht einfach, aber ich bin inzwischen an beiden Orten zuhause. Und wer weiß, vielleicht gehört Kanada bald auch dazu. Ich bin schon ganz aufgeregt!

Wie lange bist du dort und was machst du genau?
Insgesamt elf Wochen: zehn Wochen Arbeit und eine Woche Urlaub. In der Vertriebsorganisation bei Siemens gehört das Kennenlernen eines Produktionsstandortes zum Programm. Ich wollte mein Französisch auffrischen und da hat sich Kanada – nach Frankreich natürlich – ideal angeboten. Ich habe eine Stelle in einem Werk des Energy Managements, der Einheit, die sich um Energieverteilung und -versorgung kümmert. Dort werden kleine Transformatoren gebaut. Dieses Werk ist winzig im Vergleich zu den Standorten in Hamburg und Berlin, es hat nur 130 Mitarbeiter.

Was erhoffst du dir von dieser aufregenden Reise?
Ich möchte einerseits schöne persönliche Erfahrungen machen, tolle neue Leute kennenlernen und gut ins Team aufgenommen werde. Daneben will ich natürlich mehr über die Werkprozesse herausfinden, Fachkenntnisse gewinnen und mein Französisch ordentlich auffrischen – und so viel wie möglich vom Land sehen und die Wochenenden für den einen oder anderen Trip nutzen.

Wie bereitet dich Siemens auf die Eingewöhnung und den Umzug vor?
Um die Reiseorganisation und Arbeitserlaubnis hat sich die Abteilung Global Mobility Services bei Siemens komplett gekümmert. Viel habe ich aber auch selbstständig erledigt.. Ich habe eine tolle Unterkunft gefunden und werde in einem großen Haus mit zwei deutschen Studenten, einem Mädchen aus Guadeloupe, einem kanadischen Kollegen des Vermieters und anderen, ständig wechselnden Leuten wohnen. Ich freue mich, auch Bezugspunkte außerhalb der Arbeit zu haben.

In Berlin hast du mit anderen Kommilitonen in einem Haus gewohnt. Wie kann man sich das vorstellen?
Du musst sechs Wochen vor deinem Umzug nach Berlin Bescheid geben, dann wird dir von Siemens eine Einzimmerwohnung in einem großen Haus organisiert. Am Anfang haben bei uns fast alle in diesem Haus gewohnt. Da lernt man sich sehr gut kennen.

Was hast du durch dein „Pendlerleben“ gelernt? Was davon würdest du gerne weitergeben?
Man sollte nicht zu viele Sachen besitzen. Ich glaube, ich werde nie wieder Probleme haben, für einen Urlaub zu packen. Das kann ich jetzt alles ziemlich gut.

Michèle Fiehring macht eine Ausbildung zur Industriemechanikerin. Für sie kam nie ein anderer Beruf in Frage: Sobald ihr Vater etwas im Haus zu reparieren hatte, war sie dabei – schon als Sechsjährige. Heute genießt sie das Spiel mit zwei Gesichtern: dem der modebewussten jungen Frau und dem der Arbeiterin.

Wie bist du auf die Idee gekommen, bei Siemens eine Ausbildung zu machen?
Dass ich eines Tages einen technischen Beruf haben werde, war mir schon immer klar.

Ab der 8. Klasse habe ich in mehreren Industriebetrieben Praktika gemacht – unter anderem auch bei Siemens. Schon damals hat es mir in Rudolstadt gut gefallen. Einerseits macht die Arbeit Spaß, andererseits hat man gute Perspektiven und die Arbeitsatmosphäre ist schwer in Ordnung. Wenn mich andere nach meinem Ausbildungsberuf fragen, staunen die meisten nicht schlecht, wenn ich ihnen erzähle, dass ich den Beruf einer Industriemechanikerin erlerne.

Woran liegt das?
Ich lege viel Wert auf mein Aussehen. Dadurch vermuten viele einen typischen Frauenberuf.

Und wie vereinst du deine „zwei Gesichter“?
Ich komme damit sehr gut zurecht. Mein Arbeitsoutfit, zu dem Latzhose und Arbeitsschutzschuhe gehören, trage ich genauso gerne wie meinen Freizeitlook. Es macht mir gar nichts aus die Hände schmutzig zu machen.

Viele meiner Freunde sind von dieser Seite von mir sehr beeindruckt.

Wie versteht ihr euch untereinander?
Super. Aber nicht nur mit den Azubis aus meinem Lehrjahr, auch zu allen anderen Azubis habe ich einen guten Kontakt, genau wie zu den betrieblichen Mitarbeitern, die  ich während und nach der Ausbildung sehe.

Was macht ihr in eurer Freizeit?
Ich muss gestehen, ich bin eine kleine Partymaus, wir gehen oft zusammen feiern. Oder einfach mal einen Kaffee trinken nach der Arbeit. Wir sind schon eine kleine Familie.

Was ist dein Rat für zukünftige Azubis?
Ich kann allen Interessenten und vor allem anderen jungen Frauen ganz klar dazu raten, diesen Weg zu gehen. Mir geht es hier bei Siemens in Rudolstadt sehr gut. Die Arbeit macht viel Spaß und das Verhältnis der Mitarbeiter zueinander ist familiär. Ich fühle mich hier jederzeit gut betreut.

 

Siemens  bietet weltweit in 14 Ländern und an über 40 Standorten Ausbildungsmodelle in unterschiedlichen Zweigen an – unter anderem die Verbindung einer praxisbezogenen mit einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung als Dualstudium in Kooperation mit verschiedenen Fachhochschulen deutschlandweit. Zurzeit werden von Siemens etwa 10.000 Schulabsolventinnen und -absolventen in den zukunftsorientierten Industrien Elektronik, IT, Metall und Technologie ausgebildet.