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Erfinder des Jahres 2016

Open Innovation

Open Innovation bedeutet, über Unternehmensgrenzen hinweg Neues zu entwickeln. So hat Caterva es geschafft, sich als junges Unternehmen im Umfeld der Dezentralen Energieversorgung zu etablieren – einem umkämpften Markt. Die Technologie von Caterva – einer Siemens-Ausgründung – ermöglicht es, Solarstrom zu speichern und das Netz zu stützen. Dr. Roland Gersch, Technischer Leiter von Caterva, wurde als Erfinder des Jahres 2016 in der Kategorie Open Innovation ausgezeichnet. Das Geschäftsmodell: Caterva verfügt über derzeit 65 Solarstromspeicher und bietet flexibel Regelleistung an, um das Stromnetz zu stabilisieren. Das wird von Netzbetreibern lukrativ vergütet. Die Speicher, die wie ein Schwarm (lateinisch Caterva) intelligent gesteuert werden können, werden von Photovoltaik-(PV-) Anlagen gespeist.

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Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg

Den Kunden von Caterva wird garantiert, dass die Speicher über die gesamte Lebensdauer von 20 Jahren voll funktionsfähig sind. Dass dieses Versprechen eingehalten werden kann, haben Härtetests gezeigt, die Holger Wolfschmidt, Experte für chemische Speicher bei Corporate Technology in Erlangen, an den Lithium-Ionen-Akkus vorgenommen hat. 

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Optimaler Betrieb über 20 Jahre hinweg

Nach insgesamt einer Million Stunden Messzeit haben die Spezialisten herausgefunden, wie der optimale Betrieb der Speicher aussieht. Von dem Datenschatz, den die Forscher bei den Tests angehäuft haben, wird auch Siemens profitieren. So lässt sich anhand der Daten das Verhalten der Akkus voraussagen.

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So trägt jeder PV-Anlagenbesitzer zur Netzstützung bei

Caterva bietet nicht nur Besitzern von PV-Anlagen sondern auch Energieversorgungsunternehmen eine ausgereifte Technologie an. Das Unternehmen verdient darüber hinaus Geld, indem es im Schwarm produzierte Regelleistung zur Stabilisierung des Stromnetzes bereitstellt. „Wir haben dieses Geschäftsmodell als Erste in Deutschland auf den Markt gebracht“, erklärt Gersch. Dem Erfinder geht es dabei nicht nur um den unternehmerischen und technologischen Aspekt: Damit die Energiewende gelingen kann, müssen dezentrale Erzeuger in viel größerem Maß als bisher zur Regelleistung beitragen. Sie ist notwendig, um die Differenz zwischen Ein- und Ausspeisung auszugleichen und die Netzfrequenz bei 50 Hertz zu halten. Dies übernehmen bisher konventionelle Kraftwerke.

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Ausgereifte Technologie als ein Baustein für die Energiewende

Mit einer App können die Besitzer, die das Caterva-Speichersystem im Keller haben, jederzeit kontrollieren, wie viel Strom ihnen noch zur Verfügung steht. Roland Gersch ist stolz darauf, dass das Unternehmen die komplexe Technologie innerhalb kurzer Zeit zur Marktreife entwickelt hat.

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Im ersten Jahr war die Störungsleitstelle nachts auf mein Handy umgeleitet worden, damit ich den Teilnehmern des Pilotprojekts sofort Hilfe leisten konnte. Den Einsatz muss man schon bringen, wenn man eine Firma gründet. Aber oft hat es eh nicht geklingelt.

Dr. Roland Gersch, Technischer Leiter und Firmenmitgründer Caterva